Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Prof. Dr. Jonas Grutzpalk
FHöV NRW - Profil

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Sozialwissenschaften

Fächer
  • Politikwissenschaft
  • Soziologie

Forschung

Projekte

  • Interkulturelle Kompetenz für die Polizei (01.09.2017-31.08.2018 )

    Seit Beginn der 2000er Jahre bemüht man sich bei den Polizeien (mit unterschiedlicher Intensität) um passende Fort- und Ausbildungsformate für interkulturelle Kompetenzen. Häufig wird dabei die mittlerweile sprichwörtliche Definition über interkulturelle Kompetenz von Darla Deardorff benutzt: „Interkulturelle Kompetenz beschreibt die Kompetenz, auf Grundlage bestimmter Haltungen und Einstellungen sowie besonderer Handlungs- und Reflexionsfähigkeiten in interkulturellen Situationen effektiv...

    Erstellt am: 25.05.2018 08:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 10:1
    Interkulturelle Kompetenz für die Polizei

    Projektzeitraum: 01.09.2017 - 31.08.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend, Studienjahr 2017/2018

    Seit Beginn der 2000er Jahre bemüht man sich bei den Polizeien (mit unterschiedlicher Intensität) um passende Fort- und Ausbildungsformate für interkulturelle Kompetenzen. Häufig wird dabei die mittlerweile sprichwörtliche Definition über interkulturelle Kompetenz von Darla Deardorff benutzt:

     

    „Interkulturelle Kompetenz beschreibt die Kompetenz, auf Grundlage bestimmter Haltungen und Einstellungen sowie besonderer Handlungs- und Reflexionsfähigkeiten in interkulturellen Situationen effektiv und angemessen zu regieren.“

     

    Abgesehen davon, dass diese Definition zur Tautologie neigt, weil sie die interkulturelle Kompetenz anhand „interkultureller Situationen“ definiert stellen sich weitere entscheidende Fragen, z.B.: Über welche Fertigkeiten verfügt man, wenn man interkulturell kompetent ist? Was hat man gelernt, wenn man ein interkulturelles Training durchlaufen hat? Wie verändert sich durch interkulturelle Kompetenz das Verhältnis der Polizei zum Bürger?

     

    Bei genauerer Betrachtung bleiben viele dieser Fragen nur teilweise beantwortbar. Dabei wirft schon die Definition des „Kultur“-Begriffes Zweifel darüber auf, ob man sich überhaupt zum Zwecke einer Aus- und Fortbildung auf gemeinsame Begriffe einigen kann. Mit welchem Kulturbegriff die Fort- und Ausbildung interkultureller Kompetenzen bei der Polizei arbeitet bleibt häufig unsicher. Riskant ist dabei, dass einer Ethnisierung des Kulturbegriffes nicht genügend konzeptioneller Widerstand entgegensteht und es dadurch zu Verhärtungen von Vorurteilen kommen kann, wo doch deren Überwindung trainiert werden sollte.

     

    Das Themenheft bringt die am Thema „interkulturelle Kompetenz für die Polizei“ beteiligten Gruppen zumindest virtuell zusammen und lässt sie debattieren: Was wünschen sich betroffene Gruppen von einer interkulturell kompetenten Polizei, was wünscht sich die polizeiliche Führung, was die Ausbilder und was die Politik? Oder auch: Warum überhaupt braucht die Polizei besondere soziale und kommunikative Kompetenzen, die man „interkulturell“ nennt? Und was soll „Kultur“ dabei genau bedeuten?

     

    Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Bereichen (Politik, Polizei, ethnische Communities, Lehre) wurden um kurze Statements gebeten. Das Themenheft trägt diese Aussagen zusammen. Das Heft ist das erste einer Reihe unter dem Titel „Polizei.Wissen. Themen polizeilicher Bildung“. Hefte zum Thema „Ethik“, „Führung“ und „Ultras“ sind in Vorbereitung.

    Forscher
  • Wann das Wir beginnt (01.09.2015-31.08.2017 )

    Die Zugehörigkeit zur In-Group Polizei ist ein natürlicher gruppendynamischer Prozess, welcher sicher auch in anderen Organisationen erfolgt. Es stellt sich dennoch die Frage, ob der subjektive Eindruck, dass dies in der Polizei deutlich ausgeprägter ist, tatsächlich zutrifft. Wird Cop Culture schon entwickelt, bevor die Anwärter überhaupt Kontakt mit der Organisation Polizei bekommen? Woher stammen die Vorstellungen zu Polizei und des beruflichen Habitus?

    Wann das Wir beginnt

    Projektzeitraum: 01.09.2015 - 31.08.2017
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) bewilligt

    Die Zugehörigkeit zur In-Group Polizei ist ein natürlicher gruppendynamischer Prozess, welcher sicher auch in anderen Organisationen erfolgt. Es stellt sich dennoch die Frage, ob der subjektive Eindruck, dass dies in der Polizei deutlich ausgeprägter ist, tatsächlich zutrifft. Wird Cop Culture schon entwickelt, bevor die Anwärter überhaupt Kontakt mit der Organisation Polizei bekommen? Woher stammen die Vorstellungen zu Polizei und des beruflichen Habitus?

    Forscher
  • Wissenschaftsmanagement in Polizeibehörden (01.09.2014-31.08.2016 )

    Die Erforschung des Wissensmanagement in Sicherheitsbehörden mit Hilfe der Akteurs-Netzwerk-Theorie (ANT).

    Wissenschaftsmanagement in Polizeibehörden

    Projektzeitraum: 01.09.2014 - 31.08.2016
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Die Erforschung des Wissensmanagement in Sicherheitsbehörden mit Hilfe der Akteurs-Netzwerk-Theorie (ANT).

    Forscher
  • Der demokratische Staat (01.09.2012-31.08.2013 )
    Der demokratische Staat

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.08.2013
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Forscher
  • Interkulturelle Trainings. Oder: Wie unterrichtet man Hybridität? (01.12.2011-30.11.2012 )

    Das Projekt ging explizit der Frage nach, die Chancen und die Risiken im Training interkultureller Kompetenz genauer zu verorten. Darüber hinaus wurden Praktiker daraufhin befragt, welchen Bedarf an IK-Trainings sie feststellen, wie diese Trainings durchgeführt werden und welche Ziele sie konkret verfolgen.

    Interkulturelle Trainings. Oder: Wie unterrichtet man Hybridität?

    Projektzeitraum: 01.12.2011 - 30.11.2012
    Einzelprojekt abgeschlossen

    Das Projekt ging explizit der Frage nach, die Chancen und die Risiken im Training interkultureller Kompetenz genauer zu verorten. Darüber hinaus wurden Praktiker daraufhin befragt, welchen Bedarf an IK-Trainings sie feststellen, wie diese Trainings durchgeführt werden und welche Ziele sie konkret verfolgen.

    Forscher

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Grutzpalk, Jonas (2016) Warum und zu welchem Ende imitieren wir? , In: Kooperation, Sozialität und Kultur: Michael Tomasellos Arbeiten in der soziologischen Diskussion
  • Grutzpalk, Jonas (2014) Symposium , In: Die Polizei (5); S. 141-147.
  • Grutzpalk, Jonas Pollich, Daniela Erdmann, Julia (2014) Symposium Wohnungseinbruch. Ein Tagungsbericht , Die Polizei 5/2014. S. 141-147
  • Grutzpalk, Jonas (2013) Auf dem rechten Auge blind, inkompetent oder einfach nur schlecht vernetzt? Zur Erforschung des Wissensmanagements in Sicherheitsbehehörden , In: Der Kriminalist. Fachzeitschrift des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Juni 2013;
  • Grutzpalk, Jonas (2012) Die Erste-Mai-Krawalle in Berlin-Kreuzberg. Efferveszenz im Gewaltkarneval? (mit Christian Pape) , In: Polizei&Wissenschaft; 1 (2012), S. 42-53.

Bücher/Herausgeberschaften


  • Grutzpalk, Jonas (2016) Polizeiliches Wissen. ,
  • Grutzpalk, Jonas (2015) Mängelwesen auf dem Mount Improbable ,

Buchbeiträge


  • Grutzpalk, Jonas (2015) Polizei als Beruf: Berufswahl, berufliche Integration und Integration von Minderheiten in die Polizei , In: Polizei in Staat und Gesellschaft; Bernhard Frevel (Hrsg.)
  • Grutzpalk, Jonas (2015) 5000 Jahre Generalverdacht , https://www.janalbrecht.eu/fileadmin/material/Dokumente/JPA-Polizeikongress-Dokumentation.pdf
  • Grutzpalk, Jonas (2013) Chancen und Risiken des Trainings interkultureller Kompetenzen. Eine Studie in bunt , In: Going the Distance. Impulse für die interkulturelle qualitative Sozialforschung; Richard Bettmann und Michael Roslon (Hrsg.).; Wiesbaden
  • Grutzpalk, Jonas (2013) Network Centric Policing. Moderne Polizeiarbeit im Lichte der Akteurs-Netzwerk-Theorie (ANT) , In: Bernhard Frevel und Hermann Groß (Hrsg.): Empirische Polizeiforschung XV: Konzepte polizeilichen Handelns; Frankfurt 2013; S. 20
  • Grutzpalk, Jonas (2012) Eintrag in der Encyclopedia of Immigrant Health zum Begriff "Vendetta" , Encyclopedia of Immigrant Health; Sana Loue & Martha Sajatovic (Hrsg.); New York, Dordrecht, Heidelberg, London: Springer 2012; S. 1469-1470.
  • Grutzpalk, Jonas (2012) „Taten statt Worte“. Fünf Thesen zum kommunikationslosen Terrorismus des NSU , Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung 2011/2012; Armin Pfahl-Traughber (Hrsg.); Brühl 2012; S. 102-119.

Audiovisuelle Medien


  • Grutzpalk, Jonas (2013) Verfassungsschutzberichte als Quellengattung (Blog) , vsbalsquellengattung.blog.de/
  • Grutzpalk, Jonas (2013) Was ist Verfassungsschutz? Eine Analyse der Vorworte von Verfassungsschutzberichten 1976-2004 , https://grutzpalk.wordpress.com/2016/05/25/%e2%80%a2was-ist-verfassungsschutz-eine-analyse-der-vorworte-von-verfassungsschutzberich
  • Grutzpalk, Jonas (2013) Ist Schlumpfhausen ein Staat? , https://grutzpalk.wordpress.com/author/grutzpalk/
  • Grutzpalk, Jonas (2013) Metapher und Wirklichkeit: Von Eisbergen und Hufeisen , https://grutzpalk.wordpress.com/2016/05/25/metapher-und-wirklichkeit-von-eisbergen-und-hufeisen/
  • Frevel, Bernhard Grutzpalk, Jonas (2012) bpb-Dossier Innere Sicherheit (Fachredaktion) , http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/76632/innere-sicherheit