Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

FHöV Aktuell November 2013
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13. November 2013 FHöV-Aktuell | Newsletter

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Liebe Leserin, lieber Leser,

am 4. November 2013 wurde Dr. Ludger Schrapper als Präsident der FHöV NRW verabschiedet, und ich wurde von Minister Ralf Jäger zum neuen Präsidenten ernannt. Damit endet meine Zeit als Vizepräsident. Bisher hatte ich den Aufgabenschwerpunkt Lehre, Studium und Forschung, als Präsident werde ich andere Schwerpunkte setzen.

Die enorme Steigerung der Studierendenzahlen wird dabei die erste große Herausforderung am Beginn meiner Amtszeit sein. Die FHöV NRW bereitet aktuell mehr als 7300 Studierende auf die Berufstätigkeit in der kommunalen und staatlichen Verwaltung sowie der Polizei des Landes NRW vor. Die räumlichen und personellen Ressourcen der Hochschule sind jedoch auf erheblich geringere Studierendenzahlen ausgelegt. Wir müssen kreative Lösungen finden, damit die Qualität der Lehre auch bei steigenden Studierendenzahlen nicht leidet und die Belastung der Lehrenden und der Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeiter in einem erträglichen Rahmen bleiben.

Eine weitere große Herausforderung für Lehre und Forschung an unserer Hochschule sind die Veränderungen der Berufswelt, auf die wir unsere Studierenden vorbereiten müssen. Die demographische Entwicklung, Migration und Integration, soziale Ungleichheit und sozialräumliche Spaltung sowie der immer noch andauernde Strukturwandel in den Industrieregionen des Landes sind Themen, die für die öffentliche Verwaltung von großer Bedeutung sind. Es werden dringend gut ausgebildete Nachwuchskräfte gebraucht. Die FHöV NRW muss auf die veränderten Anforderungen mit regelmäßigen Überprüfungen und Anpassungen der Modulinhalte reagieren.

Auch die Polizei des Landes, deren Nachwuchs ausschließlich aus der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung kommt, ist mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Dazu gehören neue und veränderte Kriminalitätsphänomene ebenso wie die von der Polizei festgestellte Gewaltbereitschaft, insbesondere von jungen Menschen. Zu Recht erwarten Ministerium und Behördenleiter, dass die angehenden Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare im Studium darauf vorbereitet werden.

Gemeinsam mit den Polizeipräsidien als Einstellungs- und Ausbildungsbehörden sowie dem Landesamt für Aus- und Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei des Landes (LAFP NRW), wird die FHöV NRW auch diese Herausforderungen meistern. Der sehr erfolgreiche Abschluss des Reakkreditierungsverfahrens für den Bachelorstudiengang Polizei stimmt mich optimistisch.

Der Hochschulentwicklungsprozess wird vom Präsidium mit gleichem Engagement begleitet werden wie bisher. Die zahlreichen Anregungen und kritischen Stellungnahmen der Gremien und einzelner Lehrender sollen dabei berücksichtigt werden. In der Sitzung der Lenkungsgruppe am 3. Dezember 2013 werden wir darüber sprechen.

In meiner Antrittsrede am 4. November 2013 habe ich das Bild der Übergabe des Staffelholzes beim Langstreckenlauf für die Amtsübergabe gewählt. Hochschulentwicklung ist ein Lauf, der über mehrere Runden geht. Ludger Schrapper hat für eine günstige Ausgangsposition gesorgt, nun muss ich weiterlaufen. Der Erfolg beim Staffellauf hängt aber nicht nur von einem Läufer ab. Dessen werde ich mir stets bewusst sein. Gemeinsam mit dem Senat der Hochschule, den beiden Fachbereichsräten, den Personalvertretungen, den Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern, den Lehrenden und den Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern setzen wir den Weg fort. Die Studierenden, das füge ich ausdrücklich hinzu, sollen dabei nicht nur Zuschauer sein, sondern ebenso beteiligt werden.

Ihr

Reinhard Mokros

Präsident der FHöV NRW