Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Prof.'in Dr. Gina Rosa Wollinger
FHöV NRW - Profil

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Polizeiwissenschaften

Fächer
  • Kriminologie
  • Soziologie

Forschung

Projekte

  • Cyberangriffe gegen Unternehmen (01.09.2018-31.08.2020 )

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Anders als große Unternehmen mangelt es dabei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der einen Seite oftmals am Bewusstsein für mögliche Gefahren...

    Erstellt am: 22.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 30.08.2018 09:1
    Cyberangriffe gegen Unternehmen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Anders als große Unternehmen mangelt es dabei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der einen Seite oftmals am Bewusstsein für mögliche Gefahren durch Cyberangriffe und auf der anderen Seite an Möglichkeiten, IT-Sicherheit effektiv im Unternehmen zu implementieren.

    Auf der Basis eines interdisziplinären Teams von Wissenschaftlern/innen aus den Bereichen der Informatik, Kriminologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften zielt das Vorhaben darauf ab, die Lage der IT-Sicherheit in Bezug auf Cyberangriffe in Deutschland umfassend zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und staatliche Behörden zu entwickeln. Dabei wird im Rahmen des Projektes eine repräsentative Befragung von 5.000 Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Im Fokus dieser Untersuchung steht die Frage danach, wie gut sich Unternehmen vor Cyberangriffen schützen und wie effektiv diese Bemühungen sind. Ferner wird untersucht, wie betroffene Unternehmen auf Angriffe reagieren und welche Rolle dabei staatlichen Behörden wie der Polizei und dem Verfassungsschutz zukommen. Des Weiteren soll in Form von Feldstudien analysiert werden, wie gut bestehende Handlungsempfehlungen von den jeweiligen IT-Beauftragten in Unternehmen umgesetzt werden können und wie diese bei Vorfällen vorgehen, um Angriffe richtig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

    Die Erkenntnisse aus den einzelnen Untersuchungen werden in einer zweiten Phase des Vorhabens genutzt, um Handlungsempfehlungen zu erstellen und auf unterschiedlichstem Weg kleinen und mittelständischen Unternehmen zugänglich zu machen. Unter anderem wird dabei eine Online-Plattform entwickelt, die es ermöglichen wird, dass Unternehmen eine erste Einschätzung der eigenen Gefährdung durch Cyberangriffe durchführen können und weiterführende Hilfe bekommen.

    Das Projekt wird geleitet durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und dem Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover in assoziierter Partnerschaft mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Forscher

Forschungsschwerpunkte

Wohnungseinbruchdiebstahl, Cybercrime, Viktimologie

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Bergmann, M. C., Dreißigacker, A., von Skarczinski, B. & Wollinger, G. R. (2018). Cyber-Dependent Crime Victimization: The Same Risk for Everyone? Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking, 21(2), 84-90. DOI: 10.1089/cyber.2016.0727.
  • Baier, D., Wollinger, G. R. & Dreißigacker, A. (2017). Wohnungseinbruchsforschung in Deutschland – Stand und Perspektiven. Bericht zu einem Expertenworkshop. Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 99(5), 385-391.
  • Wollinger, G. R. (2017). Wer will weg und wer geht? Einflussfaktoren auf Umzugswunsch und –verhalten von Opfern eines Wohnungseinbruchs. Soziale Probleme, 28(1), 127-147.
  • Wollinger, G. R., Dreißigacker, A. & Baier, D. (2017). Residential Burglary: Main Results of a Study in Germany. Sociology and Criminology, 5(1), 1-7.
  • Wollinger, G. R. & Jukschat, N. (2017). Foreign Burglars: Primary Results of an Interview Study with Arrested Offenders in Germany. International Journal of Criminology and Sociology 6, 226-233.
  • Dreißigacker, A. & Wollinger, G. R. (2017). Jugendliche und Heranwachsende: Eine besondere Gruppe unter den Tätern/innen des Wohnungseinbruchdiebstahls? Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, 28(2), 138-144.
  • Dreißigacker, A., Wollinger, G. R., König, A. & Bliesener, T. (2017). Wohnungseinbruchdiebstahl als Verbrechen – Was nützen die Neuregelungen zum Wohnungseinbruch? Neue Kriminalpolitik, 29(3), 321-333.
  • Wollinger, G. R., & Jukschat, N. (2017). Reisende und zugereiste Wohnungseinbrecher. Zentrale Ergebnisse einer Interviewstudie mit inhaftierten Tätern. Forum Kriminalprävention, (2), 22-28.
  • Wollinger, G.R. (2016). Choice behavior after burglary victimization: Moving, safety precaution, and passivity. European Journal of Criminology, 14(3), 329-343.
  • Wollinger, G.R. (2016). Choice behavior after burglary victimization: Moving, safety precaution, and passivity. European Journal of Criminology, 14(3), 329-343.
  • Wollinger, G. R. & Dreißigacker, A. (2016). Wohnungseinbruch: Tat und Folgen für die Betroffenen. s+s report, (2), 39-41.
  • Wollinger, G. R., Dreißigacker, A., Müller, J. & Baier, D. (2016). Herausforderungen der Strafverfolgung von Wohnungseinbrüchen aus Sicht der Praxis. Kriminalistik, 70(6), 384–390.
  • Wollinger, G. R. (2015). Wohnungseinbruch als traumatisches Ereignis. Ergebnisse einer Betroffenenbefragung zu Einflussfaktoren posttraumatischer Belastungssymptome. Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform, 98(4), 365-383.
  • Baier, D., Wollinger, G. R., Dreißigacker, A. & Bartsch, T. (2015). Erfahrungen von Betroffenen des Wohnungseinbruchs mit der Polizei. Kriminalistik, 69(3), 139-144.
  • Dreißigacker, A., Baier, D., Wollinger, G. R. & Bartsch, T. (2015). Die Täter des Wohnungseinbruchs: Sind es die "Osteuropäer", die "professionellen Banden" oder die "Drogenabhängigen"? Kriminalistik, 69(5), 307-311.
  • Dreißigacker, A., Wollinger, G. R., Bartsch, T. & Baier, D. (2015). Prävention von Wohnungseinbruch. Was schützt vor einem Einbruch und welche Konsequenzen ziehen Betroffene aus einer solchen Tat? Forum Kriminalprävention, (2), 58–64.
  • Wollinger, G. R., Dreißigacker, A., Bartsch, T. & Baier, D. (2014). Wohnungseinbruchdiebstahl - Ergebnisse einer Betroffenenbefragung. Forum Kriminalprävention, (4), 12-18.
  • Bartsch, T., Wollinger, G. R. & Baier, D. (2013). Viktimisierungserfahrungen von Gefangenen in der Sicherungsverwahrung. Forum Strafvollzug 62(4), 83-88.
  • Bartsch, T., Wollinger, G. R., Dreißigacker, A., Baier, D. & Pfeiffer, C. (2013). Wohnungseinbruchsdiebstahl – aktuelle Befunde und Skizze eines Forschungsvorhabens. Kriminalistik, 67(7), 473-477.
  • Wollinger, G. R. & Ullrich, P. (2011). Protest policing from a surveillance studies perspective. The case of video surveillance of demonstrations in Germany. Interface: a journal for and about social movements, 3(1), 12-38.

Bücher/Monographien


  • Wollinger, G. R., Querbach, M., Röhrig, A. & König, A. (2018). Täterstrukturen und Strafermittlungen im Bereich des organisierten Wohnungseinbruchdiebstahls. Ergebnisse einer Expertenbefragung. KFN-Forschungsbericht Nr. 141. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
  • Wollinger, G. R. & Jukschat, N. (2017). Reisende und zugereiste Täter des Wohnungseinbruchs. Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit verurteilten Tätern. KFN-Forschungsbericht Nr. 133. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
  • Dreißigacker, A., Wollinger, G. R., Blauert, K., Schmitt, A., Bartsch, T. & Baier, D. (2016). Wohnungseinbruch: Polizeiliche Ermittlungspraxis und justizielle Entscheidungen im Erkenntnisverfahren: Ergebnisse einer Aktenanalyse in fünf Großstädten. KFN-Forschungsbericht Nr. 130. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
  • Wollinger, G. R., Dreißigacker, A., Blauert, K., Bartsch, T. & Baier, D. (2014). Wohnungseinbruch: Tat und Folgen. Ergebnisse einer Betroffenenbefragung in fünf Großstädten. KFN-Forschungsbericht Nr. 124. Hannover: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
  • Wollinger, G. R. (2011). Gesellschaft ordnen. Formelle Sozialkontrolle und die Entwicklung des Versammlungsrechts in Deutschland. Marburg: Tectum.

Buchbeiträge


  • Dreißigacker, A., Wollinger, G. R., Bartsch, T. & Baier, D. (2018). Möglichkeiten zur Prävention im Bereich Wohnungseinbruchdiebstahl. In Nationales Zentrum Kriminalprävention (Hrsg.), Handbuch evidenzorientierte Praxis in der Deutschen Kriminalprävention. Wiesbaden: VS Verlag.
  • Dreißigacker, A. & Wollinger, G. R. (2018): Die Verletzung der „dritten Haut“. Architektur und Kriminalität am Beispiel des Wohnungseinbruchs. In S. Ammon, C. Baumberger, C. Neubert & C. Petrow (Hrsg.), Architektur in Gebrauch. Gebaute Umwelt als Lebenswelt (S. 256-267). Berlin: Universitätsverlag der TU Berlin.
  • Dreißigacker, A., Wollinger, G. R., Baier, D. & Bartsch, T. (2017). Phänomen Wohnungseinbruch. Ansätze zur Prävention auf Basis einer multiperspektivischen Studie. In E. Marks & W. Steffen (Hrsg), Prävention und Freiheit. Zur Notwendigkeit eines Ethik-Diskurses. Ausgewählte Beiträge des 21. Deutschen Präventionstages 2016 (S. 271-283). Mönchengladbach: Forum Verlag Godesberg.
  • Wollinger, G. R.; Dreißigacker, A. & Baier, D. (2016). Phänomen Wohnungseinbruch: Ergebnisse einer Studie in fünf Großstädten. In F. Neubacher & N. Bögelein (Hrsg.), Krise – Kriminalität – Kriminologie (S. 393-404). Mönchengladbach: Forum Verlag Godesberg.
  • Hellmann, D. F., Dinkelborg, L. M., Wollinger, G. R. & Fernau, S. (2014). Charakteristika sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche: Zentrale Ergebnisse einer quantitativen Befragung von Betroffenen. In S. Fernau & D. F. Hellmann (Hrsg.), Sexueller Missbrauch Minderjähriger durch katholische Geistliche in Deutschland (S. 95-152). Baden-Baden: Nomos.
  • Wollinger, G. R., Dinkelborg, L. M. & Baier, D. (2014). Reaktionen auf das Offenbarungsverhalten Betroffener sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche. In S. Fernau & D. F. Hellmann (Hrsg.), Sexueller Missbrauch Minderjähriger durch katholische Geistliche in Deutschland (S. 237-267). Baden-Baden: Nomos.
  • Wollinger, G. R., Rentel-Wollinger, P. (2012). Dresden im Februar. Ein Lackmustest für die Demokratie in Sachsen. In Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen (Hrsg.), „Sachsens Demokratie“? Demokratische Kultur und Erinnerung, Medienlandschaft und Überwachungspolitik in Sachsen (S. 76-83). Dresden: Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen.
  • Wollinger, G. R. & Ullrich, P. (2011). Videoüberwachung von Versammlungen und Demonstrationen. Blick auf ein verwaistes Forschungsfeld. In N. Zurawski (Hrsg.), Überwachungspraxen (S. 138-156). Opladen: Budrich.