Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Zukunftspreis 2015
Thesisarbeit „Predictive Policing“ von Polizeikommissar Thomas Lammert mit dem Zukunftspreis 2015 prämiert.

Von Ines Zeitner 2. März 2015

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Am 25.02.2015 wurde im Rahmen des Europäischen Polizeikongresses in Berlin Polizeikommissar Thomas Lammert, ehemaliger Student an der FHöV NRW, Abteilung Duisburg, für seine Thesisarbeit zum Thema „Predictive Policing“ mit dem Zukunftspreis 2015 geehrt. Insgesamt wurden bundesweit drei Arbeiten prämiert und ein Sonderpreis vergeben.

Zum dritten Mal wurde beim 18. Europäischen Polizeikongress in Berlin der „Zukunftspreis Polizeiarbeit“ verliehen. Der Preis wird vom Behördenspiegel vergeben und ist mit 5000,- Euro dotiert. Bewerben können sich Studierende aus den Hochschulbereichen Polizei, Justizvollzug, Sicherheitsmanagement und Studierende von kriminologischen Instituten der Universitäten. Dazu können herausragende Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten eingereicht werden, die von einer hochkarätig besetzten Jury ausgewertet und beurteilt werden. Diesem Jahr gehörten der Jury unter anderem an:

  • R. Uwe Proll, Chefreadkteur und Herausgeben des Behörden Spiegel
  • Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer, bayrischer Landespolizeipräsident
  • Hans-Jürgen Hohnen, Staatssekretär a.D.
  • Hans-Dieter Wehe, Inspekteur der Polizei NRW
  • André Schulz, Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamten
  • Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft
  • Oliver Machlow, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei.

Die Jury hat 16 eingereichte Arbeiten geprüft und nach intensiven Gesprächen wurden drei Arbeiten mit je 1500 € prämiert und ein Sonderpreis von 500 € vergeben.

Den Sonderpreis erhielt Martin Rojak, Hochschule Albstadt-Sigmaringen, für seine Masterarbeit über ein Computerprogramm zur Erkennung manipulierter Bilddateien. Die Software wird auf Anfrage kostenfrei zur Verfügung gestellt. Prämiert wurde die Arbeit von Marcus Lorber von der Hochschule der Sächsischen Polizei mit dem Thema „Google Glass“, die Masterarbeit von Christian Hamm von der Deutschen Hochschule der Polizei zum Thema „Bürgerbeteiligung und Polizei. Chancen, Risiken und Grenzen einer lokalen Beteiligung“ und die Bachelorarbeit von Thomas Lammert aus NRW mit dem Thema „Predictive Policing – Ein Mehrwert für die Polizei Düsseldorf“.

Thomas Lammert setzt sich in seiner Arbeit mit einer prognostischen Software zur Kriminalitätserkennung, der „Predictive Policing“, auseinander. Vor dem Hintergrund der polizeilichen Aufgabenerweiterung bei zugleich verringerten polizeilichen Ressourcen stellt Thomas Lammert Überlegungen zu einem effizienteren Mitteleinsatz im Rahmen der Kriminalitätsbekämpfung an. Hans-Jürgen Hohnen, Staatssekretär a.D., betonte in seiner Laudatio den besonderen Praxisbezug und den Vergleich mit der Stadt Memphis in den USA.

Die vier Preise wurden in einem feierlichen Rahmen von dem Innenminister Sachsens, Marcus Ulbig, und dem Innenminister Thüringens, Dr. Holger Poppenhäger, überreicht.

Hoch erfreut nahm Thomas Lammert den Preis entgegen und nutzte die Möglichkeit sich auf der internationalen Fachkonferenz mit Teilnehmern aus über 50 Nationen umzusehen und zu informieren.