Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Prof.'in Dr. Frauke Annegret Kurbacher
FHöV NRW - Profil

Kurbacher, Frauke Annegret

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
-

Fächer
  • Ethik

Forschung

Projekte

  • Studien zu Rechtsextremismus und Polizei unter besonderer Berücksichtigung des NSU-Falles (01.09.2019-31.08.2020 )

    Die Problemlagen des Rechtsextremismus im Zusammenhang mit den NSU-Skandal sind offenkundig, ihre Erforschungen, mögliche Präventionen oder sogar Behebungen sind jedoch komplex. Die Aktualität rechter Gewalt bricht nicht nur immer wieder im Zuge von Migration auf, sondern hat gerade im Umfeld des NSU-Falles eine bedenkliche Kontinuität bezeugt und zuletzt sogar mit den Angriffen gegen eine Rechtsanwältin der Nebenkläger und ihre Tochter eine beunruhigende offenkundige Verbindung zu fünf Beamten...

    Erstellt am: 14.11.2019 11:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Studien zu Rechtsextremismus und Polizei unter besonderer Berücksichtigung des NSU-Falles

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Institut für Geschichte und Ethik (IGE) aktuell laufend

    Die Problemlagen des Rechtsextremismus im Zusammenhang mit den NSU-Skandal sind offenkundig, ihre Erforschungen, mögliche Präventionen oder sogar Behebungen sind jedoch komplex. Die Aktualität rechter Gewalt bricht nicht nur immer wieder im Zuge von Migration auf, sondern hat gerade im Umfeld des NSU-Falles eine bedenkliche Kontinuität bezeugt und zuletzt sogar mit den Angriffen gegen eine Rechtsanwältin der Nebenkläger und ihre Tochter eine beunruhigende offenkundige Verbindung zu fünf Beamten der hessischen Polizei offenbart. Die Situation wird durch die Popularität rechter Parteien hierzulande und in Europa und ihren Populismus insofern weiter verschärft, als unmenschliche Positionen wieder im gesellschaftlichen Diskurs hoffähig gemacht werden. Umso mehr gilt es, Gründe und Wege rechter Gewalt zu erforschen und zu differenzieren, um eine Sensibilisierung innerhalb der Institution Polizei zu erwirken und damit auch die Prävention gegen rechte Gewalt innerhalb der eigenen Reihen, aber natürlich auch für die Gesellschaft zu befördern.

    Dieses Forschungsprojekt, dem bereits gemeinsame Forschungen vorausgehen, sieht zum einen – für den theoretischen Ertrag – einen gemeinsamen Aufsatz zur Thematik vor, der insbesondere die ethischen und einsatztaktischen Überlegungen und Problemstellungen miteinander verknüpft und bedenkt, und für den praktischen Teil einen Studientag. Am Studientag gibt es Impuls-Vorträge ausgewählter Fachkräfte und Forscher sowie Workshops für die Studierenden. Die Studierenden sollen ebenfalls in die Lage versetzt werden, ihre Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

    Dieses Format ist für einen ganzen Einstellungsjahrgang geplant. Aus dem Studientag könnte sowohl eine Fachtagung als Fortführung entstehen als auch ein (vielleicht sogar bundesweiter) Aktionstag der FHöV NRW in Zusammenarbeit mit der Polizei gegen rechte Gewalt.

    Ziele der beiden oben zunächst anvisierten Projektteile sind neben der genannten Sensibilisierung für rechte Gewalt und Rechtsextremismus, ihrer fachlichen Differenzierung als Basis für konkrete Präventionsarbeit, auch eine Beförderung einer kritischen Fehlerkultur innerhalb der Polizei.

    Wesentliche Fragestellungen:

    Welche ethischen, organisationssoziologischen und einsatztaktischen Problematiken liegen dem NSU-Skandal zugrunde?

    Welche Folgen für die polizeiliche Aus- und Fortbildung wirft der NSU-Skandal auf?

    Ist Hasskriminalität in Form rechter Gewalt ein Problem, das die Polizei in der Ausbildung und dem täglichen Dienst unterschätzt?

    Forscher/innen

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • "Zwischen 'Verwurzelung' und 'Bodenlosigkeit'. Gedanken zu einer Philosophie der Migration". In dem Aufsatz wird Migration als 'conditio humana' bedacht und der Versuch unternommen, auf dieser Basis nach vorne schauend sowohl eine 'Philosophie der Migration' zu entwickeln, als auch rückblickend Philosophie als eine 'Philosophie der Migration' zu begreifen, allzumal die Freiheit des Denkens - in der Vergangenheit und leider auch noch gegenwärtig - nicht selten Emigration nach sich zieht.

    Anhand der philosophischen Ansätze und Positionen von Immanuel Kant, Simone Weil, Hannah Arendt und Vilém Flusser wird Migration als eine 'conditio humana' deutlich und der Versuch unternommen, auf dieser Basis eine 'Philosophie der Migration' zu entwickeln, die bedenkt, daß unter diesem Blickwinkel auch weite Teile der klassischen abendländischen Philosophie als 'Philosophie der Migration' erscheinen und die zugleich ein neues Verständnis des Kosmopoliten aufscheinen läßt.

Bücher/Monographien


  • "Zwischen Personen. Eine Philosophie der Haltung." Menschliches Leben vollzieht sich in Haltungen, in denen wir - zumindest fragmentarisch - Welt, Andere, Fremdes und uns selbst begreifen. In dem Buch wird erstmals versucht, Haltung in solch einem umfassenden und strukturellem Sinn, als philosophischen Grundbegriff zu erschließen und das Phänomen vielfältig zu reflektieren.

    Weit über ein bloß ethisches Verständnis hinaus, erschließen wir in Haltungen Welt, Andere, Anderes, Fremdes und uns selbst. In dem Buch wird versucht, Haltung in dieser grundlegenden und existentiellen Auffassung darzulegen und kritisch als eine Grundlage für eine dringend benötigte Philosophie der Interpersonalität zu reflektieren.

Bücher/Herausgeberschaften


  • "Was ist Haltung?" Der Sammelband umfaßt interdisziplinäre Beiträge zur Haltungsforschung.

    Sammelband einer gleichnamigen Tagung an der Freien Universität Berlin