Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Prof.'in Dr. Dorothee Dienstbühl
FHöV NRW - Profil

Dienstbühl, Dorothee

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Polizeiwissenschaften

Fächer
  • Kriminologie
  • Soziologie

Forschung

Projekte

  • Gewalt und Extremismus an Schulen (01.09.2018-31.08.2019 )

    Gewalt und Kriminalität an Schulen ist ein besonders sensibler Problembereich. Nicht nur herausragende Gewaltphänomene, wie die Amokläufe (sog. School-Shootings) in Erfurt', Emsdetten2 und Winnenden' offenbaren das grausame Gewaltpotential an Schulen als Orte des Lernens und Miteinanders. Die Tötung eines 14-jährigen Schülers durch seinen 15-jährigen Mitschüler, der als aggressiv und „unbeschulbar" galt, schockierte die Öffentlichkeit zum Jahresbeginn 2018.4 Doch auch Medienberichte von...

    Erstellt am: 11.01.2019 10:0 Zuletzt bearbeitet am: 11.01.2019 10:0
    Gewalt und Extremismus an Schulen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Auftragsforschung Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Gewalt und Kriminalität an Schulen ist ein besonders sensibler Problembereich. Nicht nur herausragende Gewaltphänomene, wie die Amokläufe (sog. School-Shootings) in Erfurt', Emsdetten2 und Winnenden' offenbaren das grausame Gewaltpotential an Schulen als Orte des Lernens und Miteinanders. Die Tötung eines 14-jährigen Schülers durch seinen 15-jährigen Mitschüler, der als aggressiv und „unbeschulbar" galt, schockierte die Öffentlichkeit zum Jahresbeginn 2018.4 Doch auch Medienberichte von gewalttätigem Mobbing, Antisemitismus und extremistischen Einstellungen an deutschen Schulen, werden zu Problemen. Gewalt an Schulen, zum Teil mit Messern und anderen
    gefährlichen Gegenständen i.S. des Strafrechts ausgetragen, scheint eine Konjunktur zu besitzen, die Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen verunsichert und Angst verursacht. Daneben zeigt sich, dass Rekrutierungsbemühungen von politischen und / oder religiösen Extremisten jeglicher Couleur in die Schulen reichen. Junge Menschen, die sich vor den Augen der Lehrer radikalisieren und nicht mehr erreichbar sind, stellen die Schulen vor Problemen, die nicht einfach durch Hinzuziehen der Polizei geklärt werden können; insbesondere dann nicht, wenn diese Schüler zwar ihre extremistischen Haltungen deutlich machen, dabei jedoch geltendes Recht nicht verletzen oder in einem Maße, das kaum justiziabel genug wäre. 

    Das Forschungsvorhaben geht zunächst der Frage nach, welche Gewaltphänomene den Schulalltag in NRW aktuell beeinträchtigen. In der damit verbundenen Erhebung soll, überdie Angaben der PKS ­NRW, die die Tatörtlichkeit von Schulen miterfasst, auf Qualität,Intensität und Entwicklung von Gewalttätigkeit, aber auch extremistischen Tendenzen hin untersucht werden. Nachfolgend möchten
    die Antragsteller auf Basis von Erfahrungen in Bedrohungsmanagement und diversen Schulungen und Expertisen für Schulen Maßnahmenkonzepte entwickeln. Dabei sollen Akteure sowohl in, als auch außerhalb von Schulen (z.Ei.in Bezirksregierung, Polizei etc.) entsprechende Zuständigkeiten/ Kompetenzen wahrnehmen, um ein wirksames Bedrohungsmanagement mit notwendigen Handunlungsabläufen implementieren zu können. Im letzten Schritt sollen diese Maßnahmen über ein Schuljahr inweg beobachet und sowohl durch die Antragssteller, als auch durch die beteiligten institutionellen Akteure evaluiert werden. Zur Realisierung und Eingrenzung des Forschungsvorhabens wird mit der Bezirksregierung Münser kooperiert, um unterschiedliche Schulformen einerseits, aber zunächst einen beschränkten Untersuchungsradius andererseits gewährleisten zu können.

    Forscher

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Dienstbühl, Dorothee: Kampf gegen Windmühlen? Clankriminalität in Deutschland, in: Homeland Security 3/2018, S. 5 - 11.
  • Dienstbühl / Dorothee / Meyer, Almut: Vergewaltigung. Opfer ohne Lobby, in: Deutsche Polizei 12/2017, S. 4 – 9.
  • Dienstbühl, Dorothee: Terror oder Mafia? , 1/2016, S. 39 – 46.
  • Dienstbühl, Dorothee: Ultranationalismus, Rechtsextremismus und Islamismus: Die Grauen Wölfe in Deutschland , in: Die Kriminalpolizei 2/2016, S. 17-19.
  • Dienstbühl, Dorothee: Attraktivität von Outlaw Motorcycle Clubs auf extremistische Gruppen , Deutsches Polizeiblatt (DPolBl) 5/2015, S. 8 – 11
  • Dienstbühl, Dorothee: Radikalisierung per E-Learning , Kriminalistik 3/2015, S. 167–172
  • Dienstbühl, Dorothee: Extremismus als narzisstisches Kalkül, in: Science^2 Safety and Security 1/2015, S. 44-49.
  • Dienstbühl, Dorothee: Islamistischer Extremismus – Chancen zur Früher-kennung in sozialen Behörden, in: Forum Kriminalprävention 3/2015, S. 17 – 19.
  • Dienstbühl, Dorothee: Reality and the Mafia Myth , Global Security 2013, S. 26-31.

Buchbeiträge


  • Dienstbühl, Dorothee /Herrmann-Marschall, Siegrid (2017) Investigate Social Networks - Die Übertragung salafistischer Strukturen in sozialen Netzwerken auf örtliche Gegebenheiten und der Nutzen für die Sicherheitsbehörden, in: Rüdiger / Bayerl (Hrsg.): Digitale Polizeiarbeit. Herausforderungen und Chancen, Springer, Wiesbaden 2017

Bücher/Herausgeberschaften


  • Dienstbühl, Dorothee: Ehrgewalt in Deutschland, Ein fremdes Phänomen zwischen Generalverdacht und Verharmlosung, Polizei & Wissenschaft, Frankfurt am Main, 2015.