Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

KD'in Ines Zeitner
FHöV NRW - Profil

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Polizeiwissenschaften

Fächer
  • Berufsrollenreflexion
  • Kriminalistik
  • Kriminaltechnik
  • Kriminologie

Forschung

Projekte

  • Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder 2.0) (01.03.2019-01.09.2024 )

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation 2.0 (Umfelder 2.0; 2019-2024) – Fortsetzung und Erweiterung der Studie Umfelder (2012-2017) Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV NRW in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund dieser Entwicklung sind einerseits die veränderte Bevölkerungsstruktur des Einwanderungslandes Bundesrepublik Deutschland...

    Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 03.04.2019 07:1
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder 2.0)

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 01.09.2024
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation 2.0 (Umfelder 2.0; 2019-2024) – Fortsetzung und Erweiterung der Studie Umfelder (2012-2017)

    Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV NRW in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund dieser Entwicklung sind einerseits die veränderte Bevölkerungsstruktur des Einwanderungslandes Bundesrepublik Deutschland und andererseits die daraus resultierenden spezifischen Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten. Diese betreffen alle Kernbereiche des Polizierens wie die Verkehrssicherheitsarbeit, die Gefahrenabwehr und die Kriminalitätsbekämpfung.

    Dabei müssen sich Polizistinnen und Polizisten als Repräsentanten staatlicher Autorität auch aufgrund von Vorfällen in jüngster Vergangenheit häufig mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sich fremdenfeindlich bzw. rassistisch zu verhalten und z.B. ihr Verhalten bei Kontrollen von Vorurteilen gegenüber Nichtdeutschen bestimmen zu lassen (Blom, 2004; Franzke, 1995).

    Die Polizei als Organisation reagiert auf diese Vorwürfe unter anderem durch Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung, aber auch durch die Anwerbung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund für den Polizeivollzugsdienst (Franzke, 1999; Murck & Werdes, 1996).

    Die Fachhochschule als eine der zentralen Instanzen polizeilicher Sozialisation hält im Studienverlauf verschiedene Pflichtmodule vor, die auf die Förderung interkultureller Kommunikationsfähigkeit und interkultureller Kompetenz abzielen. Unter anderem sind das die Pflichtmodule „Interkulturelle Kompetenz“, „Training sozialer Kompetenz“ und „Berufsrollenreflexion“. Aber auch in den sozialwissenschaftlichen Fächern sowie im Fach Ethik werden diese Themen fokussiert. Darüber hinaus findet eine Sensibilisierung für die Thematik in den polizeiwissenschaftlichen Fächern wie z.B. Einsatzlehre und den Rechtsfächern statt.

    Das Forschungsvorhaben Umfelder (2012-2017) ging den Fragen nach, ob und in welchem Ausmaß xenophile/xenophobe Einstellungen und Haltungen zu Beginn des Studiums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. Die Ergebnisse dieser Studie wurden 2018 veröffentlicht (E. Krott, N. Krott, & Zeitner 2018) und stießen auf erhebliches Interesse innerhalb der FHöV NRW, der Polizei und auch der Politik.

    Es kam der Wunsch auf, diese Studie fortzusetzen, um die Stabilität der festgestellten positiven Effekte über einen längeren Zeitraum zu prüfen. Des Weiteren sollten auch mögliche Auswirkungen der im Rahmen der Reform 2016 im Studiengang Polizei NRW noch weiter gestärkten persönlichen und sozialen Kompetenzen in den Blick genommen werden. So wurden unter anderem aufgrund von Evaluationsergebnissen das Modul Berufsrollenreflexion verändert (Schophaus, 2015) und der Tag der Menschenrechte eingeführt (Zeitner, 2017). Die Auswirkungen dieser Maßnahmen konnten mit der ersten Umfelder-Studie (2012-2017) nicht erfasst werden.

    Am 01.03.2019 startete nun die Studie Umfelder 2.0. Hier soll nun insbesondere. eine der Befragungen ca. 18 Monate nach dem Ende des Studiums und damit nach deutlich längerer Praxiszeit als bei der ersten Umfelder-Studie durchgeführt werden. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich eine längere Berufspraxis auf die Einstellungen und Haltungen der jungen Polizistinnen und Polizisten gegenüber Fremdheit auswirkt. Die Studie wird vorrausichtlich 2024 abgeschlossen.

    Kooperationspartner sind:

    Dr. Nora Rebekka Krott, Institut für interdisziplinäre Konflikt-und Gewaltforschung (IKG), Universität Bielefeld, nora.krott@uni-bielefeld.de

    Prof. Dr. Eberhard Krott, eberhard.krott@fhoev.nrw.de

    KDin Ines Zeitner, ines.zeitner@fhoev.nrw.de

     

     

     

    Forscher/innen
  • Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder) (01.09.2012-31.03.2017 )

    Gegenstand der Untersuchung sind Einstellungen und Haltungen junger Polizistinnen und Polizisten zu Nichtdeutschen und Personen mit Migrationshintergrund. Das projektierte Forschungsvorhaben geht den Fragen nach, ob und in welchem Ausmaß xenophile/xenophobe Einstellungen und Haltungen zu Beginn des Studiums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. Das Forschungsprojekt ist als Langzeitstudie angelegt.

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder)

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.03.2017
    Sonderprojekte abgeschlossen

    Gegenstand der Untersuchung sind Einstellungen und Haltungen junger Polizistinnen und Polizisten zu Nichtdeutschen und Personen mit Migrationshintergrund. Das projektierte Forschungsvorhaben geht den Fragen nach, ob und in welchem Ausmaß xenophile/xenophobe Einstellungen und Haltungen zu Beginn des Studiums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. Das Forschungsprojekt ist als Langzeitstudie angelegt.

    Forscher/innen

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Krott, E., Krott, N. & Zeitner, I. (2019). Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (UMFELDER). Die Polizei, 110 (5), 129-139.

    In den letzten Jahren haben sich in der Bundesrepublik Deutschland die Zahlen von Menschen mit Migrationshintergrund erhöht und somit auch die damit verbundenen Anforderungen an den Polizeidienst. Die Förderung interkultureller Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit hat im dualen Bachelorstudiengang des Polizeivollzugsdienstes zunehmend an Bedeutung gewonnen. Die vorliegende Studie geht der Frage nach, ob und in welchem Ausmaß fremdenfreundliche oder -feindliche Einstellungen zu Beginn des Studiums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. In einem Zeitrahmen von vier Jahren wurden explizite Einstellungen zu Beginn des Studiums, am Ende des fachwissenschaftlichen Grundstudiums, nach dem Praxismodul des Hauptstudiums und nach dem ersten Berufsjahr erhoben. Im Verlauf des dreijährigen Studiums kam es zu einer signifikanten Abnahme von Fremdenfeindlichkeit. Im Verlauf des ersten Praxisjahres kam es sodann zu einem leichten Anstieg von Fremdenfeindlichkeit. Über die vier Jahre hinweg konnte eine Entwicklung hin zu weniger Fremdenfeindlichkeit beobachtet werden. Die Ergebnisse können als Hinweis auf die Wirksamkeit der im Studiengang Polizeivollzugsdienst angebotenen Maßnahmen verstanden werden. Gleichzeitig verweisen die Ergebnisse auch auf die Notwendigkeit, entsprechende Angebote im Rahmen von Fort-und Weiterbildung nach Beendigung des Studiums vorzuhalten und eine obligate Teilnahme an solchen Maßnahmen festzuschreiben.

  • Krott, E., Krott, N. & Zeitner, I. (2018). Xenophobic attitudes in German police officers: A longitudinal investigation from professional education to practice. International Journal of Police Science & Management. DOI: 10.1177/1461355718788373

    Krott, E., Krott, N. & Zeitner, I. (2018). Xenophobic attitudes in German police officers: A longitudinal investigation from professional education to practice. International Journal of Police Science & Management. DOI: 10.1177/1461355718788373 Abstract: In recent years, the proportion of the population with a migrant background has increased in the Federal Republic of Germany. We investigated whether young German police officers hold xenophobic attitudes at the beginning of their bachelor studies and how intercultural competence and communication training modules affect the development of those attitudes. In a 4-year longitudinal study, we assessed police officers’ xenophobic attitudes at the beginning of the first academic year, after basic study (year 1), after main study (year 2), and within the first year of professional practice (year 4). There was a significant decrease in xenophobic attitudes within the 3 years of professional education, followed by a slight increase within the first year of professional practice. Throughout the 4-year period, xenophobic attitudes decreased significantly, pointing to the effectiveness of the training modules integrated into the bachelor program and to the necessity to continue intercultural training within police departments

  • Zeitner, I. (2017). Beweisführung im Ermittlungsverfahren - Der Personalbeweis und mögliche Beweisverbote. PSP 1/2017. S. 43-48.
  • Zeitner, I. (2014). Klausur Kriminalistik/Kriminaltechnik im Grundstudium (GS 5). PSP 3/2014. S. 31-36.
  • Zeitner, I. (2013). Internetkriminalität - eine polizeiliche Herausforderung. PSP 1/2013. S. 20-24.
  • Zeitner, I. & Krott, E. (2013). Einstellung junger Polizisten zu Fremden. Veränderungen durch Studium und Praxis? fh 21 - aktuelle Nachrichten aus der Fachhochschulforschung. 2. S. 1.
  • Zeitner, I. (2013). Klausur Kriminalistik/Kriminaltechnik im Hauptstudium 1 (HS 1). PSP 1/2013. S. 41-49.
  • Zeitner, I. (2011). Projekt "Kurve kriegen" - die nordrhein-westfälische Polizei geht neue Wege in der Bekämpfung der Jugendkriminalität. PSP 1/2011. S. 88-90.

Buchbeiträge


  • Zeitner, I. (2017). Persönliche und soziale Kompetenzen im Fokus. In: Zeitner, J. & Frings, C. (Hrsg.). Zukunftsfähige Polizeiausbildung - Entwicklungen im Bachelorstudiengang der Polizei NRW (S. 119-129). Frankfurt: Verlag für Polizeiwissenschaft.
  • Zeitner, I. (2017). Lösungsorientierte Beratung an der FHöV NRW im Studiengang Polizeivollzugsdienst. In: Freitag, M. & Schophaus, M. Reflexive Polizei - Vermittlung v. Reflexionskompetenz im Hochschulstudium (S. 87-98). F.: Verlag für Polizeiwissenschaft

Bücher/Herausgeberschaften


  • Zeitner, I. & Clages, H. (2016) Kriminologie - Für Studium und Praxis. Hilden: VPD