Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Erfolgreicher Praxisdialog in Köln
Kommunale Ordnungsdienste in NRW: Quo vadis?

Die Veranstaltung fand im Bürgersaal der Abteilung Köln statt (Foto: FHöV NRW)
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Von Ron-Roger Breuer 26. November 2019 VeranstaltungenKöln


Über 180 Teilnehmende aus Verwaltung, Politik und Hochschule besuchten am 14. November 2019 den ersten Praxisdialog „Kommunale Ordnungsdienste in NRW: Quo vadis?" der FHöV NRW an der Abteilung Köln.

Auch der Präsident der FHöV NRW, Martin Bornträger, verfolgte aufmerksam die Inhalte eines Vortrags (Foto: FHöV NRW)

Kommunale Ordnungsdienste nordrhein-westfälischer Großstädte expandieren seit Ende der 90er Jahre stetig und sind aus den Städten mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Die Ordnungsdienste sind für ein breites rechtliches Themenfeld zuständig, welches in junger Vergangenheit nahezu ausschließlich von der Polizei bearbeitet wurde. Die Expansion verläuft jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Neben Problemen in der Rekrutierung von geeignetem Personal gibt es keine einheitlich festgelegten Regelungen, etwa hinsichtlich der Aufbau- und Ablauforganisation. Der Praxisdialog sollte neben der Sensibilisierung, was Schwierigkeiten in der Diversität der kommunalen Bemühungen angeht, auch zu einem Impuls in Richtung behördenübergreifender Projekte beziehungsweise in Richtung Zusammenarbeit mit der FHöV NRW führen. Zugleich wurden aktuelle Themen aus der kommunalen Praxis vorgestellt.

Der Präsident der FHöV NRW, Martin Bornträger, eröffnete die Veranstaltung und hob in seinem Grußwort die vielfältigen Potenziale der Hochschule hervor. Er begrüßte die Initiative zur Vernetzung von Praxis und Forschung im Themenfeld der kommunalen Ordnungsdienste.
Im anschließenden Grußwort des Kölner Abteilungsleiters, Dr. Holger Nimtz, machte dieser deutlich, dass die große Teilnehmerzahl für die Relevanz des Themas in der Praxis spreche und die Veranstaltung wichtige Impulse setzen könne.

Die beiden Moderatoren, Dr. Sascha Opielka und Ron-Roger Breuer (Lehrbeauftragte an der FHöV NRW), führten durch die Veranstaltung und die Diskussionsrunden. Für den Praxisdialog wurde eine Vortragsmischung aus Lehrenden der Hochschule und Praxisvertretern der Kommunen gewählt. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich über einen Auswertungsbogen zu beteiligen.

Prof. Dr. Frank Bätge, FHöV NRW, referierte zum Thema „Einheitliche kommunale Ordnungsdienste in NRW – Landesgesetzliche Möglichkeiten unter Berücksichtigung der kommunalen Selbstverwaltung und des Konnexitätsprinzips".
Prof. Dr. Timo Nehne, ebenfalls FHöV NRW, stellte die vielfältigen Herausforderungen von Ordnungswidrigkeiten in Satzungen und ordnungsbehördlichen Verordnungen vor.
Carsten Vorsich, Ordnungsamtsleiter der Stadt Wuppertal und einer der Mitinitiatoren der Veranstaltung, ermöglichte eine praxisorientierte Darstellung der Potenziale kommunaler Ordnungsdienste und der daraus resultierenden Entlastung für die Polizei NRW in ihren subsidiären Zuständigkeiten.
Holger Körber, Leiter der Außendienste der Stadt Düsseldorf und ebenfalls Mitinitiator der Veranstaltung, sowie Jörg Wiesemeier, Ordnungsamtsleiter der Stadt Hamm, gingen im Anschluss auf die verschiedenen Herausforderungen im Bereich der Personalgewinnung und Personalentwicklung kommunaler Ordnungsdienste ein.
Luud Geerlings, Koordinator EURIEC der Polizei NL referierte zum Thema „(Grenzüberschreitende) organisierte Kriminalität in NRW – Ein Thema auch für Ordnungsbehörden?"

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Vorträge von Marcell Raschke und Ron-Roger Breuer zum Thema „Shisha Bars in NRW – Eine besondere Herausforderung für Ordnungsbehörden" und durch Dr. Sascha Opielka, der zu psychischen Belastungen in kommunalen Ordnungsdiensten referierte.

Die Teilnehmenden freuten sich neben den vielfältigen Fachvorträgen über die Möglichkeiten der Vernetzung und des Austauschs. Derzeit werden die vielfältigen Rückmeldungen ausgewertet. Für 2020 ist ein weiterer Praxisdialog zu diesem Themenfeld geplant.