Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Online-Partizipation in Entscheidungsprozessen
Workshop zu kommunaler Online-Partizipation in Karlsruhe

V.l.n.r.: Prof. Dr. Stefan Marschall, Dr. Lars Heilsberger, Prof. Dr. Martin Mauve, Dr. Yasmine Kühl, Prof. Dr. Harald Hofmann, Prof. Dr. Baurmann und Dr. Tobias Escher.
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Von Harald Hofmann 15. November 2017 PolPaForschung und Transfer


Unter dem Titel "Online-Partizipation in Entscheidungsprozessen" fand im "Institut für Technikfolgenabschätzung" in Karlsruhe ein Workshop des "Strategienetzwerks Online-Partizipation" statt. Der Workshop wurde gemeinsam organisiert durch das NRW-Fortschrittskolleg "Online-Partizipation", das Karlsruher "Institut für Technologie" und das Düsseldorfer "Institut für Internet und Demokratie". Für die FHöV NRW wirkte hierbei die "Forschungsgruppe Politische Partizipation" (Prof.’in Dr. Katrin Möltgen-Sicking, Prof. Dr. Frank Bätge und Prof. Dr. Harald Hofmann) im Rahmen des NRW-Fortschrittskollegs "Online-Partizipation" mit.

Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Martin Mauve (vom NRW-Fortschrittskolleg "Online-Partizipation") referierte Prof. Dr. Michael Decker (vom Karlsruher Institut für Technologie) zum Thema "(Online-)Partizipation und Geltung der Partizipationsergebnisse". Anschließend stellte Dr. Albrecht (vom Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag) die Potenziale von Internet und digitalen Technologien für die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger dar. Sarah Ginski und Dr. Fee Thissen (von der RWTH Aachen) befassten sich mit den besonderen Problemen der Online- und Offline-Kommunikation unter Mitwirkung zahlreicher Akteure. Der Tag schloss mit Vorträgen und einer Diskussionsrunde zur Frage, ob Argumentationstechnologien die deliberative Qualität von Online-Diskussionen verbessern können - eingeführt und moderiert von Prof. Dr. André Bächtiger (Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Gregor Betz (Karlsruher Institut für Technologie).

Der zweite Tag war den Erfolgsfaktoren für Stakeholder-Beteiligung gewidmet. Nach einem Referat von Frank Ulmer (Dialogik gGmbH) zur Frage, welche digitalen Instrumente den Erfolg von Beteiligungsprozessen stärken können, erörterte das Plenum die wichtigsten Faktoren, die Einfluss auf den Erfolg der Verfahren haben. Anschließend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Leitung von Prof. Dr. Martin Mauve (vom NRW-Fortschrittskolleg "Online-Partizipation") weitere Schritte der Netzwerkentwicklung - über die bereits auf dem Initialworkshop im Oktober 2016 an der Humboldt-Universität Berlin getroffenen Beschlüsse hinaus - für zukünftige Kooperationen.