Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Jahresbericht 2016/2017
Expansion

Foto: Peter Lück, FHöV NRW
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Von Sandra Warnecke 11. Juli 2018 Jahresbericht


Liebe Leserin, lieber Leser,


mit dem vorliegenden Jahresbericht wollen wir Sie über die vielfältigen Entwicklungen und das breit gefächerte Bildungsangebot der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW) im Studienjahr 2016/2017 informieren.

Wie bei vielen anderen Hochschulen des Landes waren auch die Aktivitäten der FHöV NRW im vergangenen Studienjahr stark vom Thema „Expansion“ geprägt. Mit dem sich beschleunigenden Generationswechsel im öffentlichen Dienst und den gleichzeitig weiter steigenden Aufgaben erhöht sich sowohl bei der Polizei als auch bei den Städten und Gemeinden die Zahl der Neueinstellungen in hohem Maße. Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf unsere Studierendenzahlen aus. Aktuell ist die FHöV NRW mit rund 10.000 Studierenden – Tendenz weiter steigend – die mit Abstand größte Verwaltungshochschule Deutschlands.

Diese deutliche Expansion stellt unsere Hochschule auch in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Seit mittlerweile vier Jahrzehnten ist die FHöV NRW – gemeinsam mit ihren Praxispartnern – verantwortlich für die Ausbildung des Nachwuchses im öffentlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese Erfolgsgeschichte konnte zum einen durch die ständige Weiterentwicklung unserer Hochschule bis heute fortgeschrieben werden. Zum anderen ist der enge Kontakt mit unseren Ausbildungspartnern bei der Polizei, den Kommunen, den Bezirksregierungen und der Rentenversicherung unerlässlich, um bestmögliche Lehr- und Lernbedingungen auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Es ist eine große Herausforderung, unseren Bildungsauftrag professionell weiter zu erfüllen, um auch zukünftig ein duales Studium anzubieten, das praxisnah und zukunftsorientiert konzipiert ist. Man betrachte in diesem Zusammenhang nur die zahlreichen Veränderungen und Aufgabenfelder in Politik und Gesellschaft, wie zum Beispiel die Themen E-Government, Digitalisierung, neue Kriminalitätsformen oder eine älter werdende Gesellschaft. Diese und weitere geänderte Bedingungen verlangen eine ständige Anpassung und Weiterentwicklung unserer reakkreditierten Studiengänge. Gemeinsam mit unseren Ausbildungspartnern in beiden Fachbereichen können wir zu Recht stolz darauf sein, was die FHöV NRW in den letzten vier Jahrzehnten geleistet hat. Und wir sind zuversichtlich, diese erfolgreiche Arbeit in den kommenden Jahren gemeinsam fortzusetzen.

Eine solide Ausbildung ist die beste Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit vieler junger Menschen in Polizei und Verwaltung. Auch im vergangenen Studienjahr konnten hier Rahmenbedingungen verbessert werden: Die Zahl der Lehrenden und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung ist insgesamt um mehr als 50 gestiegen.

Mit der Steigerung der Studierendenzahlen – sowohl in den Bachelorstudiengängen als auch im Masterstudiengang – und der Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen auch die verfügbaren Räume einer dezentral organisierten Hochschule Schritt halten. Im Mittelpunkt stand dabei der Neubau der FHöV NRW in Köln Deutz. Erstmals in der Geschichte der FHöV NRW konnte ein Hochschulgebäude fertiggestellt werden, dass speziell auf die Anforderungen eines ausgeprägten Kurssystems zugeschnitten ist. Diese modernste Liegenschaft der Hochschule ist sowohl von der räumlichen Ausstattung als auch unter mediendidaktischen Gesichtspunkten Vorbild für andere Studienorte und zukünftige Liegenschaftsplanungen. Um der enormen Steigerung der Studierendenzahlen gerecht zu werden, hat im vergangenen Studienjahr mit Mülheim an der Ruhr der mittlerweile achte Studienort den Betrieb aufgenommen. Der Studienort Münster wurde um ein zusätzliches Gebäude erweitert.

Auch der Forschungsbereich der FHöV NRW expandierte in den letzten Jahren kontinuierlich und hat sich konsequent weiterentwickelt. Tragende Säulen sind hier – neben einzelnen hochspezialisierten Forschungsvorhaben – die Aktivitäten der Forscherinnen und Forscher im Institut für Polizei- und Kriminalwissenschaft, im Forschungszentrum für Personal und Management und im neu hinzugekommenen Institut für Geschichte und Ethik. Als Mitglied der Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen in NRW ist unsere Hochschule außerdem Gründungsmitglied im Graduierteninstitut NRW und unterstützt das Konzept der kooperativen Promotionen. In diesem Zusammenhang sei auf das Fortschrittskolleg Online-Partizipation verwiesen, ein gemeinsames Projekt der FHöV NRW und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Von zentraler Bedeutung ist und bleibt stets die bestmögliche Qualität der Lehre. Oberstes Ziel ist es, für die Studierenden und Lehrenden optimale Lern- und Lehrbedingungen zu schaffen und diese stetig zu verbessern. Damit werden wir dem öffentlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen weiterhin ausgezeichnet ausgebildete Nachwuchskräfte jetzt und in Zukunft garantieren.

Gönnen Sie sich einen Einblick in die FHöV NRW! Werfen Sie dazu auch einen Blick auf die grundlegend überarbeitete Homepage der Hochschule, die selbstverständlich für die Nutzung an unterschiedlichen Endgeräten optimiert ist.
In diesem Sinne wünscht Ihnen das Präsidium viel Freude bei der Lektüre des Jahresberichts 2016/2017!


Reinhard Mokros, M.A.
Präsident

Prof.‘in Dr. Iris Wiesner
Vizepräsidentin

Hanna Ossowski
Kanzlerin