Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Netzwerktag Beratung
Beratungs- und Unterstützungsangebote der FHöV NRW

Von Maria Flück 28. November 2017 Veranstaltungen

Foto: Peter Lück (FHöV NRW)
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Am 6. November 2017 fand der "Netzwerktag Beratung" in der Zentrale der FHöV NRW in Gelsenkirchen statt.

Der Einladung zum "Netzwerktag Beratung“ (der auf Veranlassung des Präsidenten der FHöV NRW, Reinhard Mokros, durch einen kleinen Arbeitskreis vorbereitet wurde) folgten verschiedene Gruppierungen mit Beratungstätigkeiten an der Fachhochschule. Unter anderem waren alle drei Studienberaterinnen, einige SAPs, ein Professor, zwei Polizeiseelsorger sowie je ein Vertreter des Personalrates und der Verwaltung vertreten und bildeten ein repräsentatives Abbild des Praxisfeldes Beratung an der FHöV NRW ab.

Der inspirierende Impulsvortrag von Reinhard Mokros aus befürwortender Sicht des Präsidiums siedelte die Neuauflage des "Netzwerkes Beratung" als Folge lange zurückliegender "Helfertage“ im Kontext der anspruchsvollen Weiterentwicklungen der FHöV NRW an. Er plädierte für ein neues und zeitgemäßes Design von umfassender Beratung im Kontext der neuen Herausforderungen - sowohl für die Studierenden als auch für die Mitarbeiterschaft. Die Fachhochschule müsse wahr- und ernstnehmen, dass viele gute Ansätze und Aspekte von Beratung in mannigfaltiger Weise an den verschiedenen Standorten dezentral angeboten würden, eine gemeinsame Abstimmung oder auch Vergleichbarkeit sei aber mangels Entwicklungsdynamiken bisher nur schwerlich erfolgt. Einzelne tragische Vorfälle an verschiedenen Standorten hätten hier auch die Notwendigkeit eines vernetzten Vorgehens erkennbar gemacht.
Reinhard Mokros begrüßte, dass im Vorfeld ein kleiner Arbeitskreis den "Netzwerktag Beratung" vorbereitet hatte und erwartete Impulse für eine Optimierung des für die Hochschule so wichtigen Angebotes.

Anschließend übernahmen Maria Flück (Leitung Dezernat 13) und Thomas Hammermeister-Kruse (Ethik-Dozent/Polizeiseelsorger) die Moderation des Tages, der sich im Wesentlichen mit zwei Schwerpunkten beschäftigte: In einer ersten Runde waren alle vertretenen Beratungsinstanzen gehalten anhand eines vorbereiteten Arbeitsblattes ihr Beratungsfeld darzustellen. Die gegenseitige Präsentation im Plenum förderte ein erstaunlich facettenreiches Angebot zutage und hielt manche überraschende Erkenntnis bereit. Überschneidungen wurden ausgemacht, Kernbereiche und Kernkompetenzen extrahiert oder auch Charakteristika des jeweiligen Beratungsschwerpunktes ausgelotet.
In besonderer Weise wurde auch die Rolle der Polizeiseelsorge im Kontext der Lehre des Faches Ethik und des damit einhergehenden Angebotes der Kirchen im Feld Beratung vorgestellt. Die Seelsorge bekam mit dem Zeugnisverweigerungsrecht der in der Lehre tätigen Geistlichen ein signifikantes Alleinstellungsmerkmal.
Nach der Mittagspause wurden drei weiterführende Fragestellungen herausgearbeitet, die in Diskussionsrunden im Rahmen eines World-Cafés bearbeitet werden sollten. Es ging um die Rolle der bisherigen psychosozialen Beraterinnen und Berater und ihre Zukunft. Außerdem wurden Ideen zur Ausgestaltung eines Info-Blattes zu sämtlichen Beratungsinstanzen gesammelt und diskutiert.
Der dritte Themenkomplex beschäftigte sich intensiv mit den notwendigen und konkreten Folgeschritten, also mit den Perspektiven dieser Veranstaltung.

Alle Anwesenden bewerteten den Tag als vollen Erfolg, an dem ein konstruktiver Austausch stattgefunden hat und die verschiedenen Beratungsinstanzen der FHöV NRW in einen intensiven Dialog getreten sind.