Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Tag zur Pflege
Fortbildung der Gleichstellung

Von Andrea Nagel 2. März 2018 Gleichstellung

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Am 19. April 2018 findet in der Zentralverwaltung der FHöV NRW eine Fortbildung der Gleichstellung und des Gesundheitsmanagements für alle Hochschulangehörigen statt.

19. April  2018
FHöV NRW | Zentralverwaltung,
Haidekamp 73, 45886 Gelsenkirchen

 

Bitte melden Sie sich per  E-Mail  für die Veranstaltung an.

Vortrag zum Thema „Pflegebedürftigkeit, was kommt auf mich zu?“

Referent: Norbert Kinzel

Norbert Kinzel nimmt sein Publikum mit auf eine Reise durch den Dschungel der Pflege, der Pflegeleistungen und der Pflegeversorgung. Dabei werden Informationen vermittelt, ab wann von einer Pflegebedürftigkeit auszugehen ist und ab welchem Zeitpunkt die unterschiedlichen Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch genommen werden können. Im Rahmen seiner Ausführungen geht er auch darauf ein, wie man bereits jetzt entscheidende Weichen für eine effektive Vorsorge im Falle einer Pflegebedürftigkeit stellen kann.
Norbert Kinzel legt sehr viel Wert auf den Dialog mit dem Publikum. Aus diesem Grund sind Fragen zu jeder Zeit willkommen.


Referent: Norbert Kinzel
Manager für soziale Einrichtungen, zertifizierter Pflegedienstleiter, examinierter Altenpfleger, zertifizierter Case Manager/Pflegeberater, Wohnberater, Dozent bei verschiedenen Bildungsträgern zu den Bereichen Pflege-, Kranken-, Wohn- und Altersfragen.

Vortrag zum Thema „Übertherapie am Lebensende"

Referent: Dr. Matthias Thöns

Ertrag und Gewinn bestimmen heute leider die Wirklichkeit vieler Kliniken. Opfer sind vor allem Sterbende, haben sie doch die schlimmsten Diagnosen und ist von ihnen kaum Widerspruch zu erwarten. Selbst Ärztekammern und Verbände kritisieren, „die Verwandlung der Krankenhäuser in betriebswirtschaftliche Unternehmen sei eine Fehlentwicklung historischen Ausmaßes“. So erhalten etwa Krebsbetroffene noch in den letzten Lebenswochen oft nutzlose Behandlungen. Die Chemotherapie verspricht hier die höchsten Gewinne. Teils mit „Lazaruseffekt“ beworben, schadet sie in den letzten Lebensmonaten mehr als sie nutzt. Die Hälfte der höchstpreisigen Medizin hat keinerlei belegten Nutzen und nur weniger als 3 % verbessern Lebenszeit und Lebensqualität, nach einer international angesehenen Arbeit.
Intensivmedizin - im häuslichen Bereich in den letzten Jahren um den Faktor 50 (!) gesteigert - „erzeugt chronisch kritisch Kranke“. Weniger als 5 % der länger Beatmeten finden zurück in ihr altes Leben. Doch es regt sich Widerstand: Krankenschwestern gehen auf die Straße, die Presse berichtet und erstmals wurde jetzt ein Arzt in Deutschland zu einem hohen Schmerzensgeld wegen Übertherapie bei einem Sterbenden verurteilt.


Referent: Dr. Matthias Thöns
Palliativarzt an der Basis und betreut mit seinem Team Sterbende zu Hause. Sein Spiegel-Bestseller „Patient ohne Verfügung“ prangert die beobachteten Probleme an. Trotz Kollegenkritik war sein Spiegel-Bestseller 2017 Leserliebling  und auf Platz 1 der Top 10 Social Media Liste. Er ist überzeugt, Übertherapie ist das Hauptproblem des Gesundheitswesens. Nur Öffentlichkeit hilft.


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