Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Rechtsansprüche zur Versorgung psychischer Verkehrsunfallfolgen
Publikation

Schlanstein, Peter (2018): Rechtsansprüche zur Versorgung psychischer Verkehrsunfallfolgen, in: Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV), Heft 9/2018, 406-411

Titel:
Rechtsansprüche zur Versorgung psychischer Verkehrsunfallfolgen

Jahr(gang):
2018

(Erst-)Autor:

Name der Zeitschrift:
Neue Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV)

Heft/Ausgabe:
9/2018

Seiten von-bis:
406-411

Beschreibung:
Eine 2018 abgeschlossene Untersuchung der Europäischen Vereinigung der Unfallopfer im Straßenverkehr (FEVR) hat rechtliche Mängel sowie tatsächliche Probleme der Versicherungssysteme zu Lasten von Verkehrsunfallopfern, insbesondere was die Versorgung psychologischen Folgen betrifft, aufgezeigt. So müssten die Effektivität der Betreuung nach dem Unfall und die Unterstützung für Unfallopfer deutlich verbessert werden, weil frühe und wirksame Interventionen das Maß an negativer Auswirkung nach einem Unfall merklich verringern könnten. Das gilt auch für Verkehrsunfallopfer in Deutschland. So würde insbesondere ein psychologisches Unfallmanagement dazu beitragen können, die Gesundheit, die Arbeits- und Berufsfähigkeit eines traumatisierten Verkehrsunfallopfers zu erhalten bzw. baldmöglichst wiederherzustellen. Denn psychische Erkrankungen gehören in Deutschland längst zu den Volkskrankheiten. Da über 27 Prozent der Erwachsenen innerhalb eines Jahres von ihnen betroffen sind, stehen sie bei den Ursachen für Krankschreibungen und frühzeitige Berentungen ganz vorn und sind zu einer der größten Herausforderungen für die Gesellschaft geworden. Erläuterungen zur Situation psychisch verletzter Verkehrsunfallopfer, grundsätzliche Hinweise zur rechtlichen Situation und besseren Versorgungsmöglichkeiten bei Kfz-Haftpflichtschäden werden im Beitrag angeführt.