Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Land NRW startet Projekt
Förderung der Radfahrausbildung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder

Fahrradübergabe an die Jugendverkehrsschule Gruga
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Von Peter Schlanstein 22. Mai 2018 StudienorteMünsterProjekte


Ein auf Ebene des Landes NRW am 15.05.2018 in Essen gestartetes Projekt „Förderung der Radfahrausbildung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Kinder“ wird evtl. auch Leser des FHöV-Newsletters bzw. der Internetseite der FHöV NRW interessieren, zumal es einen engen FHöV-Studien- und Praxisbezug für den Fachbereich Polizei aufweist.

Erfreulicherweise sind Kinder auf den Straßen NRWs weitgehend sicher, sicherer auf jeden Fall als höhere Altersgruppen, jedoch noch immer gefährdet. Mit einer so genannten Häufigkeitszahl von rund 270 verunglückten Kindern je 100.000 Einwohner dieser Altersgruppe liegt NRW ziemlich genau im Bundesdurchschnitt. Allerdings steigen mit zunehmendem Alter und eigenständigerer Verkehrsteilnahme auch die Unfallgefahren.

So verunglückten im Grundschulalter (6 bis unter 10 Jahre) im letzten Jahr landesweit fast 1.900 Kinder, zum Glück die meisten (86 %) mit nur leichten Verletzungen. Dennoch ist dies gegenüber dem Vorjahr ein leichter Anstieg der Verletztenzahlen (knapp 5 %). Jeder vierte Verletzte dieser Altersgruppe war übrigens ein Radfahrer (24 %).

In der Altersgruppe der 10 bis unter 15-Jährigen verunglückten 2017 insgesamt über 3.400 Kinder, eine höhere Anzahl, vor allem wegen einer stärkeren aktiven Verkehrsbeteiligung. In diesem Alter (10 bis unter 15 Jahren) hat sich der Anteil der mit dem Fahrrad verunglückten Kinder – an allen Verunglückten dieser Gruppe – damit sogar verdoppelt (48 %). So ist hier schon jeder zweite Verunglückte ein Radfahrer. Deshalb ist es wichtig, dass Kinder auf die aktive Teilnahme am Straßenverkehr, besonders mit dem umweltfreundlichen und gewiss auch gesundheitsfördernden Fahrrad, gut vorbereitet sind.

Neben u. a. Herrn Minister Hendrik Wüst, Herrn Oberbürgermeister Thomas Kufen und Herrn Polizeipräsident Frank Richter durfte ich als Vertreter der Landesverkehrswacht und der FHöV NRW an dieser Aktion mitwirken.