Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Zulassung
Zulassung zum Bachelorstudium an der FHöV NRW

Befähigung

Zugelassen zum Bachelorstudium werden Bewerber mit:

  • Allgemeiner Hochschulreife
  • Fachhochschulreife
  • Einer anderen gleichwertigen Qualifikation

Nachweis der Fach-/Hochschulreife

Der Nachweis erfolgt durch:

  1. Ein im Land NRW erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife von einer Fachoberschule sowie durch das Zeugnis eines entsprechenden Bildungsganges der Kollegschule.
  2. Ein im Land NRW erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife der dreijährigen höheren Berufsfachschule, des Abendgymnasiums, des Kollegs, des Telekollegs II, der Nichtschülerprüfung sowie einer Einrichtung der Weiterbildung gemäß § 6 Weiterbildungsgesetz.
  3. Ein Zeugnis, das uneingeschränkt zum Studium an einer wissenschaftlichen Hochschule des Landes NRW berechtigt.
  4. Ein außerhalb des Landes NRW im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworbenes Zeugnis der Fachhochschulreife von einer Fachoberschule und der Nichtschülerprüfung, welches den Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz (KMK) entspricht.
  5. Ein sonstiges außerhalb des Landes NRW im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworbenes Zeugnis, das aufgrund einer Vereinbarung mit einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland oder aufgrund einer Vereinbarung der KMK vom Kultusministerium NRW als Fachhochschulreife für das Land NRW anerkannt worden ist.
  6. Das Abschlusszeugnis des Aufbaulehrgangs Verwaltung einer Bundeswehrfachschule.
  7. Das an der Bundeswehrfachschule in den Fachrichtungen Technik, Wirtschaft und Sozialpädagogik erworbene Abschlusszeugnis des Lehrgangs zur Erlangung des Bildungsstandes, der der Fachhochschulreife entspricht.
  8. Das Abschlusszeugnis des Lehrgangs zum Erwerb der Fachhochschulreife an einer Grenzschutzfachschule.

Fachhochschulreife

Für ein Studium an der FHöV NRW ist die volle Fachhochschulreife erforderlich. Diese setzt sich in der Regel aus einem schulischen und einem praktischen Teil zusammen.

Regelungen zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife finden Sie in der Verordnung über die Gleichwertigkeit von Bildungsnachweisen mit der Hochschulreife und der Fachhochschulreife ( Gleichwertigkeitsverordnung – GlVO NRW). Danach ist die volle Fachhochschulreife erreicht:

1. Wenn beim Besuch eines Gymnasiums oder einer Gesamtschule ein Abgangszeugnis ausgestellt wird, auf dem der schulische Teil der Fachhochschulreife bescheinigt wird, in Verbindung mit

  • einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht
  • oder dem Nachweis über ein einjähriges gelenktes Praktikum (48 Wochen) in Vollzeit.


2. Beim Besuch der zweijährigen Höheren Berufsfachschule am Berufskolleg, mit dem Nachweis des dort erworbenen schulischen Teils der Fachhochschulreife, in Verbindung mit

  • einem Nachweis über ein halbjähriges einschlägiges Praktikum (24 Wochen) in Vollzeit,
  • einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht
  • oder einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit.


3. Beim Besuch eines Weiterbildungskollegs (Abendgymnasium und Kolleg) in NRW und dem Nachweis des dort erworbenen schulischen Teils der Fachhochschulreife, in Verbindung mit

  • einer mindestens zweijährigen abgeschlossenen Berufsausbildung nach Bundes- oder Landesrecht,
  • einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit
  • oder dem Nachweis über ein einjähriges gelenktes Praktikum (48 Wochen) in Vollzeit.

Informationen zum Erwerb der vollen Fachhochschulreife und unter welchen Voraussetzungen Sie zum Beispiel ein halbjähriges oder ein einjähriges Praktikum absolvieren müssen, erhalten Sie auf den Seiten des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen. ( Mehr Informationen

Ausländische Bildungsabschlüsse

Die Gleichwertigkeit von Bildungsabschlüssen, die nicht klassisch das Abitur oder die volle Fachhochschulreife beinhalten, richtet sich ebenfalls nach den Vorschriften der GlVO NRW. (Mehr Informationen)

Wenn Sie über einen ausländischen Bildungsabschluss verfügen, müssen Sie diesen in Nordrhein-Westfalen in der Regel anerkennen lassen. Zuständig für die Anerkennung sind die Bezirksregierungen:

  • Länder des ehemaligen Jugoslawiens, Türkei, Österreich, Schweiz und Griechenland:
    Bezirksregierung Düsseldorf Dezernat 48
    Am Bonneshof 35
    40474 Düsseldorf
     +49 211 475-0
  • Polen, Rumänien, Slowakei und Tschechien:
    Bezirksregierung Arnsberg Dezernat 48
    Seibertzstr. 1
    59821 Arnsberg
    +49 2931-82-0
  • Albanien, Bulgarien, Ungarn, Staaten der ehemaligen UdSSR:
    Bezirksregierung Detmold Dezernat 48
    Leopoldstr. 15
    32756 Detmold
    +49 5231-71-0
  • Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Spanien:
    Bezirksregierung Köln Dezernat 48
    Zeughausstr. 2-10
    50667 Köln
    +49 221-147-0
  • Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden und alle außereuropäischen Staaten:
    Bezirksregierung Münster Dezernat 48
    Domplatz 1-3
    48143 Münster
    +49 251-411-0

In der beruflichen Bildung Qualifizierte

Zugang zum Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) für in der Beruflichen Bildung Qualifizierte (Berufsbildungshochschulzugangsverordnung)

Bewerber ohne Fachhochschulreife haben - gemäß § 3 Abs. 1, Satz 3, Hs. 2, Gesetz über die Fachhochschulen für den öffentlichen Dienst im Lande Nordrhein-Westfalen (FHGöD) - Studienzugang, wenn sie eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung besitzen. Dies ist für in der Beruflichen Bildung Qualifizierte nach der Berufsbildungshochschulzugangsverordnung (BBHZVO) der Fall.

Diesem Personenkreis eröffnen sich zwei Möglichkeiten zur Aufnahme des Studiums an der FHöV NRW - vorausgesetzt, Sie werden der Fachhochschule von einer Ausbildungsbehörde als Studierender zugewiesen.

1. Variante

Zugang zum Studium gem. § 2 BBHZVO

Bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 BBHZVO besteht die Möglichkeit der direkten Bewerbung bei einer Ausbildungsbehörde.


§ 2 Zugang aufgrund beruflicher Aufstiegsfortbildung

(1) Zugang zum Studium hat, wer einen der folgenden Abschlüsse einer Aufstiegsfortbildung erlangt hat:

  1. Meisterbrief im Handwerk nach §§ 45 oder 51a der Handwerksordnung.
  2. Gleichwertiger Fortbildungsabschluss, für den Prüfungsregelungen nach §§ 53 oder 54 des Berufsbildungsgesetzes oder nach §§ 42 oder 42a der Handwerksordnung bestehen.
  3. Abschluss einer Fachschule entsprechend der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz.
  4. Abschluss einer gleichwertigen landesrechtlich geregelten Fortbildung für Berufe im Gesundheitswesen sowie im Bereich der Sozialpflege und der Sozialpädagogik.
  5. Abschluss einer sonstigen vergleichbaren bundes- oder landesrechtlich geregelten Fortbildung.

(2) Die Qualifikation nach Absatz 1 berechtigt zur Aufnahme des Studiums in jedem Studiengang. Dies gilt auch, wenn der Fortbildungsabschluss ausnahmsweise ohne vorherige Berufsausbildung erworben werden durfte.


2. Variante

Zugang zum Studium an der FHöV NRW aufgrund einer entsprechenden fachlichen Berufsausbildung und einer beruflichen Tätigkeit gem. § 3 BBHZVO

Zugang zum Studium an der FHöV NRW hat demnach, wer

  1. einen Abschluss einer sonstigen nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und
  2. eine danach erfolgte mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit im Ausbildungsberuf oder in einem fachlich entsprechenden Beruf nachweist (für Stipendiatinnen und Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes sind zwei Jahre ausreichend),

vorausgesetzt, Sie werden der FHöV NRW von der Ausbildungsbehörde als Studierender zugewiesen.

Das Vorliegen der Studienzugangsvoraussetzungen wird von der FHöV NRW gemäß § 22 Abs. 1, Satz 3 FHGöD nach der Zuweisung durch die Ausbildungsbehörde geprüft. Die Bewerber müssen somit erst das Auswahlverfahren bei der Ausbildungsbehörde (für den Studiengang Polizeivollzugsdienst beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten – LAFP) erfolgreich durchlaufen.


3. Variante

Neben den bereits oben genannten Varianten wird für Bewerber, die unter die Voraussetzungen des § 4 BBHZVO fallen, eine Zugangsprüfung angeboten.

An der Zugangsprüfung nehmen Bewerber teil, die

  1. einen Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht geregelten mindestens zweijährigen Berufsausbildung und
  2. eine danach erfolgte mindestens dreijährige (bei Stipendiatinnen und Stipendiaten des Aufstiegsstipendienprogramms des Bundes mindestens zweijährige) berufliche Tätigkeit auch in einem der Ausbildung nicht fachlich entsprechenden Beruf nachweisen oder über den entsprechenden Zeitraum Erziehungs- oder Pflegezeiten beziehungsweise anrechenbare berufliche Tätigkeiten gemäß § 4 Abs. 2 BBHZVO nachweisen können.

 Weitere Informationen zu dieser Zugangsprüfung