Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Übersicht
Forschungszentren der FHöV NRW

Forschungszentren an der FHöV NRW

Auf der Grundlage der Forschungskonzeption der FHöV NRW wurden im Dezember 2011 zwei Forschungszentren gegründet. Ein weiteres Institut wurde im Jahr 2017 gegründet.


Diese Forschungszentren sollen für die Bereiche

  • die an der FHöV NRW vertretenen wissenschaftlichen und berufspraktischen Kompetenzen bündeln, vernetzen und repräsentieren,
  • profilbildend wirken,
  • mit Behörden und Wissenschaftseinrichtungen kooperieren,
  • unterschiedliche Themenfelder der beiden Bereiche abdecken,
  • drittmittelfähig sein und
  • angewandte Forschung leisten.

 Polizei- und Kriminalwissenschaften (IPK)
Dezember 2011

Personal und Management der öffentlichen Verwaltung (FPM)
September 2011

Geschichte und Ethik (IGE)
 Juni 2017

Projekte

54 Einträge gefunden
  • Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 03.04.2019 07:1
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder 2.0)

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 01.09.2024
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation 2.0 (Umfelder 2.0; 2019-2024) – Fortsetzung und Erweiterung der Studie Umfelder (2012-2017)

    Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV NRW in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund dieser Entwicklung sind einerseits die veränderte Bevölkerungsstruktur des Einwanderungslandes Bundesrepublik Deutschland und andererseits die daraus resultierenden spezifischen Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten. Diese betreffen alle Kernbereiche des Polizierens wie die Verkehrssicherheitsarbeit, die Gefahrenabwehr und die Kriminalitätsbekämpfung.

    Dabei müssen sich Polizistinnen und Polizisten als Repräsentanten staatlicher Autorität auch aufgrund von Vorfällen in jüngster Vergangenheit häufig mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sich fremdenfeindlich bzw. rassistisch zu verhalten und z.B. ihr Verhalten bei Kontrollen von Vorurteilen gegenüber Nichtdeutschen bestimmen zu lassen (Blom, 2004; Franzke, 1995).

    Die Polizei als Organisation reagiert auf diese Vorwürfe unter anderem durch Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung, aber auch durch die Anwerbung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund für den Polizeivollzugsdienst (Franzke, 1999; Murck & Werdes, 1996).

    Die Fachhochschule als eine der zentralen Instanzen polizeilicher Sozialisation hält im Studienverlauf verschiedene Pflichtmodule vor, die auf die Förderung interkultureller Kommunikationsfähigkeit und interkultureller Kompetenz abzielen. Unter anderem sind das die Pflichtmodule „Interkulturelle Kompetenz“, „Training sozialer Kompetenz“ und „Berufsrollenreflexion“. Aber auch in den sozialwissenschaftlichen Fächern sowie im Fach Ethik werden diese Themen fokussiert. Darüber hinaus findet eine Sensibilisierung für die Thematik in den polizeiwissenschaftlichen Fächern wie z.B. Einsatzlehre und den Rechtsfächern statt.

    Das Forschungsvorhaben Umfelder (2012-2017) ging den Fragen nach, ob und in welchem Ausmaß xenophile/xenophobe Einstellungen und Haltungen zu Beginn des Studiums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. Die Ergebnisse dieser Studie wurden 2018 veröffentlicht (E. Krott, N. Krott, & Zeitner 2018) und stießen auf erhebliches Interesse innerhalb der FHöV NRW, der Polizei und auch der Politik.

    Es kam der Wunsch auf, diese Studie fortzusetzen, um die Stabilität der festgestellten positiven Effekte über einen längeren Zeitraum zu prüfen. Des Weiteren sollten auch mögliche Auswirkungen der im Rahmen der Reform 2016 im Studiengang Polizei NRW noch weiter gestärkten persönlichen und sozialen Kompetenzen in den Blick genommen werden. So wurden unter anderem aufgrund von Evaluationsergebnissen das Modul Berufsrollenreflexion verändert (Schophaus, 2015) und der Tag der Menschenrechte eingeführt (Zeitner, 2017). Die Auswirkungen dieser Maßnahmen konnten mit der ersten Umfelder-Studie (2012-2017) nicht erfasst werden.

    Am 01.03.2019 startete nun die Studie Umfelder 2.0. Hier soll nun insbesondere. eine der Befragungen ca. 18 Monate nach dem Ende des Studiums und damit nach deutlich längerer Praxiszeit als bei der ersten Umfelder-Studie durchgeführt werden. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich eine längere Berufspraxis auf die Einstellungen und Haltungen der jungen Polizistinnen und Polizisten gegenüber Fremdheit auswirkt. Die Studie wird vorrausichtlich 2024 abgeschlossen.

    Kooperationspartner sind:

    Dr. Nora Rebekka Krott, Institut für interdisziplinäre Konflikt-und Gewaltforschung (IKG), Universität Bielefeld, nora.krott@uni-bielefeld.de

    Prof. Dr. Eberhard Krott, eberhard.krott@fhoev.nrw.de

    KDin Ines Zeitner, ines.zeitner@fhoev.nrw.de

     

     

     

    Forscher/innen
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder 2.0)

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation 2.0 (Umfelder 2.0; 2019-2024) – Fortsetzung und...
    Ines Zeitner , Eberhard Krott

  • Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 14:0
    Politische Bildung und Polizei (PolBiP2)

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2021
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Angesichts einer zunehmend komplexeren Umwelt steigen die Herausforderungen für und die Anforderungen an die Arbeit der Polizei. Unklare Grenzen zwischen  innerer und äußerer Sicherheit, internationale Migrationsbewegungen oder aktuelle Phänomene politisch motivierter Kriminalität definieren . neben weiteren Faktoren den voraussetzungsvollen Rahmen polizeilichen Handelns. Die Vermittlung rechtlicher und polizeifachlicher (Einsatzlehre, Kriminalistik etc.) Kenntnisse im Rahmen der Aus- und Fortbildung ist in dieser Hinsicht allenfalls eine notwendige Bedingung zur Erfüllung des polizeilichen Auftrags. Dies stellt im Kern gleichsam die für die Polizeien des Bundes und der Länder grundlegende Polizeidienstvorschrift (PDV) 100 prominent im einleitenden Kapitel heraus: ,,Oberstes Gebot polizeilichen Handelns ist die Verpflichtung, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Polizeiliches Handeln muss - über die Bindung an Recht und Gesetz hinaus - politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen" (PDV 100 VS-NfD, Ausgabe 2012; Nr. 1.1 [offener Teil]). Mithin benötigen Polizist*innen politische Bildung, die sie dazu  befähigt, Einsatzanlässe kritisch-reflektiert in ihrem politisch-sozialen Kontext zu verstehen, Urteilsfähigkeit zu entwickeln und die Menschenwürde achtend im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu agieren. Konkret bedeutet dies, dass Polizist*innen im Hinblick auf ihren Arbeitsalltag beispielsweise wissen, welche Bedeutung Menschenrechte im Polizei-Bürger-Verhältnis haben, wie ein freiheitlich­ demokratischer Rechtsstaat funktioniert und welche Rolle die Polizei in diesem hat. Sie sollten die gesellschaftspolitische Dimension von Einsätzen - zum Beispiel rund um Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte oder die Registrierung anreisender Flüchtlinge - kennen und den Beamt*innen sollte bekannt sein, wie zwischen „normaler" und„politisch motivierter" Kriminalität differenziert werden kann und wenn sie erkennen können, was politischer Extremismus ist, wie er begründet und strukturiert ist und welche Folgen dieser für das Gemeinwesen haben kann. Sie müssen für ihre Einsätze zum Beispiel im Kontext von politischen Demonstrationen einerseits Kenntnisse über die Ziele der Demonstranten und ggf. Gegendemonstranten haben. Andererseits sollten sie für sich auch erkennen, dass etwa polizeiliche Maßnahmen zur Gewährleistung der ungehinderten Durchführung rechtsextrem motivierter Demonstrationen angesichts linksextrem motivierter Gegendemonstrationen insgesamt. kein Bekenntnis zu den rechtsgerichteten Demonstrationszielen darstellen, sondern hier der Schutz der Ausübung der Grundrechte auf Meinungsfreiheit und Demonstration angesprochen ist. Vor diesem Hintergrund ist hinsichtlich der polizeilichen Aus- und Fortbildung insgesamt ein weiter Begriff politischer Bildung zugrunde zu legen, der fächer- biw. disziplinübergreifend · ausgerichtet ist und Bezüge zum Beispiel zu den Fächern Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Berufsethik und Rechtswissenschaften, aber auch Kriminologie und Einsatzlehre, aufweist. Dabei geht es immer auch um Professionalität (vgl. Groß/Schmidt 2011), ,,Cop Culture" (vgl. Behr 2008) und letztlich um Demokratie bzw. das Leitbild einer „Bürgerpolizei, die sich als Dienstleister versteht, Kundenbedürfnissen Rechnung trägt und ihre Arbeit umfassend begründet" (Jaschke 2006; 150). Entsprechend unterstützt politische Bildung in der Polizei die„Entwicklung eines demokratischen Selbstbildes und damit insgesamt den Demokratisierungsprozess in der Polizei" (Schulte 2006; 295).

    Forscher/innen
    Politische Bildung und Polizei (PolBiP2)

    Angesichts einer zunehmend komplexeren Umwelt steigen die Herausforderungen für und die Anforderungen an die Arbeit der Polizei....
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 25.02.2019 16:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 16:0
    Untersuchung der akademischen Leistungsfähigkeit erstausgewählter bzw. nachrückender Studierender im Polizeivollzugsdienst (EVA PVD Teil 2)

    Projektzeitraum: 01.01.2019 - 31.08.2019
    Auftragsforschung aktuell laufend

    Erstmalig haben im Oktober 2015 im Polizeivollzugsdienst NRW 250 Bewerberinnen und Bewerber nach vorheriger Ablehnung nachträg­ lich als Kommissaranwärterinnen und -anwärter ihr Studium an der FHöV NRW aufgenommen. Die nachrückenden Studierenden (ca. 13,2% der insgesamt 1892 Neueinstellungen im Jahr 2015) wurden nicht den bestehenden Kursen zugeteilt, sondern bildeten an den Abtei­ lungen der FHöV NRW jeweils eigene Kurse. Der damalige Innenmi­nister Ralf Jäger setzte ,,[...] dabei auf qualifizierte Bewerberin­ nen und Bewerber, die über ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, intellektuellen Fähigkeiten und körperlicher Leistungsfähigkeit verfügen" (aus der Presseerklärung des Ministeriums für Inneres und Kommunales vom 02.09.2015). Diese Situation bot die einmali­ge Chance, die durch die Einstellungsbehörden vorgenommene Studierendenauswahl hinsichtlich   der akademischen der Studierenden quasiexperimentlel mit geringer Fehlerwahrscheinlichkeit zu evaluieren.

    Die einzigartig große Anzahl von Nachrückerinnen und Nachrückern machte es möglich, einen Gruppenvergleich zwischen der „1. Wahl" und der „2. Wahl" der Studierenden vergleichsweise objektiv, va­lide, reliabel und ökonomisch vorzunehmen. Hierzu wurden die No­ ten der Studierenden in den Modulprüfungen anonym erfasst und hinsichtlich statistisch signifikanter und praktisch bedeutsamer Unterschiede untersucht. Die Studienleistung wurde im abge­schlossenen ersten Teil der Untersuchung anhand von 10 Leistungsnachweisen (2 Hausarbeiten,Fachgespräch,Klausuren) vom Grundstudium 1 bis zum Hauptstudium 1.4 gemessen. Die Daten wurden unter Berücksichtigung relevanter Datenschutzgesezte er­hoben und verarbeitet.

    Von 1352 Studierenden der Erstauswahl sowie von 186 Nachrückern lagen zum Auswertungszeitpunkt vollständige Datensätze vor. Die beiden Gruppen waren homogen hinsichtlich der Alters- und Ge­schlechtsverteilung. Während sich Geschlechtsunterschiede in Be­ zug auf die Durchschnittsnoten darstellten (Frauen schnitten besser ab, wie allgemein bei akademischen Leistungsprüfungen üb­ lich), hatte das Alter keine bedeutsame Auswirkung auf die Er­gebnisse. Es zeigen sich im non-parametrischen Vergleich der Verteilungen in den Einzelleistungsnachweisensowie auf aggre­gierter Datenebene überwiegend erwartungskonforme signifikante Medianunterschiede in 8 Leistungsnachweisen (2 Hausarbeiten, 1 Fachgespräch, 7 Klausuren). Während  eine  weitere Klausur ohne signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen blieb, waren die Ergebnisse in der Klausur zur Bekämpfung der einfachen und mittleren Kriminalität" erwartungswidrig.

    Unter der Annahme, dass die statistischen Voraussetzungen er­ füllt waren, wurden auch parametrische Tests durchgeführt. Die Einzelbewertungen zeigten insgesamt eine gute Reliabilität, auch wenn die einzelnen Prüfungsergebnisse untereinander nur schwach bis moderat korrelierten. Leistungsnachweise mit direktem Kon­ takt wurden durchschnittlich besser bewertet als anonymisierte Klausuren. Eine Hauptkomponentenanalyse sortiert die Leistungs­ nachweise dementsprechend in 3 Faktoren.

    Grundsätzlich wurde die Validität des Auswahlverfahrens anhand der Ergebnisse bestätigt. Die erwartungswidrigen Teilergebnisse wurden umfassend diskutiert und sind in die Beratungen verschie­dener Gremien eingeflossen.

    Im nun vorgesehenen 2 Teil, der Gegenstand des vorliegenden An­ trags ist sollen die weiteren Leistungsnachweise bis einschließ­ lich der Bachelorarbeit ausgewertet werden. Es soll neben den bereits genannten Aspekten untersucht werden, ob sich die Leis­tungen der Kurse im Laufe des Studiums annähern oder ob die Un­terschiede konstant bleiben. Die prüfungstechnischen, hochschul­ didaktischen und personalauswahlbezogenen Resultate werden auf der XVI. European Conference of Psychology vorgestellt. Nach Ab­schluss des 2. Teils ist eine Publikation der Ergebnisse ge­plant, insofern die beteiligten Gremien einverstanden sind.

    Forscher/innen
    Untersuchung der akademischen Leistungsfähigkeit erstausgewählter bzw. nachrückender Studierender im Polizeivollzugsdienst (EVA PVD Teil 2)

    Erstmalig haben im Oktober 2015 im Polizeivollzugsdienst NRW 250 Bewerberinnen und Bewerber nach vorheriger Ablehnung nachträg­ lich...
    Dr. Stefan Hollenberg

  • Erstellt am: 10.01.2019 12:0 Zuletzt bearbeitet am: 03.05.2019 09:1
    Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst)

    Projektzeitraum: 01.10.2018 - 30.09.2021
    Drittmittelprojekt aktuell laufend

    Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Bereiche Arbeit, Wohnung oder Bildung, sondern auch die Sicherheit. So wird die Separierung ethnischer Gruppen in einzelnen städtischen Quartieren, d. h. die sogenannte ethnische Segregation, als ein Risikofaktor eingestuft, der das Risiko für die Bewohnerinnen und Bewohner erhöht, Täter oder Opfer einer Straftat zu werden.

    Das Projekt migsst wird diese Annahme durch einen umfassenden und interdisziplinären Forschungsansatz überprüfen. Aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Blickrichtungen wird untersucht, ob dem so ist und welche Risikofaktoren und Potentiale identifizierbar sind und mit welchen Mitteln diese beeinflusst werden können. Durch Befragungen, Interviews und statistischen Auswertungen werden Daten zu Migration, Integration und auch Segregation erhoben und zusammen mit Lagebildern zur Kriminalität sowie stadt- und quartierspezifischen Daten analysiert. Eine ethische Begleitforschung und rechtswissenschaftliche Studien ergänzen die sozialwissenschaftlichen empirischen Arbeiten.

    Auf Basis der erhaltenen Erkenntnisse werden neue Ansätze für die Kriminalprävention entwickelt. Darüber hinaus wird ein Planungs- und Entscheidungsmodell für die intervenierende Polizeiarbeit erstellt und ein Anforderungskatalog für Kommunikations- und kooperative Handlungsstrategien in durch Migration geprägten Quartieren erarbeitet. Gleichzeitig werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für die polizeilichen und präventiven Maßnahmen aufgezeigt.

    Die  Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Prof. Dr. Bernhard Frevel, richtet den analytischen Blick auf die stadtsoziologischen Fragen zur Segregation und befasst sich weiterhin mit Fragen der Vulnerabilität, Viktimisierung und des Opferschutzes.

    Die Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Prof. Dr. Rita Haferkamp, untersucht mit Hell- und Dunkelfeldstudien Aspekte der Kriminalität von Zugewanderten und entwickelt kriminalpräventive Ansätze.

    Die Forschungsgruppe BEMA am Institut für Soziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität, Dr. Marco Heyse, ist mit einer quantitativen Studie zum Sicherheitsempfinden, den Erwartungen an Sicherheitsarbeit und Opfererfahrungen in ethnisch segregierten Quartieren am Projekt beteiligt.

    Das Lehrgebiet „Kommunikationswissenschaften“ der Deutschen Hochschule der Polizei, Prof. Dr. Stefan Jarolimek, analysiert einerseits mit Medienanalysen das Image von ethnisch segregierten Quartieren sowie die Kommunikation zwischen Sicherheitsakteuren und der Bevölkerung.

    Das Internationale Zentrum für Ethik in der Wissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen, PD Dr. Jessica Heesen, hinterfragt die so genannte „Parallelgesellschaften“ und untersucht die Potentiale einer modernen Kommunikation in multiethnischen Städten.

    Die Universität Bielefeld, Prof. Dr. Christoph Gusy, analysiert rechtswissenschaftlich die Kooperation der in ethnisch segregierten Quartieren handelnden öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure sowie das Zusammenwirken verschiedener Rechtsgebiete in Hinblick auf integrierende bzw. segregierende Wirkung.

    Das Bundeskriminalamt, Tanja Cornelius, entwickelt ein Modell zur Analyse von Kriminalitätsrisiken, um polizeiliche Interventions- und Präventionsarbeit wirksam und im Sinne der Verhältnismäßigkeit zu gestalten.

    Im Rahmen eines Unterauftrags kommuniziert das DPT-Institut für angewandte Präventionsforschung Projektergebnisse mit den Akteuren der Präventionspraxis über ein Webinar (Online-Seminar) sowie eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Präventionstages.

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird mit insgesamt 1,9 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit (vgl. www.sifo.de) zur Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Fragen der Migration“ gefördert. Es wird koordiniert von Prof. Dr. Bernhard Frevel von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Externes Projekt | BMBF

    Linktext Forscher/innen
    Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst)

    Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden vor große...
    Dr. Bernhard Frevel , Christiane Howe , Dorthe Flothmann

  • Erstellt am: 19.01.2018 09:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 14:0
    Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Es handelt sich um eine Quer- und Längsschnittstudie mit mehreren Messzeitpunkten, um die Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus inhaltlicher Sicht zu belegen. Gleichzeitig geht es um die Bestimmung des Gesundheitszustandes einer Organisation. Der Projektzeitraum läuft von 2010 bis etwa 2019 in Abhängigkeit von Teilnahme und der weiteren Akquise. Um die Wirksamkeit nachzuweisen, sind große Stichproben erforderlich. Gerade die Erlangung der Längsschnittdaten ist ein diffiziles Geschäft, da in diesem Fall Personen über vier bis fünf Messzeitpunkte durch die Evaluation begleitet werden. In einem solchen Zeitraum ist mit Drop-outs zu rechnen, die durch neue Teilnehmer zu ersetzen sind, um eine aussagekräftige Datenlandschaft zu generieren. Das Projekt integriert Subprojekte, in denen es um spezifische Fragestellungen zur Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung oder um die Feststellung des Gesundheitszustandes einer Organisation geht.

    PLANUNG FÜR DEN ZEITRAUM 2018-19

     

    Im Rahmen dieses Zeitraums wird v. a. das Subprofekt der DRV' beendet (geplantes Ende 09/18) und anschließend umfassend analysie1t. Ein Endbericht ist Ende des Jahres 2018 bzw. Anfang 2019 angestrebt. Es handelt sich 'um eine Evaluationsstudie als Panelfeldstudie zu einem ganzheitlichen Präventionskonzept mit den Säulen Bewegung, Ernährung und Resili­ enz. Das Präventionsprojekt hat im September 2016 begonnen und ist bis September 2018 anberaumt. Dieses Teilprojekt ist gerade aus Sicht der Wirksamkeitsforschung von hoher Re­ levanz, da es hier möglich sein wird, über eine umfassende Längsschnittanalyse mit Kontroll­gruppen die Wirkungen aus gesundheitspsychologischer Sicht (vor allem Selbstwirksamkeit und Gesundheitsverhalten betreffend) nachzuweisen (derzeit sind 4 Gruppen a 15 Teilnehmer am Start nebst zwei Kontrollgruppen). Hinzukommen zwei weitere Gruppen a 15 Teilnehmer, die bis zur Berichtslegung die erste Transferphase abgeschlossen haben. Der Schwerpunkt der Analyse ist die Identifikation der Erfolgsfaktoren für ein wirksames Präventionskonzept, um damit künftige Präventioriskonzepte zu optimieren.
    Neben diesem Subprojekt werden unter anderem die in 2017/18 gewonnenen Daten zur Ge­ fährdungsbeurteilung psychischer Belastungen weiter erfasst und konsolidiert. Hier ennög­ licht eine neue umfangreiche Stichprobe von ca. 2400 Teilnehmern von 22 Organisationsein­ h.eiten (11/2017) mit einer durc)1schnittliche Antw01tqualität von 84 Prozent die umfängliche Qualitätskontrolle des bisherigen Instrumentes (Gütekriterien, Normstichproben etc.). Mithil­ fe dieser fundierten Datenlandschaff soll das Instrument zur Erfassung psychischer Belas­ tungen auf dem Prüfstein  und ggf. eine Aktualisierung erfolgen.  Ferner  wird das Ziel verfolgt, die bislang allgemein gehaltenen Ampel- bzw. Grenzwerte in Bezug auf die demogtafi­schen Faktoren zu differenzieren.

    Das Werkzeug zur erweiterten Fehlzeitenana)yse (in den vorherigen Forschungsjahren als Fehlzeitenlotse thematisiert) ist aus wissenschaftlicher Sicht in Bezug auf die integrierten Al­ gorithmen ausreichend entwickelt und soll nunmehr in einem anwenderorientierten Tool über­ führt werden, um die Praxistauglichkeit zu erhöhen. Das Tool soll in mindestens zwei Organisationen  eingesetzt  werden. Aus wissenschaftlicher Sicht interessiert hter v. a. die Anwend­barkeit  des Werkzeugs im Rahmen des. Gesundheitscontrollings. Dies erfolgt durch eine be­gleitende Evaluationsstudie zunächst auf qualitativer Ebene (interviewbasiertes Design). Aus den I;rgebnissen sollen Rückschlüsse auf die bisherigen Algorithmen und Herangehensweisen der erweiterten Fehlzeilenanalyse gezogen werden,"um das Werkzeug einer weiteren Optimie­rung heranzuführen.

    Das Werkzeug zur erweiterten Fehlzeitenana)yse (in den vorherigen Forschungsjahren als Fehlzeitenlotse thematisiert) ist aus wissenschaftlicher Sicht in Bezug auf die integrierten Al­ gorithmen ausreichend entwickelt und soll nunmehr in einem anwenderorientierten Tool über­ führt werden, um die Praxistauglichkeit zu erhöhen. Das Tool soll in mindestens zwei Organisationen  eingesetzt  werden. Aus wissenschaftlicher Sicht interessiert hter v. a. die Anwend­barkeit  des Werkzeugs im Rahmen des. Gesundheitscontrollings. Dies erfolgt durch eine be­gleitende Evaluationsstudie zunächst auf qualitativer Ebene (interviewbasiertes Design). Aus den Ergebnissen sollen Rückschlüsse auf die bisherigen Algorithmen und Herangehensweisen der erweiterten Fehlzeilenanalyse gezogen werden,"um das Werkzeug einer weiteren Optimie­ rung heranzuführen.

     

    Planungen 2017/2018

    Im weiteren Verlauf des Projektes zur Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Ge-sundheitsförderung wird ein besonderes Teilprojekt der Deutschen Rentenversicherung in-tegriert. Es handelt sich um eine Evaluationsstudie als Panelfeldstudie zu einem ganzheitlichen Präventionskonzept mit den Säulen Bewegung, Ernährung und Resilienz. Das Präventi-onsprojekt hat im September 2016 begonnen und ist etwa bis September 2018 anberaumt. Dieses Teilprojekt ist gerade aus Sicht der Wirksamkeitsforschung von hoher Relevanz, da es hier möglich sein wird, über eine umfassende Längsschnittanalyse mit Kontrollgruppen die Wirkungen aus gesundheitspsychologischer Sicht (vor allem Selbstwirksamkeit und Gesund-heitsverhalten betreffend) nachzuweisen (derzeit sind vier Gruppen à 15 Teilnehmende am Start nebst zwei Kontrollgruppen). Weitere Kohorten sollen in 2017 und ggf. noch 2018 berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt wird hier die Entwicklung von Instrumenten sein, die sensitiv gesundheitspsychologische Konstrukte wie Selbstwirksamkeit, konstruktives Gesundheitsverhalten, Gesundheitsbewusstsein oder Vulnerabilität erfassen. Zudem wird das Augenmerk auf der Umsetzung der Evaluationsstudie liegen, um Erfolgsfaktoren für ein wirksames Präventionskonzept zu optimieren.

     

    FPM Studienjahr 2016/2017

    Neben diesem Teilprojekt werden u. a. die in 2016/2017 gewonnenen Daten zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen weiter erfasst und konsolidiert. Im Zusammenhang mit weiteren gesundheitsrelevanten Faktoren der Arbeits- und Organisationswelt (Füh-rung, Kultur, Arbeitsfähigkeit etc.) sollen diese Belastungswerte im Sinne einer Balanced Sco-recard für organisationale Gesundheit verknüpft werden.

    In der FHöVAktuell (Ausgabe Februar 2017) werden das Projekt und das Evaluationsdesign eines betrieblichen Präventionskonzeptes der Deutschen Rentenversicherung beschrieben (siehe Homepage der FHöV NRW).

    Forscher/innen
    Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

    Es handelt sich um eine Quer- und Längsschnittstudie mit mehreren Messzeitpunkten, um die Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen...
    Dr. Klaus Michael Treier

  • Erstellt am: 10.08.2018 09:1
    Versorgung psychischer Unfallfolgen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle Unfallfolgen sind sofort nach dem Schadenereignis sichtbar, vielleicht erst auf den zweiten Blick; und auch die Dauer der Folgen ist unterschiedlich. Opfer von Verkehrsunfällen sind nicht nur all jene Menschen, die bei einem Unfall körperlich-seelische Schäden erlitten haben („Primäropfer“). Auch Zeugen und Angehörige, Ersthelfer oder Unfallverursacher können Opfer („Sekundäropfer“) mit Folgen sein, die sie massiv und prägend beeinträchtigen.

    Ein Verkehrsunfall unterbricht, insbesondere bei Personenschaden, die bisherige Kontinuität des Lebens. Häufig werden Opfer von den Bildern, den gewaltsam wirkenden Eindrücken und den ausgelösten Ängsten lange Zeit verfolgt und an der Teilhabe am Leben beeinträchtigt. Auswirkungen sind beispielsweise Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder gar ein Meiden des Verkehrs aus Furcht vor einem erneuten Unfall, eingeschränkte Mobilitätsmöglichkeiten, nicht nur durch psychische Probleme, sondern auch wegen körperlicher Einschränkungen, Probleme bei der Fortführung des Berufs, posttraumatische Belastungsstörungen oder schwere depressive Reaktionen. Die nötige Inanspruchnahme zeitnah erforderlicher psychotherapeutischer Hilfeleistungen ist für Verkehrsunfallopfer zum Teil mit erheblichen rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten verbunden, die zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Teilhabe am beruflichen und privaten Leben führen können.

    Unfallopfer dürfen nicht alleingelassen werden. Sie benötigen in der Regel einen Beistand, um rasch an therapeutische Hilfen zu neuen Lebensperspektiven zu gelangen.

    Bei dem Projekt handelt es sich um die Folgestudie der 2014 abgeschlossenen Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Psychische Folgen von Verkehrsunfällen (veröffentlicht in: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe: Mensch und Sicherheit, Heft M 245). Projektbeteiligte sind neben der BASt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) und die FHöV NRW.

    Ein Fachbeitrag zu Rechtsansprüchen zur Versorgung psychischer Verkehrsunfallfolgen erscheint in der Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV), Verlag C.H.Beck, München, Heft 9/2018). Am 20.11.2018 findet zu dem im Forschungsprojekt behandelten Thema unter Schirmherrschaft von Herrn Minister Herbert Reul der Deutsche Verkehrsexpertentag im Bildungszentrum „Carl Severing“, Münster, statt, an dem u. a. auch die FHöV NRW beteiligt ist. Für den Deutschen Verkehrsgerichtstag 2019 ist überdies ein entsprechender Arbeitskreis angemeldet worden.

    Forscher/innen
    Versorgung psychischer Unfallfolgen

    Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle...
    Peter Schlanstein

  • Erstellt am: 10.08.2018 09:1
    Nachhaltigkeit der Kommunalfinanzen (Monographie)

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Eine große Zahl kommunaler Haushalte zeichnet sich durch regelmäßige Jahresfehlbeträge sowie hohe Bestände an Kassenkrediten aus. Das von den Landesgesetzgebern insbesondere seit der Umstellung auf doppische Kommunalhaushalte verfolgte Ziel der finanziellen Generationengerechtigkeit wird dadurch verfehlt.

    Auf der Suche nach Instrumenten zur Problemlösung ist von vereinzelten Teilen der Politik und Wissenschaft der Ruf nach einer Öffnung des Insolvenzrechts für Gemeinden und Gemeindeverbände laut geworden. Ähnlich privatwirtschaftlicher Unternehmen soll den Gebietskörperschaften die Möglichkeit gegeben werden, sich in einem Insolvenzplanverfahren zu sanieren. Gegner solcher Vorschläge fordern indes neue, in das bestehende Haushaltsrecht eingebettete Konsolidierungsinstrumente, ohne den Gemeinden Zugang zum Insolvenzverfahren zu ermöglichen.

    Es stellt sich daher die Frage, ob eine Insolvenzverfahrensfähigkeit unter Berücksichtigung der Rechtsstellung der Kommunen möglich ist und, wenn ja, wie ein solches Verfahren auszugestalten ist und welche Folgen daraus erwachsen - sowohl für die unmittelbar betroffenen Kommunen als auch den Gesamtstaat. Gleichzeitig ist zu untersuchen, wie das Haushaltsrecht der Kommunen ohne eine Öffnung der Insolvenzordnung weiterentwickelt werden kann, um die Finanzprobleme zu lösen. Für beide Alternativen ist in einem vorhergehenden Schritt zu ermitteln, welche Ursachen den defizitären Kommunalhaushalten zugrunde liegen, um diese Mängel in der Entwicklung von Lösungen zu berücksichtigen. Aufgrund der zentralen Rolle des Rechnungswesens für die Analyse und Steuerung der Kommunalfinanzen sind zudem die Anforderungen sowohl einer kommunalen Insolvenzverfahrensfähigkeit als auch der alternativen Konsolidierungsinstrumente an dieses zu ermitteln.

    Forscher/innen
    Nachhaltigkeit der Kommunalfinanzen (Monographie)

    Eine große Zahl kommunaler Haushalte zeichnet sich durch regelmäßige Jahresfehlbeträge sowie hohe Bestände an Kassenkrediten aus. Das...
    Christian Fritze

  • Erstellt am: 10.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Methodenkompetenz entwickeln durch ein E-Portfolio für die Juristische Methodik

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat die Entwicklung von Methodenkompetenz durch E-Portfolio-Lernen zum Gegenstand. Es bezieht sich im Ausgangspunkt prototypisch auf die Juristische Methodik, kann jedoch im Erfolgsfall dahingehend fortgesetzt werden, dass Erkenntnisse für die Tauglichkeit zum Einsatz von E-Portfolios als modulübergreifendes Reflexionsinstrument an der FHöV geliefert werden.

    Erste Versuche haben ergeben, dass einzelne Studierende ein E-Portfolio sehr gut annehmen – die Mehrheit jedoch nicht. Dies zeigt einerseits, dass das aus fachlich-didaktischer Sicht erkannte Potenzial für die Kompetenzentwicklung vorhanden ist; es lohnt sich deshalb, dieses Projekt zu verfolgen. Andererseits besteht (keineswegs unerwarteter) Optimierungsbedarf insb. in puncto Akzeptanzförderung, Begleitung und Feedback. Dieser Bedarf lässt sich allerdings mit den Bordmitteln der Lehre nicht bewältigen, so dass dieser Forschungsantrag gestellt wird.

    Sofern das Forschungsziel erreicht wird, könnte das Instrument des E-Portfolios perspektivisch auch über die Juristische Methodik hinaus (isoliert, aber ggf. auch modulübergreifend) sinnvoll eingesetzt werden, bspw. um die Methodenkompetenz modulübergreifend zu stärken, aber auch der Reflexion zu einer nachhaltigen Methode und Kompetenz der Studierenden zu verhelfen. Dabei werden sich Fragen hinsichtlich der Organisation der Lehre, der Ausstattung der Lehrstühle sowie der Entwicklung der Studiengänge stellen. Diese Überlegungen sind nicht Gegenstand dieses Forschungsvorhabens, sondern werden ggf. dann separat verfolgt werden.

    Forscher/innen
    Methodenkompetenz entwickeln durch ein E-Portfolio für die Juristische Methodik

    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat die Entwicklung von Methodenkompetenz durch E-Portfolio-Lernen zum Gegenstand. Es bezieht...
    Dr. Thorsten Attendorn

  • Erstellt am: 15.08.2018 07:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Arbeitswelt 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    1. Projektziel

    Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen mit innovativen Konzepten für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit verbunden sind. Die Möglichkeiten und Grenzen sollen grundsätzlich und konkret auf eine oder mehrere kommunale Verwaltungen bezogen aufgezeigt werden. Schließlich sollen Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelt entwickelt werden.

    2. Projektbeschreibung

    Neue, innovative Konzepte für Büro- und Arbeitswelten sind dadurch gekennzeichnet, dass „klassische“ Strukturen in Form der sog. „Zellenbüros“ konsequent überdacht, wo möglich, aufgegeben und stattdessen kommunikationsfördernde Arbeitslandschaften aufgebaut werden. Transparente Strukturen sollen die Kreativität der einzelnen Mitarbeiter/-innen fördern, die Bildung von Teams und die Entstehung von Netzwerken unterstützen. Arbeitslandschaften müssen hierbei harmonisch an die Bedürfnisse der Gruppe sowie der einzelnen Individuen angepasst werden und Prozesse bzw. Arbeitsabläufe unterstützen. Transparenz und Offenheit, Flexibilität in der Arbeitsweise und Elastizität der Raumstrukturen sind gefordert. Es besteht ein Bedarf an Multi-Funktionalität. In diesem Projekt soll u. a. die Raumplanungskonzepte im Kontext steigender Zahlen an Mitarbeiter/-innen unter Berücksichtigung personalwirtschaftlicher Aspekte (Teilzeitwünsche, Telearbeit, Arbeitszeitmodelle, arbeitsschutzrechtliche Regelungen etc.), von Wünschen der Mitarbeiter/-innen (feste Arbeitszeiten am Vormittag wegen Kinderbetreuung, Pflege etc., eingeschränkte Flexibilität etc.) und einer begrenzten Raumanzahl (Digitalisierung, Einführung von E-Akten, hausweite Standards, Bürokonzepte/-belegung/-möblierung etc.) in konkreten Beispielen untersucht werden.

    3. Projektdesign

    Die folgenden Aspekte dienen als Ausgangsbasis dazu, eine Vorstellung zu Aufbau und Inhalten des Projektes zu entwickeln: Die o. a. Aspekte können bzw. sollen differenziert bearbeitet werden, u. a.:

    • 1. Neue, innovative Konzepte zur Büro- und Arbeitswelt, einschließlich Aspekte einer zukunftsgerichteten Raumplanung
    • 1.1 Personalwirtschaftliche Ansätze (Mitarbeiterzuwachs, Teilzeit, Telearbeit etc.)
    • 1.2 Digitalisierung (E-Akte, Wege-Apps…)
    • 1.3 Räumliche Möglichkeiten und Grenzen (Vorgaben Arbeits- und Gesundheitsschutz etc.)
    • 1.4 Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit
    • 1.5 Image/Außenwirkung der Verwaltung und Barrierefreiheit/Hausleitsystem
    • 2. Analyse und Bewertung verschiedener raumplanerischer Ansätze/good practice oder best practice-Beispiele anhand ausgewählter öffentlicher Verwaltungen im In- und Ausland („Container-Lösungen“, Niederlande etc.)
    • 3. Analyse und Bewertung der Umsetzung unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten, unter Berücksichtigung von u. a.:
    • 3.1 Einbeziehung von Mitarbeiterwünschen und -ideen (ggf. Durchführung einer Befragung)
    • 3.2 Fähigkeit und Bereitschaft zur Mobilität, Grenzen der Mobilität (u. a. Kinderbetreuung/Pflege, Präsenz am Arbeitsplatz, alternierende Telearbeit, mobiles Arbeiten etc.)
    • 3.3 Räumliche Möglichkeiten und Grenzen (u. a. feste Raumanzahl)
    • 3.4 Zeitliche, organisatorische und finanzielle Ressourcen (Sicherstellung des laufenden Betriebs, Aufwand für Umzüge, ggf. Zwischenlösungen etc.)
    • 4. Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit
    • 5. Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelten, ggf. aufgezeigt an ausgewählten Beispielen
    Forscher/innen
    Datei:
    Arbeitswelt 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit

    1. Projektziel Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen mit innovativen Konzepten für Büro- und...
    Birgit Beckermann

  • Erstellt am: 15.08.2018 08:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung „Neue Autorität“

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Problemstellung

    Die beiden Fachbereiche AV/R und Polizei planen gemeinsam eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung "Neue Autorität". Ideengeber sind Carl W. Borgstedt, Fachbereich Polizei, und Birgit Beckermann, Fachbereich AV/R.

     

    Zielsetzung

    Ziel ist es, erstmals in der 42-jährigen Geschichte der FHöV NRW eine gemeinsam vorbereitete und durchgeführte interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung durchzuführen.

    Vorgehen

    Die Tagung soll im Frühjahr 2019 stattfinden. Entsprechend wird mit der Programmplanung, mit der Gewinnung der Referenten etc. im Herbst 2018 begonnen. Nach der Durchführung der Tagung solle ein Dokumentationsband erstellt werden.

    Es soll auch eine Berichterstattung sowohl zur Ankündigung der Tagung als auch als Nachlese nach der Tagung im FHöV-Newsletter erfolgen. 

    Forscher/innen
    Interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung „Neue Autorität“

    Problemstellung Die beiden Fachbereiche AV/R und Polizei planen gemeinsam eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende...
    Birgit Beckermann