Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Jahresbericht 2011/2012
Vernetzt denken und handeln

Von Dietmar Zeleny 20. Dezember 2012 Jahresbericht

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Liebe Leserin, lieber Leser,

rheinischer Lesart zufolge begründet bereits die zweite Wiederholung eines Ereignisses eine Tradition. Demgemäß möchte ich Sie an dieser Stelle – schon ganz traditionell – um Ihre Aufmerksamkeit für die hiermit vorgelegte dritte Ausgabe des neu gestalteten Jahresberichts der FHöV NRW bitten.

Ebenfalls traditionell kann an dieser Stelle ein weiteres Wachsen unserer Fachhochschule vermeldet werden. Die im letzten Jahresbericht noch avisierte Gesamtzahl von 7000 Studierenden ist jetzt fast erreicht. Unter den bundesweit gut 30 Fachhochschulen des öffentlichen Dienstes sind wir Spitzenreiter. Für den Bereich der polizeilichen Ausbildung auf akademischem Niveau dürften wir in Europa mit mehr als 4500 Studierenden zu den größten Einrichtungen gehören. Wohlgemerkt, diese Zahlen sollen keine falsche Selbstgewissheit suggerieren. Sie zeigen vielmehr, dass Ausbildung im öffentlichen Dienst unseres Landes, ob allgemeine Verwaltung oder Polizei, den richtigen Stellenwert hat.
Mit ihren an Bologna-Vorgaben ausgerichteten und vollständig akkreditierten grundständigen Studiengängen belegt die FHöV NRW, dass die Hochschulausbildung des gehobenen Dienstes inzwischen auch hochschulischen Standards entspricht. Nach unserem Selbstverständnis sind wir aber vor allem auch duale Hochschule. Die enge Verzahnung von Theorie und Praxis prägt das Studienangebot und letztlich den Erfolg und die Nachhaltigkeit der Ausbildung. Mit dem Wechsel der Lernorte und der Notwendigkeit des Transfers bieten wir den Studierenden – trotz eines gedrängten Studienprogramms – vielfältige Erfahrungen und Reflexionsanlässe. Zudem ist die berufliche Ethik fester Bestandteil unserer Curricula. Dies führt im guten Sinne über Ausbildung hinaus zu Bildung im Sinne von Persönlichkeitsbildung. Wenn führende Repräsentanten der Hochschulrektorenkonferenz dies allein für Universitäten reklamieren, kann und muss dem mit guten Gründen widersprochen werden.

Mit diesem Jahresbericht haben wir Ihnen aber weitaus mehr mitzuteilen, als das erneute Ansteigen der Studierendenzahl. Die FHöV NRW hat im Berichtsjahr ihre Strukturen reformiert, große Schritte in Richtung auf die „Zielperspektive 2015“ gemacht, einen kompletten Bachelor-Studiengang „runderneuert“, Forschungszentren gegründet und vieles mehr. Näheres dazu auf den folgenden Seiten.

Ich darf Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser, also wieder eine anregende Lektüre wünschen.

Ihr
Dr. Ludger Schrapper
Präsident der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW