Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Bildungskooperation mit Yad Vashem, Jerusalem

Von Prof. Dr. Sabine Mecking 16. Dezember 2015 Allgemeines

1. Reihe: Alexander Holl, Prof. Dr. Iris Wiesner, Dr. Wolfgang Schulte, Deborah Hartmann, Doris Tinnermann, Prof. Dr. Sabine Mecking 2. Reihe: Lars Wagner, Daniela Gerdes, Reinhold Werwer
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Die im letzten Jahr zwischen der Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen und der International School for Holocaust Studies in Yad Vashem, der Gedenkstätte für Holocaust und Heldentum in Jerusalem, unterzeichnete Absichtserklärung zur Zusammenarbeit wird weiter mit Leben gefüllt. Dies wurde im Rahmen einer vom Ministerium für Inneres und Kommunales NRW (MIK NRW) geleiteten Delegationsreise Anfang Dezember 2015 in Yad Vashem bekräftigt. Der achtköpfigen Delegation gehörten neben den Vertreterinnen des MIK NRW, Doris Tinnermann und Daniela Gerdes, auch Vizepräsidentin Prof. Dr. Iris Wiesner und Prof. Dr. Sabine Mecking von der FHöV NRW, Dr. Wolfgang Schulte und Lars Wagner von der DHPol sowie Reinhold Werwer und Alexander Holl vom LAFP an.

Im Rahmen der neuen Bildungskooperation im Fachbereich Polizei wurde vereinbart, dass gemeinsam mit Yad Vashem Studienmaterialien für die Studierenden des Bachelorstudienganges Polizeivollzugsdienst erstellt und aufbereitet werden. Die Materialien sollen z.B. Rolle und Selbstverständnis der Polizei im historischen Kontext, Antisemitismus, Extremismus, Werteorientierung oder interkulturelle Kompetenz betreffen. Die Kooperationspartner unterstützen sich bei der wissenschaftlichen Informationsgewinnung und bei Veranstaltungen zu polizeirelevanten Themenstellungen, bei denen historische und ethische Fragestellungen bearbeitet werden. Darüber hinaus sind auch jährliche Studienfahrten der Studierenden der FHöV NRW vorgesehen.

Vor diesem Hintergrund sind für Anfang 2016 an der FHöV NRW konkrete Veranstaltungen geplant: Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, am 27. Januar 2016, findet in der Abteilung Duisburg von 15-17 Uhr die erste Yad Vashem Lecture statt. Als Referent konnte Prof. Dr. Christoph Nonn (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) gewonnen werden. Er spricht zum „modernen“ Antisemitismus in Deutschland. Nur einen Monat später soll bereits die erste Studienfahrt von Studierenden der FHöV NRW nach Israel stattfinden.