Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

13 Mio. Euro für Wissenschaftsnachwuchs
Forschungskolleg „Online-Partizipation" weiter gefördert

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Von Sandra Warnecke 27. August 2018 Forschung und TransferPolPa


Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat die weitere Förderung von sechs NRW-Forschungskollegs bekanntgegeben. Die im Juli 2014 gestarteten Forschungskollegs erhalten in der zweiten Förderphase ab 2019 jeweils 2,2 Millionen Euro – und damit insgesamt mehr als 13 Millionen Euro. In den Kollegs forschen Promovierende fachübergreifend zu Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Wohlbefinden im Alter oder Digitalisierung - auch an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW (FHöV NRW).

Das NRW-Forschungskolleg Online-Partizipation an der FHöV NRW geht der Frage nach, wie das Internet genutzt werden kann, um Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen zu beteiligen. Um die Eigenschaften von Online-Beteiligungen besser zu verstehen und ihr Potenzial zu erschließen, konzentriert sich das Forschungskolleg auf den besonders vielversprechenden Einsatz von Bürgerbeteiligung im kommunalen Bereich.
Das Forschungskolleg hat sich im Oktober 2014 offiziell gegründet. Es wird von der FHöV NRW in Kooperation mit der Universität Düsseldorf organisiert. 

„Spitzenforschung braucht hervorragend ausgebildete Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler – und fachübergreifenden Austausch", sagte die Ministerin. „In den Forschungskollegs arbeiten Promovierende bereits früh mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen und mit Akteuren aus der Praxis zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue Lösungsansätze für komplexe Fragestellungen." Die NRW-Forschungskollegs verknüpfen Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Inter- und transdisziplinäre Forschungsmethoden werden hier vermittelt und weiterentwickelt.

Insgesamt gibt es derzeit zwölf NRW-Forschungskollegs. Die sechs Kollegs, die 2014 gestartet sind, wurden nun evaluiert und von einer Gutachterjury zur weiteren Förderung empfohlen. Den Vorsitz hatte Prof. Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag. Über die Fortführung sechs weiterer Forschungskollegs, die ihre Arbeit 2016 aufgenommen haben, wird 2020 entschieden.

Folgende Kollegs werden ab 2019 für dreieinhalb Jahre weiter gefördert:

  • Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten – Menschen-zentrierte Nutzung von Cyber-Physical Systems in Industrie 4.0 (Universität Paderborn und Universität Bielefeld)
  • Leicht-Effizient-Mobil: Energie- und kosteneffizienter Extremleichtbau mit Hybridwerkstoffen (Universität Paderborn)
  • Online-Partizipation (Universität Düsseldorf und Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW)
  • FUTURE WATER – Globale Wasserforschung in der Metropole Ruhr (Universität Duisburg-Essen, Universität Bochum, Hochschule Ruhr-West, EBZ Business School, Institut für Energie und Umwelttechnik e.V. Duisburg)
  • GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter (Universität Köln)
  • Energieeffizienz im Quartier – Clever versorgen. umbauen. aktivieren (TU Dortmund, Universität Duisburg-Essen und Universität Bochum, Hochschule Bochum und Wuppertal Institut GmbH)

Mehr über das NRW-Forschungskolleg Online-Partizipation:
 https://www.fortschrittskolleg.de/