Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Professionell lehren an der FHöV NRW
Erfolgreicher Abschluss des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms

Von Maria Flück 3. April 2017 Weiterbildung internVeranstaltungen

Artikel teilen:

Zum zweiten Mal haben Lehrende der FHöV NRW das hochschuldidaktische Zertifikat „Professionell lehren an der FHöV NRW“ erworben. Neun Lehrende aus den beiden Fachbereichen Allgemeine Verwaltung/Rentenversicherung und Polizei haben sich in den vergangenen sechs Monaten mit einem eigenen innovativen (Lehr-)Projekt beschäftigt und konnten am 17. März 2017 durch die Vizepräsidentin, Prof.'in Dr. Iris Wiesner, das Zertifikat in Empfang nehmen. Das hochschuldidaktische Zertifikat bescheinigt den Absolventinnen und Absolventen eine Weiterbildung, die den Qualitätsstandards der hochschuldidaktischen Ausbildung entspricht und sich an den Standards der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik orientiert.

Die Zertifikatsübergabe war gleichzeitig die offizielle Abschlussveranstaltung, in der die Lehrenden ihre Projekte präsentierten. Prof.'in Dr. Iris Wiesner würdigte die Teilnahme am Zertifikatsprogramm und betonte ausdrücklich den Stellenwert der Lehre an der FHöV NRW. Sie griff ein Statement von Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, auf, das sie beim Kongress „Erfolgreich studieren – Was leistet gute Lehre?“ im Rahmen der DGHD-Tagung geäußert hatte: „Lehre ist eine institutionelle Aufgabe, wie die Forschung auch.“ Es sei bekannt, dass gute Lehre und Studienerfolg nicht nur in der individuellen Verantwortung der Lehrenden, sondern auch in einer institutionellen Verantwortung der Hochschulen liegen. Die Implementierung des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms ist daher ein wichtiger Baustein zur Qualitätssicherung in Lehre und Studium.

Die Abschlussarbeiten der Absolventinnen und Absolventen dokumentieren eine große Themenvielfalt und das breite Betätigungsfeld in der Lehre. Betreut wurden die Lehrenden von den hochschuldidaktischen Trainern Klaus Hellermann und Martin Mürmann sowie von Maria Flück, der Leiterin des Zentrums für Hochschuldidaktik, E-Learning und Medien der FHöV NRW.

Die Absolventinnen und Absolventen sowie die Themen im Einzelnen:

  • Prof. Dr. Thorsten Attendorn: E-Portfolio für die Juristische Methodik
  • Dr. Markus Borzymski: Wikis im Selbststudium
  • Bernd Brandhoff /Ulrike Waltenberg: Schreibkompetenz von Studierenden erhöhen
  • Georg Hennig: Rollenspiele effektiv gestalten
  • Dr. Christoph Riederer: Forschendes Lernen an der FHöV NRW am Beispiel der Polizeigeschichte: „Handlungsspielräume von Polizisten im Nationalsozialismus“
  • Prof. Dr. Michael Schmitz: „RatssitzungLive in Inspektoringen“ – Ein kommunalrechtliches Planspiel
  • Dietmar Schneider: Fächerübergreifendes Lernen durch strukturiertes Erarbeiten von rechtlichen Lösungsmustern anhand eines konkreten, komplexen polizeilichen Sachverhaltes
  • Norbert Wolf: Nachhaltiges Lernen im Bereich der Kriminalwissenschaft

Das Feedback der Absolventinnen und Absolventen ist insgesamt sehr positiv. Die Teilnahme am Zertifikatsprogramm „hat Spaß gemacht“ und die Lehrenden „persönlich weitergebracht“.
Nähere Informationen zu den einzelnen Projekten erfolgen im Mai-Newsletter. Der nächste Durchgang im Transfermodul wird am 17. Oktober 2017 an den Start gehen.