Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Förderpreis "Sicherheit im Straßenverkehr"
FHöV-Absolvent für Bachelorarbeit ausgezeichnet

Die Preisträger mit den Juroren (v.l.n.r.): Christoph Niebrügge, Prof. Rüdiger Trimpop, Jochen Lau, Christiane Gloger, Kay Schulte, Marc-Philipp Waschke und Dr. Torsten Kunz. (Foto: Jürgen Gebhardt)
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Von Peter Schlanstein 14. Juni 2018 Studierende


Erstmals wurde am 25. Mai 2018 in Berlin ein Polizeibeamter des Landes NRW für eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Bundespreis des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) ausgezeichnet.

Polizeikommissar Christian Niebrügge, der im Fachbereich Polizei an der FHöV NRW, Studienort Münster, 2017 seine Bachelorarbeit zum Thema „Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts“ vorgelegt hatte, erzielte für seine herausragende Leistung den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Platz des DVR-Förderpreises „Sicherheit im Straßenverkehr“. Der erste Preis wurde an Marc-Philipp Waschke, Universität Potsdam, für seine Masterarbeit „Die Organisation der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland – Ein Vergleich zwischen dem Land Berlin, der Freien Hansestadt Bremen sowie der Freien und Hansestadt Hamburg“ vergeben. Der dritte Preis ging an Christiane Gloger, Technische Universität Dresden, für ihre Diplomarbeit „Gefahr erkannt? Prüfung bestanden! Gefahrenkognition als Teil der Fahrerlaubnisprüfung“.

Christian Niebrügge erhielt in Anwesenheit von Innenminister Herbert Reul bereits am 22. Januar 2018 im Ministerium des Innern NRW in Düsseldorf eine Auszeichnung. Dort gratulierte Reul 15 Absolventinnen und Absolventen des Einstellungsjahrgangs 2014 der FHöV NRW zu ihren prämierungswürdigen Bachelorarbeiten.

In seiner Bachelorthesis untersuchte Christian Niebrügge, unter akribischer Auswertung von rund 100 internationalen Studien sowie eigener Berechnungen mit Daten des Statistischen Bundesamtes, wie sich Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Ortschaften auf die Verkehrssicherheit auswirkt. Er kommt zu dem Schluss, dass Tempo 30 nicht nur Anhaltewege verkürzt, sondern vor allem Unfälle deutlich weniger schwer sind und sich in den entsprechenden Bereichen seltener ereignen. Für stark befahrene Durchgangsstraßen gelten diese Aussagen indes nicht ohne weiteres. Um die Wirkung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts noch umfassender bewerten zu können, schlägt Christian Niebrügge vor, kontrollierte Modellversuche durchzuführen und die Wirkung anschließend umfassend zu evaluieren.