Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Deutscher Verkehrsexpertentag 2018
Versorgung somatischer und psychischer Verkehrsunfallfolgen

Quelle: Polizei NRW
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Von Peter Schlanstein 27. August 2018 Veranstaltungen


Am 20. November 2018 findet im Rahmen des Deutschen Verkehrsexpertentages ein interdisziplinärer Kongress in Münster statt.

Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle Unfallfolgen sind sofort nach dem Schadenereignis sichtbar, vielleicht erst auf den zweiten Blick; und auch die Dauer der Folgen ist unterschiedlich. Opfer von Verkehrsunfällen sind nicht nur all jene Menschen, die bei einem Unfall körperlich-seelische Schäden erlitten haben („Primäropfer“). Auch Zeugen und Angehörige, Ersthelfer oder Unfallverursacher können Opfer („Sekundäropfer“) mit Folgen sein, die sie massiv und prägend beeinträchtigen.

Ein Verkehrsunfall unterbricht, insbesondere bei Personenschaden, die bisherige Kontinuität des Lebens. Häufig werden Opfer von den Bildern, den gewaltsam wirkenden Eindrücken und den ausgelösten Ängsten lange Zeit verfolgt und an der Teilhabe am Leben beeinträchtigt. Auswirkungen sind beispielsweise Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder gar ein Meiden des Verkehrs aus Furcht vor einem erneuten Unfall, eingeschränkte Mobilitätsmöglichkeiten, nicht nur durch psychische Probleme, sondern auch wegen körperlicher Einschränkungen, Probleme bei der Fortführung des Berufs, posttraumatische Belastungsstörungen oder schwere depressive Reaktionen. Die nötige Inanspruchnahme zeitnah erforderlicher psychotherapeutischer Hilfeleistungen ist für Verkehrsunfallopfer zum Teil mit erheblichen rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten verbunden, die zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Teilhabe am beruflichen und privaten Leben führen können.

Unfallopfer dürfen nicht alleingelassen werden. Sie benötigen in der Regel einen Beistand, um rasch an therapeutische Hilfen zu neuen Lebensperspektiven zu gelangen.

Zum Abschluss des Kongresses erfolgt, gemeinsam mit allen Teilnehmenden, eine Formulierung abgestimmter Lösungsvorschläge, die sodann den Institutionen der Politik und der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland sowie der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Das vollständige Programm des Kongresses mit Anmeldemöglichkeit ist im Internet unter  www.verkehrsexpertentag.de abrufbar.

Interdisziplinärer Kongress am
  20. November 2018
im Bildungszentrum „Carl Severing“ in Münster

 

Veranstalter:

  • Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD), Münster
  • Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) NRW, Gelsenkirchen
  • Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei (LAFP) NRW, Selm

Mit Unterstützung durch die Gesellschaft für Ursachenforschung bei Verkehrsunfällen e.V. (GUVU), Köln

Schirmherr:

  • Herbert Reul, Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf

Programm

9:30-10:30 Uhr

Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. rer. nat. habil Wilfried Echterhoff
Vorsitzender der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland (VOD) e.V., Münster (Westf.)

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Brauckmann
Tagungspräsident
Präsident der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen e.V., Düsseldorf

Herbert Reul
Schirmherr
Minister des Innern NRW, Düsseldorf

MdEP Dr. Dieter-L. Koch
Vizepräsident des Verkehrsausschusses des Europäischen Parlaments, Brüssel

Reinhard Mokros
Präsident der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) NRW, Gelsenkirchen

Michael Frücht
Direktor des Landesamtes für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der
Polizei (LAFP) NRW, Selm

10:30 – 10:50 UhrMdEP Dr.-Ing. Dieter-L. Koch
Verkehrsausschuss des Europäischen
Parlaments, Brüssel
Nachhaltige Konzepte des Europäischen
Parlaments zur Vermeidung von
Straßenverkehrsunfällen
10:50 – 11:10 Uhr Dr.-phil. Kerstin Auerbach
Bundesanstalt für Straßenwesen (bast),
Bergisch Gladbach
Psychische Unfallfolgen – Art, Häufigkeit und
Behandlung
11:10 – 11:30 Uhr Getränkepause / Ausstellung
11:30 – 11:50 Uhr Prof. Dr. med. Michael Raschke
Klinik für Unfall-, Hand- und
Wiederherstellungschirurgie des
Universitätsklinikums Münster (Westf.)
Kooperation für die optimale Versorgung von
Verkehrsunfallopfern: Das Projekt DreiKlang
11:50 – 12:10 Uhr Dr. -Ing. Heiko Johannsen
Medizinische Hochschule Hannover
Langzeitfolgen von Verkehrsunfällen
basierend auf Unfallerhebungen am
Unfallort in Hannover
12:10 – 12:30 UhrProf. Dipl.-Ing. Dietmar Otte
biomed-tec, Hannover
Langzeitverletzungen bei
Straßenverkehrsunfällen und Bedeutung von
somatischen und psychischen
Verletzungsfolgen aus der Sicht
interdisziplinärer Begutachtungen
12:30 – 12:50 Uhr Dr. med. Wolfram Hell
Institut für Rechtsmedizin an der
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU),
München
Verkehrsunfälle aus trauma-biomechanischer
Sicht
12:50 – 13:50 Uhr Mittagspause / Ausstellung
13:50 – 14:05 Uhr Stefanie Jeske
subvenio e.V., Düsseldorf
Folgeschäden durch zeitnahe Unterstützung
verhindern
14:05 – 14:20 UhrPKin Helena Hüttemann
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung
(FHöV) NRW, Abteilung Münster (Westf.),
Kreispolizeibehörde, NN
Versorgung somatischer und psychischer
Verkehrsunfallfolgen
14:20 – 14:35 Uhr EPHK Achim Jaspers
Kreispolizeibehörde Kleve
Polizeilicher Opferschutz – das Klever Modell
14:35 – 14:55 UhrMuriël Booms, M.Sc.
Katholische Universität Leuven, Belgien
Opfer von Verkehrsdelikten
14:55 – 15:15 UhrRA Anja Bollmann
Anwaltskanzlei Anja Bollmann,
Bergisch Gladbach
Sozialrechtliche Situation von
Verkehrsunfallopfern
15:15 – 15:35 Uhr Getränkepause / Ausstellung
15:35 – 15:55 UhrProf. Dr. jur. habil Anja Schiemann
Deutsche Hochschule der Polizei, Münster
Staatliche Opferhilfe und -entschädigung:
auch bei Verkehrsunfällen?
15:55 – 16:15 UhrDipl.-Geo. Jacqueline Lacroix
Referatsleiterin Europa und Verkehrsmedizin
Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR), Bonn
Das Projekt REVIVE des Europäischen
Verkehrssicherheitsrats (ETSC) – aktueller
Sachstand
16:15 – 16:35 UhrGeneralstaatsanwältin a.D.
Elisabeth Auchter-Mainz
Opferschutzbeauftragte des Landes NRW
Rückblick auf das erste Jahr der Beauftragten
für den Opferschutz des Landes
Nordrhein-Westfalen
16:35 – 17:05 Uhr Podiumsdiskussion, Empfehlungen und Teilnehmerfragen mit allen Vortragenden
17:05 – 17:20 Uhr Prof. Dr. Wolfgang Schubert: Schlusswort und Pressegespräch

Informationen zur Veranstaltung

Teilnahmeentgelt

Pro Person: 95.- Euro
Ermäßigungen: Vergünstigte Teilnahme für Mitglieder der VOD, der DHPoL, der FHöV NRW, der FSP, der LiTG, des BNV und des BDP sowie Mitarbeiter von Behörden und Ministerien: 48.- Euro

Studenten der DHPol und der FHöV NRW können kostenfrei teilnehmen, aber bei Inanspruchnahme der Tagungsverpflegung sind 25,00 Euro (Selbstkostenpreis) zu zahlen.

Sonderabsprachen mit Institutionen sind bis zum 19.11.2018 möglich.

Neben der Teilnahme am Kongress beinhaltet die Tagungsgebühr das gemeinschaftliche Mittagessen sowie die Getränke und Speisen in den Pausen.

Preisangaben inkl. 19% MwSt.

Fortbildungsstunden

Einige Fachinstitutionen erkennen diesen Kongress als Fortbildungsveranstaltung an, u.a. der Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) sowie Ärzte- und Psychotherapeutenkammern mit acht Fortbildungsstunden. Fachausstellung Der Kongress wird von einer Fachausstellung begleitet.

Fachausstellung

Der Kongress wird von einer Fachausstellung begleitet.

Tagungsort

Bildungszentrum „Carl Severing“
Weseler Str. 264
48151 Münster (Westf.)
Tel.: 0251 7795-0

Anmeldung

E-Mail: guvu@guvu.de
Fax: 0221 292 363 21 oder
Post: Gesellschaft für Ursachenforschung bei
Verkehrsunfällen (GUVU) e.V.
Mauritiussteinweg 1
50676 Köln

Zahlungshinweise

Bitte überweisen Sie den Betrag mit dem Vermerk „VET18“ vund dem Namen des Teilnehmers im Verwendungszweck bis zum 19.11.2018 auf das Konto der

GUVU bei der Bensberger Bank,
IBAN-Code: DE11 3706 2124 0000 6260 15
Steuer-Nr. Der GUVU : 214/5856/0872

Anfahrt

Mit dem PKW
Von der A 1 oder A 43 am Autobahnkreuz Münster-Süd auf die B 51 in Richtung Münster-Stadtmitte, auf der Weseler Straße nach der vierten Ampel links in die Bonhoefferstraße einbiegen, nach 50 m links Einfahrt zum Bildungszentrum "Carl Severing" Münster.
Auf dem Gelände des Bildungszentrums sind Parkmöglichkeiten vorhanden.

Für Ihr Navigationsgerät: N 51.941092, E 7.608008 (GPS)

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ab Hauptbahnhof Münster (Westf.) mit der Buslinie 7 (Richtung Münster Werneweg), 15 (Richtung Münster Albachten Bahnhof) oder 16 (Richtung Münster Meckmannweg) bis zur Haltestelle Inselbogen/ Sparkassenzentrale in direkter Nähe des Bildungszentrums.
Fahrtdauer: ca. 12 Minuten (5 Zwischenhaltestellen)

Kontakt und aktuelle Informationen

Sie erreichen die GUVU unter der
Telefonnummer: 0221 292 363 20 (mit AB) und
E-Mail-Adresse: poll@guvu.de
Aktuelle Informationen finden Sie auf den Internetseiten
www.verkehrsexpertentag.de und www.vod-ev.org .