Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Der Aufstieg des Wing Tsun - Fallstudie Deutschland
Publikation

Körner, S., Judkins, B. N., Staller, M. S. (2018). Der Aufstieg des Wing Tsun - Fallstudie Deutschland. Journal of Martial Arts Research, 1 (1). DOI: 10.15495/ojs_25678221_11_47

Titel:
Der Aufstieg des Wing Tsun - Fallstudie Deutschland

Jahr(gang):
2018

(Erst-)Autor:
  • Swen Körner
(Co-)Autoren:

Name der Zeitschrift:
Journal of Martial Arts Research

Heft/Ausgabe:
1(1)

Seiten von-bis:
1-17

Beschreibung:
Gemessen an seiner weltweiten Popularität ist das chinesische Nahkampfsystem Wing Chun bis heute beachtenswert unerforscht. Mit The Creation of Wing Chun haben Judkins und Nielson 2015 einen Meilen- stein wissenschaftlicher Aufarbeitung vorgelegt (Judkins & Nielson, 2015). Im Ergebnis ihrer sozialge- schichtlichen Rekonstruktion erscheint Wing Chun als Effekt globalisierter Kommunikations- und Zahlungs - märkte – und zwar auch und gerade dort, wo sich Wing Chun auf vormoderne Tradition und Herkunftslinien beruft. Im Epilog ihrer Studie geben die Autoren einen Ausblick auf Analysen zur weltweiten Verbreitung des südchinesischen Nahkampfstils. Ihre These lautet, dass sich diese entlang der Unterscheidung zweier komplementär wirksamer Kommunikationsstrategien rekonstruieren ließe. Der vorliegende Beitrag setzt hier an. Fokussiert wird auf die Verbreitung des Wing Chun in Deutschland. Seit den 1970er Jahren ist im Bundesgebiet die wohl größte Wing-Chun-Enklave außerhalb Hongkongs und Chinas entstanden. Allein die in Deutschland ansässige European Wing Tsun Organisation (EWTO) GmbH & Co. KG zählt eigenen Angaben zu Folge über 50.000 Mitglieder (Kernspecht, 2013a). Der Beitrag nimmt in einer ersten Fallanalyse Erfolgs- bedingungen der Karriere in den Blick. Im Anschluss an Judkins & Nielson (2015) bilden soziologische Dif - ferenzierungs- und Systemtheorien (Luhmann, 1984; Körner, 2008) zentrale Bezugspunkte der Analyse.

Schlagworte:
Wing Chun, WingTsun, Deutschland, EWTO, Systemtheorie