Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Aktives Zuhören als doppelte Beobachtung zweiter Ordnung. Eine systemische Perspektive auf ein anspruchsvolles Unterfangen.
Publikation

Sander, Florian (2019). Aktives Zuhören als doppelte Beobachtung zweiter Ordnung. Eine systemische Perspektive auf ein anspruchsvolles Unterfangen. Working Paper, 06/2019.

Titel:
Aktives Zuhören als doppelte Beobachtung zweiter Ordnung. Eine systemische Perspektive auf ein anspruchsvolles Unterfangen.

Jahr(gang):
2019

(Erst-)Autor:
  • Florian Sander

Beschreibung:
Das sogenannte Aktive Zuhören ist eine Gesprächstechnik, die in der Psychotherapie (insbesondere Gesprächstherapie) ebenso Anwendung findet wie etwa auch in der polizeilichen Krisenkommunikation, etwa zur Deeskalation, beim Umgang mit psychisch Kranken oder beim Gespräch mit Suizidenten. Sie geht primär zurück auf den US-Psychotherapeuten Carl Rogers (1985) und dient dem Ziel, Vertrauen aufzubauen, die Kommunikation zu präzisieren und zu reflektieren, sie gewissermaßen „in positive Bahnen zu lenken“ und dadurch konstruktiv zu machen, wodurch im Idealfall die Grundlage für eine problemlösende Haltung geschaffen werden kann. Die Anforderungen an den aktiv Zuhörenden sind vielfältig. Aus klinisch-soziologischer Sicht ergibt sich daraus nun die Frage: Was passiert da bei den Beteiligten eigentlich genau? Welche Herausforderungen ergeben sich? Was passiert dabei mit den beteiligten psychischen Systemen? Ein systemischer Blick könnte hier gewinnbringend sein.