Zugang zum Studium

Bitte beachten Sie: Sie haben keine Möglichkeit, sich direkt für ein Studium an der FHöV NRW "einzuschreiben".

Ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW ist nur in Verbindung mit einer Ausbildung bei einer der folgenden Einstellungsbehörden möglich.

Einstellungsbehörde: Deutsche Rentenversicherung

Die Zuweisung zu einem unserer insgesamt acht Hochschulstandorte richtet sich nach den Einzugsbereichen der jeweiligen Einstellungsbehörden.

Zulassung

Zugelassen zum Bachelor-Studium werden Bewerber mit:

  • allgemeiner Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • einer anderen gleichwertigen Qualifikation

Nachweis der Fach-/Hochschulreife

Der Nachweis erfolgt durch:

  • ein im Land NRW erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife der Fachoberschule sowie eines entsprechenden Bildungsganges der Kollegschule, 
  • ein im Land NRW erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife der dreijährigen höheren Berufsfachschule, des Abendgymnasiums, des Kollegs, des Telekollegs II, der Nichtschülerprüfung sowie einer Einrichtung der Weiterbildung gemäß § 6 Weiterbildungsgesetz
  • ein Zeugnis, das uneingeschränkt zum Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule des Landes NRW berechtigt 
  • ein außerhalb des Landes NRW im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife der Fachoberschule und der Nichtschülerprüfung, das den Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz (KMK) entspricht
  • ein sonstiges außerhalb des Landes NRW im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworbenen Zeugnis, das aufgrund einer Vereinbarung mit einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland oder einer Vereinbarung der KMK vom Kultusministerium NRW als Fachhochschulreife für das Land NRW anerkannt worden ist, 
  • das Abschlusszeugnis des Aufbaulehrgangs Verwaltung einer Bundeswehrfachschule, 
  • das an der Bundeswehrfachschule in den Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Sozialpädagogik erworbene Abschlusszeugnis des Lehrgangs zur Erlangung des Bildungsstandes, der der Fachhochschulreife entspricht, 
  • das Abschlusszeugnis des Lehrgangs zum Erwerb der Fachhochschulreife an einer Grenzschutzfachschule,

Fachhochschulreife

Für ein Studium an der FHöV NRW ist die volle Fachhochschulreife erforderlich. Diese setzt sich in der Regel aus einem schulischen und einen praktischen Teil zusammen.

Regelungen zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife finden Sie in der Verordnung über die Gleichwertigkeit von Bildungsnachweisen mit der Hochschulreife und der Fachhochschulreife (Gleichwertigkeitsverordnung – GlVO ). Danach ist die volle Fachhochschulreife erreicht:

è beim Besuch eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule das Abgangszeugnis auf dem der schulische Teil der Fachhochschulreife bescheinigt wird i. V. m.

-        einer mindestens zweijährige abgeschlossenen Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht

-        oder dem Nachweis über ein einjähriges gelenktes Praktikum (48 Wochen) in Vollzeit

è beim Besuch der zweijährige Höhere Berufsfachschule am Berufskolleg und dem Nachweis des dort erworbenen schulischen Teil der Fachhochschulreife i. V. m.

-        Nachweis über ein halbjähriges einschlägiges Praktikum (24 Wochen) in Vollzeit

-        oder mindestens zweijährige abgeschlossene Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht

-        oder eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit

è beim Besuch eines Weiterbildungskollegs (Abendgymnasium und Kolleg) in NRW und dem Nachweis des dort erworbenen schulischen Teil der Fachhochschulreife i.V.m. einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht

-        oder eine mindestens zweijährige Berufstätigkeit

 -        oder dem Nachweis über ein einjähriges gelenktes Praktikum (48 Wochen) in Vollzeit

Informationen zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife und unter welchen Voraussetzungen, Sie z. B. ein halbjähriges Praktikum oder ein einjähriges Praktikum absolvieren müssen erhalten Sie auf den Seiten des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. (Mehr Informationen)

Ausländische Bildungsabschlüsse

Die Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen, die nicht klassisch das Abitur oder die volle Fachhochschulreife beinhalten richtet sich ebenfalls nach den Vorschriften der GlVO NRW. (Mehr Informationen erhalten Sie hier)

Wenn Sie über einen ausländischen Bildungsabschluss verfügen, müssen Sie diesen in Nordrhein-Westfalen in der Regel anerkennen lassen. Zuständig für die Anerkennung sind die Bezirksregierungen:

Ländern des ehemaligen Jugoslawiens, der Türkei, Österreich, der Schweiz und Griechenland: Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 48, Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf, Telefon: 0211 475-0

-        Polen, Rumänien, Slowakei und Tschechien: Bezirksregierung Arnsberg, Dezernat 48, Seibertzstr. 1, 59821 Arnsberg, Telefon: 02931-82-0,

-        Albanien, Bulgarien, Ungarn, Staaten der ehemaligen UdSSR: Bezirksregierung Detmold, Dezernat 48, Leopoldstr. 15, 32756 Detmold, Telefon: 05231-71-0,

-        Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien: Bezirksregierung Köln, Dezernat 48, Zeughausstr. 2-10, 50667 Köln, Telefon: 0221-147-0,

          Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden und alle außereuropäischen Staaten: Bezirksregierung Münster, Dezernat 48, Domplatz 1-3, 48143 Münster, Telefon: 0251-411-0.

Hochschulzugang für in der beruflichen Bildung Qualifizierte

Zugang zum Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) für in der beruflichen Bildung Qualifizierte (Berufsbildungshochschulzugangsverordnung)

Bewerber ohne Fachhochschulreife haben gemäß § 3 Abs. 1 S. 3, Hs. 2 Gesetz über die Fachhochschulen für den öffentlichen Dienst im Lande Nordrhein-Westfalen (FHGöD) Studienzugang wenn sie eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung besitzen. Dies ist für in der Beruflichen Bildung Qualifizierte nach der Berufsbildungshochschulzugangsverordnung (BBHZVO) der Fall.

Diesem Personenkreis eröffnen sich zwei Möglichkeiten zur Aufnahme des Studiums an der FHöV NRW, vorausgesetzt, sie werden der FHöV NRW von einer Ausbildungsbehörde als Studierende/Studierender zugewiesen.

1. Variante:

Zugang zum Studium gem. § 2 BBHZVO

Bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 BBHZVO, besteht die Möglichkeit der direkten Bewerbung bei einer Ausbildungsbehörde.

§ 2 (Berufsbildungshochschulzugangsverordnung)

Zugang auf Grund beruflicher Aufstiegsfortbildung
(1) Zugang zum Studium hat, wer einen der folgenden Abschlüsse einer Aufstiegsfortbildung erlangt hat:

  1. Meisterbrief im Handwerk nach §§ 45 oder 51a Handwerksordnung, 
  2. Fortbildungsabschluss, für den Prüfungsregelungen nach §§ 53 oder 54 Berufsbildungsgesetz oder nach §§ 42 oder 42a Handwerksordnung bestehen, 
  3. Abschluss einer Fachschule entsprechend der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz,
  4. Abschluss einer mit Nummer 2 vergleichbaren landesrechtlich geregelten Fortbildung für Berufe im Gesundheitswesen sowie im Bereich der sozialpflegerischen und sozialpädagogischen Berufe,
  5. Abschluss einer sonstigen vergleichbaren bundes- oder landesrechtlich geregelten Fortbildung.

(2) Die Qualifikation nach Absatz 1 berechtigt zur Aufnahme des Studiums in jedem Studiengang.

2. Variante:

Zugang zum Studium an der FHöV NRW aufgrund einer Berufsausbildung und beruflicher Tätigkeit gem. § 3, § 4 i.V.m. § 8 der BBHZVO

Zugang zum Studium an der FHöV NRW hat demnach, wer

  1. einen Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und 
  2. eine danach erfolgte mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit im Ausbildungsberuf oder einem fachlich entsprechenden Beruf nachweist,

vorausgesetzt, sie werden der FHöV NRW von der Ausbildungsbehörde als Studierende/Studierender zugewiesen.

Das Vorliegen der Studienzugangsvoraussetzungen wird von der FHöV NRW gemäß § 22 Abs. 1 Satz 3 FHGöD nach der Zuweisung durch die Ausbildungsbehörde geprüft. Die Bewerber müssen somit erst das Auswahlverfahren bei der Ausbildungsbehörde (für den Studiengang Polizeivollzugsdienst beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten – LAFP) erfolgreich durchlaufen.

3. Variante:

Neben den bereits oben genannten zwei Varianten wird im Studiengang Polizeivollzugsdienst für Bewerberinnen und Bewerber, die unter die Voraussetzungen des § 4 BBHZVO fallen, eine Zugangsprüfung angeboten
(§ 4 i.V.m. § 8 BBHZVO).

An der Zugangsprüfung zum Studiengang Polizeivollzugsdienst nehmen Polizeibewerber teil, die

  1. einen Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und
  2. eine danach erfolgte mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit auch in einem der Ausbildung nicht fachlich entsprechenden Beruf nachweisen oder über den entsprechenden Zeitraum Erziehungs- oder Pflegezeiten bzw. anrechenbare berufliche Tätigkeiten gemäß §4 Abs. 2 BBHZVO nachweisen können.

Weitere Informationen zu dieser Zugangsprüfung erhalten Sie hier.

Zugangsprüfung für Beruflich Qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber für den Studiengang Polizeivollzugsdienst

Rechtsgrundlagen

Berufsbildungshochschulzugangsverordnung

Ordnung für die Zugangsprüfung von beruflich qualifizierten Bewerberinnen und  Bewerbern mit nicht fachlich entsprechender Vorbildung und beruflichen Tätigkeit.   

Bestimmungen über zugelassene und unzulässige Hilfsmittel bei der Zugangsprüfung für in der beruflichen Bildung Qualifizierte.

 

Anmeldung zur Prüfung

Bewerberinnen und Bewerber für den Studiengang Polizeivollzugsdienst können sich nicht selbständig zur Zugangsprüfung anmelden. Nach direkter Bewerbung bei der Polizei (LAFP NRW) und Prüfung der Bewerbungsunterlagen werden Bewerber für den Studiengang Polizeivollzugsdienst, die nach der Berufsbildungshochschulzugangsverordnung an einer Zugangsprüfung teilnehmen können, von der FHöV NRW schriftlich zur Prüfung eingeladen.

Verbindliche Hinweise der FHöV NRW zur Zugangsprüfung für den Studiengang Polizeivollzugsdienst.

 

Prüfungsfächer und Prüfungsinhalte

Die Zugangsprüfung besteht aus drei Teilprüfungen: Deutsch (90 Minuten), Basismodul Mathematik (60 Minuten), Englisch (90 Minuten).

Die Prüfungsinhalte der einzelnen Teilmodule der Zugangsprüfung finden Sie hier.

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung führt Ihr Prüfungsverfahren in Anlehnung an die im Verbund der Fachhochschulen organisierte Zugangsprüfung durch.

Weitergehende Informationen zu diesem Prüfungsverfahren finden Sie auf den Internetseiten der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen e.V. insbesondere unter dem Punkt 3.1:

Die dort eingestellten Prüfungen und Lösungen können ebenfalls zur Vorbereitung auf die Zugangsprüfung an der FHöV NRW genutzt werden.

 

Anerkennung einer Prüfung

Sollten Sie an einer der nachfolgenden Hochschulen bereits eine Zugangsprüfung erfolgreich absolviert haben, besteht die Möglichkeit diese Prüfung anzuerkennen:

Fachhochschule Aachen
Fachhochschule Bielefeld
Hochschule Bochum
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Fachhochschule Dortmund
Fachhochschule Düsseldorf
Westfälische Hochschule
Hochschule Hamm-Lippstadt
Fachhochschule Köln
Hochschule Ostwestfalen-Lippe
Hochschule Rhein-Waal
Hochschule Ruhr West
Fachhochschule Südwestfalen
Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
Technische Fachhochschule Bochum
Hochschule für Gesundheit

Hierfür ist der Nachweis über die erfolgreich bestandene Zugangsprüfung mit der Bitte um Anerkennung den Bewerbungsunterlagen an das Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei (LAFP) beizufügen.

 

Kontakt

Bei Fragen zur Zugangsprüfung wenden Sie sich bitte an studienwesen@fhoev.nrw.bitte-entfernen.de

Musterprüfungen für Beruflich Qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber