Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

PD Joachim Kern
FHöV NRW - Profil

E-Mail-Adresse

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Polizeiwissenschaften

Fächer
  • Verkehrslehre
  • Verkehrsrecht

Forschung

Projekte

  • Elektrofahrräder im öffenltichen Straßenverkehr (01.09.2016-31.08.2017 )

    Aufgabe des Forschungsprojektes war es, ? insbesondere eine zulassungs- und fahrerlaubnisrechtliche Bewertung der auf dem Markt befindlichen Elektrofahrräder im Lichte der neuen EU-Verordnung Nr. 168/2013 und der inzwischen geänderten nationalen straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften vorzunehmen. ? Daneben sollte auch die Verkehrssicherheit von Elektrofahrrädern und die Auswirkungen des steigenden Anteils an Fahrrädern und Elektrofahrrädern im Besonderen auf die Verkehrsraumgestaltung...

    Erstellt am: 14.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 14.06.2018 10:1
    Elektrofahrräder im öffenltichen Straßenverkehr

    Projektzeitraum: 01.09.2016 - 31.08.2017
    IPK IPK abgeschlossen

    Aufgabe des Forschungsprojektes war es, ? insbesondere eine zulassungs- und fahrerlaubnisrechtliche Bewertung der auf dem Markt befindlichen Elektrofahrräder im Lichte der neuen EU-Verordnung Nr. 168/2013 und der inzwischen geänderten nationalen straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften vorzunehmen. ? Daneben sollte auch die Verkehrssicherheit von Elektrofahrrädern und die Auswirkungen des steigenden Anteils an Fahrrädern und Elektrofahrrädern im Besonderen auf die Verkehrsraumgestaltung untersucht werden. ? Schließlich sollten statistische Daten zu den Verkaufszahlen und dem Anteil am Verkehrsaufkommen erhoben werden. ? Von besonderem Interesse war auch die Auswertung der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik. Das Projekt ist dabei als Fortschreibung des bereits 2015 abgeschlossenen gleichnamigen Projektes angelegt. Der Sättigungsgrad an Fahrrädern in bundesdeutschen Haushalten stagniert seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau von jetzt (2017) über 73 Millionen Zweiräder. Der Anteil von Elektrofahrrädern (Pedelecs und E-Bikes) am Gesamtfahrradmarkt ist in den letzten Jahren auf jetzt 17 Prozent gestiegen. Der Zweirad-Industrie-Verband teilt dazu ergänzend mit, dass der Marktanteil der Pedelecs dabei mit 99% weit überwiegt. Zulassungs- und fahrerlaubnisrechtlich gelang die Einordnung dieser Pedelecs und E-Bikes in die existierenden relevanten Vorschriften nicht immer problemfrei. Das ist dem neuen Klassenzuschnitt der EU-Verordnung Nr. 168/2013 geschuldet. Die durch die aufgehobene Richtlinie 2002/24/EG notwendig gewordene Besitzstandswahrung macht die ohnehin schon komplexe Rechtssituation nicht einfacher. Pedelecs gelten gemeinschaftsrechtlich wie auch nationalrechtlich (weiterhin) als Fahrräder; S-Pedelecs und E-Bike als Kleinkrafträder. Die nach Maßgabe der Richtlinie 2002/24/EG getypten Elektrofahrräder behalten ihre rechtliche Zuordnung. Ältere Modelle werden daher (auch) als Mofa oder Leichtmofa eingestuft. Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelecs bzw. E-Bikes werden erst seit dem 01.01.2014 bundesweit erfasst. Die Anzahl der verunglückten Pedelec Fahrenden ist im Zeitraum vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2016 um 75,48% gestiegen. Nur in einigen Bundesländern liegt ein seit 2012 fortgeschriebenes Verkehrsunfalllagebild als planerische Grundlage für weitere Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit vor. Mittlerweile liegen aus unterschiedlichen Staaten Forschungsergebnisse zu den Gefahren bei der Nutzung von E-Bikes und Pedelecs vor. Selbst die Unfallforschung der Versicherer (UDV) konstatiert nunmehr eine höhere Vulnerabilität älterer Elektrofahrrad Fahrender. Radwegbenutzungspflicht besteht nur für Fahrräder (auch Pedelecs). Helmpflicht hingegen besteht für diese Fahrzeuge nicht, wohl aber für E-Bikes. Elektrofahrräder machen das Mitführen von Anhängern zumeist in Gestalt von Kinderanhängern einfacher. Das Mitführen von Anhängern hinter Pedelecs ist dabei zulassungs- wie auch fahrerlaubnisrechtlich unproblematisch, da es sich um Fahrräder handelt. Auf praktische Schwierigkeiten stößt die Benutzung der Radwege. Hinter S-Pedelecs und E-Bikes in ihrer jeweiligen Ausprägung als Kleinkrafträder oder Leichtkrafträder dürfen jedoch keine Anhänger zum Personentransport genutzt werden.

    Forscher
  • Elektrofahrräder (01.09.2014-31.08.2017 )

    Rechtliche Einordnung der verschiedenen Elektrofahrräder, rechtspolitische Entwicklung, Verkehrssicherheit, Auswirkung auf die Gestaltung des Verkehrsraums

    Elektrofahrräder

    Projektzeitraum: 01.09.2014 - 31.08.2017
    Einzelprojekt im FZ Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) bewilligt

    Rechtliche Einordnung der verschiedenen Elektrofahrräder, rechtspolitische Entwicklung, Verkehrssicherheit, Auswirkung auf die Gestaltung des Verkehrsraums

    Forscher
  • Elektrofahrräder im öffentlichen Straßenverkehr (01.09.2014-31.08.2015 )

    Der Sättigungsgrad an Fahrrädern in bundesdeutschen Haushalten stagniert seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau von jetzt (2014) über 70 Millionen Zweiräder. Auf der Suche nach neuen Absatzmärkten wurden von der Zweiradindustrie Fahrräder mit Elektromotoren entwickelt, die das Radfahren mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe erleichtern sollen. Diese wurden und werden intensiv sowohl in Print- als auch in elektronischen Medien beworben; ihre Inlandsanlieferungen stiegen in den letzten...

    Erstellt am: 14.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 14.06.2018 10:1
    Elektrofahrräder im öffentlichen Straßenverkehr

    Projektzeitraum: 01.09.2014 - 31.08.2015
    IPK IPK abgeschlossen

    Der Sättigungsgrad an Fahrrädern in bundesdeutschen Haushalten stagniert seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau von jetzt (2014) über 70 Millionen Zweiräder. Auf der Suche nach neuen Absatzmärkten wurden von der Zweiradindustrie Fahrräder mit Elektromotoren entwickelt, die das Radfahren mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe erleichtern sollen. Diese wurden und werden intensiv sowohl in Print- als auch in elektronischen Medien beworben; ihre Inlandsanlieferungen stiegen in den letzten 5 Jahren um über 500 Prozent. Der Anteil von E-Bikes einschließlich Pedelecs am Gesamtfahrradmarkt beträgt 10 Prozent. Schätzungen gehen dabei von einem weit überwiegenden Anteil (? 95%) von Pedelecs aus. Zulassungs- und fahrerlaubnisrechtlich gelang die Einordnung dieser Pedelecs und E-Bikes in die existierenden relevanten Vorschriften nicht immer problemfrei. Sie wurden einerseits als Fahrräder, andererseits als Kleinkrafträder definiert. Durch Initiative des Bundesgesetzgebers werden Pedelecs mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h, die durch Muskelkraft angetrieben werden und mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 kW ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und bei Erreichen einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h oder früher, wenn der Fahrer im Treten einhält, seit dem 01.07.2013 als Fahrräder angesehen. Zweiräder mit anderen technischen Merkmalen sind weiterhin Krafträder in ihrer jeweiligen Ausprägung als zumeist Kleinkrafträder einschließlich der Mofas und Leichtmofas aber auch als Leichtkrafträder. Auf dem 50. Deutschen Verkehrsgesichtstages 2012 wurde bereits gefordert, Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelecs bzw. E-Bikes statistisch gesondert zu erfassen und wissenschaftlich zu untersuchen. Während zwei Forschungsvorhaben bereits realisiert sind, werden Beteili-gungen von Elektrofahrrädern an Verkehrsunfällen erst seit dem 01.01.2014 bundesweit erfasst. Nur in einigen Bundesländern liegt ein seit 2012 fortgeschriebenes Verkehrsunfalllagebild als planerische Grundlage für weitere Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit vor. Radwegbenutzungspflicht besteht nur für Fahrräder (auch Pedelecs). Helmpflicht hingegen besteht für diese Fahrzeuge nicht, wohl aber für E-Bikes. Die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von E-Bikes und Pedelecs sind in der Gesamtschau der polizeilich bekannt gewordenen Unfallzahlen marginal. Die durch Pedelec- resp. E-Bike-Fahrerinnen und Fahrer verursachten Verkehrsunfälle geben Anlass zur Besorgnis, sie schwanken in den unter-suchten Bundesländern zwischen 36 und 67 Prozent. Elektrofahrräder machen das Mitführen von Anhängern zumeist in Gestalt von Kinderanhängern einfacher. Das Mitführen von Anhängern hinter Pedelecs ist dabei zulassungs- wie auch fahrerlaubnisrechtlich un-problematisch, da es sich um Fahrräder handelt. Auf praktische Schwierig-keiten stößt die Benutzung der Radwege. Hinter E-Bikes in ihrer jeweiligen Ausprägung als Kleinkrafträder oder Leichtkrafträder dürfen jedoch keine Anhänger zum Personentransport genutzt werden. Internationalrechtlich dürfen Fahrräder (auch Pedelecs) und E-Bikes aus dem Ausland sowie Personen mit Fahrberechtigungen aus dem EU-Ausland oder Drittstaaten am Straßenverkehr in Deutschland teilnehmen. Dabei sind Fahrräder (auch Pedelecs) zulassungs- und fahrerlaubnisfrei. E-Bikes in ihrer Eigenschaft als Kfz benötigen hingegen die Zulassungsbescheinigung und ein Kennzeichen ihres Heimatstaates sowie eine Fahrerlaubnis. Lediglich in Gestalt als Mofa oder Leichtmofa sind sie fahrerlaubnisfrei.

    Forscher
  • Verkehrsrechtliche Aspekte der E-Bike-Nutzung (01.09.2012-31.08.2013 )
    Verkehrsrechtliche Aspekte der E-Bike-Nutzung

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.08.2013
    Einzelprojekt im FZ Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Forscher
  • Elektrofahrräder im öffentlichen Straßenverkehr (01.09.2012-31.08.2013 )

    Der Sättigungsgrad an Fahrrädern in bundesdeutschen Haushalten stagniert seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau um die 70 Millionen Zweiräder. Auf der Suche nach neuen Absatzmärkten wurden von der Zweiradindustrie Fahrräder mit Elektromotoren entwickelt, die das Radfahren mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe erleichtern sollen. Diese wurden und werden intensiv sowohl in Print- als auch in elektronischen Medien beworben; ihre Inlandsanlieferungen stiegen in den letzten 5 Jahren um...

    Erstellt am: 14.06.2018 10:1
    Elektrofahrräder im öffentlichen Straßenverkehr

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.08.2013
    IPK IPK abgeschlossen

    Der Sättigungsgrad an Fahrrädern in bundesdeutschen Haushalten stagniert seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau um die 70 Millionen Zweiräder. Auf der Suche nach neuen Absatzmärkten wurden von der Zweiradindustrie Fahrräder mit Elektromotoren entwickelt, die das Radfahren mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe erleichtern sollen. Diese wurden und werden intensiv sowohl in Print- als auch in elektronischen Medien beworben; ihre Inlandsanlieferungen stiegen in den letzten 5 Jahren um über 500 Prozent. Der Anteil von E-Bikes an der Gesamtzahl liegt bei nur 5 Prozent. Zulassungs- und fahrerlaubnisrechtlich gelang die Einordnung dieser Pedelecs und E-Bikes in die existierenden relevanten Vorschriften nicht immer problemfrei. Sie wurden einerseits als Fahrräder, andererseits als Kleinkrafträder definiert. Durch Initiative des Bundesgesetzgebers werden Pedelecs mit oder ohne Anfahr- oder Schiebehilfe bis 6 km/h, die durch Muskelkraft angetrieben werden und mit einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit einer Nenndauerleistung von höchstens 0,25 kW ausgestattet sind, dessen Unterstützung sich mit zunehmender Fahrzeuggeschwindigkeit progressiv verringert und bei Erreichen einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h oder früher, wenn der Fahrer im Treten einhält, zum 01.07.2013 als Fahrräder angesehen. Zweiräder mit anderen technischen Merkmalen sind weiterhin Krafträder. Auf dem 50. Deutschen Verkehrsgesichtstages 2012 wurde bereits gefordert, Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelecs bzw. E-Bikes statistisch gesondert zu erfassen und wissenschaftlich zu untersuchen. Während zwei Forschungsvorhaben bereits realisiert sind, werden Beteiligungen von Elektrofahrrädern an Verkehrsunfällen in nur vier Bundesländern statistisch erfasst. Nur in diesen Ländern liegt ein Verkehrsunfalllage-bild als planerische Grundlage für weitere Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit vor. Die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von E-Bikes und Pedelecs sind in der Gesamtschau der polizeilich bekannt gewordenen Unfallzahlen marginal. Die durch Pedelec- resp. E-Bike-Fahrerinnen und Fahrer verursachten Verkehrsunfälle geben Anlass zur Besorgnis, sie schwanken in den untersuchten Bundesländern zwischen 36 und 67 Prozent.

    Forscher

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Kern, Joachim (2018), Alkohol und Drogen im Straßenverkehr, Deutsches Polizeiblatt (DPolBl)
  • Huppertz, Bernd/Kern, Joachim (2018), Elektrofahrräder - Fortschreibung eines Forschungsprojekts der FHöV NRW, Zeitschrift für Schadensrecht (ZfS), 249 ff.
  • Kern, Joachim (2016) Verkehrsunfallentwicklung bei E-Bikes und Pedelecs , Deutsches Polizeiblatt (DPolBl)
  • Kern, Joachim Huppertz, Bernd (2016) Elektrofahrräder - Forschungsprojekt der FHöV NRW , Zeitschrift für Schadensrecht ZfS
  • Kern, Joachim Huppertz, Bernd (2014) Elektrofahrräder , Zeitschrift für Verkehrssicherheit, 2014, 44
  • Kern, Joachim (2002) Rechtsextremismus und Versammlungsrecht , Die Polizei, 2002, 217

(Rechts-) Gutachten


  • Kern, Joachim Huppertz, Bernd (2016) Brennstofffreie Mobilität , Projekt "Nachhaltige Forschung an Fachhochschulen in NRW", Zentrum für Forschungskommunikation FH Köln (Hrg.)
  • Kern, Joachim (2011) Verkehrsunfallprävention - Crash Kurs NRW für die Studierenden an der FHöV NRW , Streife 2011, 43