Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Forschungsprojekte
Übersicht aller Forschungsprojekte an der FHöV NRW

145 Einträge gefunden
  • Erstellt am: 15.11.2019 07:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten- und Mehrheiten in pluralen Gesellschaften

    Projektzeitraum: 01.10.2019 - 30.09.2021
    Drittmittelprojekt aktuell laufend

    Das Projekt wurde als wissenschaftliches Netzwerk der Deutschen Forschungsgemeinschaft zusammen mit der Universität Leipzig eingeworben. Es befasst sich mit Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten- und Mehrheiten im Kontext einer gegenwärtigen, religiös und kulturell pluralen Gesellschaft. Dabei ist folgende Forschungsfrage leitend: Wie werden religiöse Minderheiten und Mehrheiten diskursiv konstituiert, d. h. wie verstehen sie sich selbst und wie werden sie von anderen Teilen der Gesellschaft als ‚Minderheit‘ / ‚Mehrheit‘ wahrgenommen und adressiert.

    Insgesamt sind fünf Treffen geplant, die in Form von wechselnden Arbeitsmeetings, Tagungen und Workshops stattfinden sollen. Um die Arbeit des Netzwerks sichtbar zu machen, sind wissenschaftliche Publikationen sowie die Einrichtung einer Website geplant: https://relmmk.home.blog/

     

     

    Regulierung religiöser Pluralität in der Region (01.07.2016-31.12.2020)

    Die Kommune organisiert das zivilgesellschaftliche Zusammenleben in der Region und ist Exekutivorgan des rechtlichen Rahmens eines Landes. Sie fungiert in dieser Perspektive als Schnittstelle, da sie durch ihre jeweilige Zweckbindung relativ stabilen Restriktionen unterworfen ist, sich jedoch genauso den Wandlungsprozessen des gesellschaftlichen Zusammenlebens anpassen muss. Am Beispiel der Regulierung von religiöser Pluralität wird diese Herausforderung besonders deutlich, da Kommunen in Deutschland qua Recht religiös neutral sein müssen, jedoch auch den Bedürfnissen einer religiös vielfältigen Bevölkerung entsprechen sollen. In meiner Forschung interessiert mich wie eine Kommune religiöse Pluralität reguliert und welche Wirkung dies auf ‚Religion‘ hat.

    Das Projekt ist Teil des Forschungskollegs RePliR (Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region?), das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Weitere Informationen: http://www.forschungskolleg-replir.de/

     

     

    Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

    Religion und Recht in Deutschland, Umgang mit religiöser und kultureller Vielfalt in öffentlichen Einrichtungen, Interkulturelle und Transkulturelle Kompetenz, Wissenstransfer

    Externes Projekt | Universität Leipzig

    Linktext Forscher/innen
    Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten- und Mehrheiten in pluralen Gesellschaften (01.10.2019-30.09.2021)

    Das Projekt wurde als wissenschaftliches Netzwerk der Deutschen Forschungsgemeinschaft zusammen mit der Universität Leipzig eingeworben. Es befasst sich mit Konstellationen des Verhältnisses von religiösen Minderheiten- und Mehrheiten im Kontext einer gegenwärtigen, religiös und kulturell pluralen Gesellschaft. Dabei ist folgende Forschungsfrage leitend: Wie werden religiöse Minderheiten und Mehrheiten diskursiv konstituiert, d. h. wie verstehen sie sich selbst und wie werden (...)

  • Erstellt am: 14.11.2019 10:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Ethisch Führen. Chancen einer werteorientierten Personalführung unter besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Verwaltung

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Institut für Geschichte und Ethik (IGE) aktuell laufend

    Die Personalführung ist ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. In kaum einem anderen Feld des Personalmanagements lassen sich derart viele Publikationen, Beratungsangebote und Forschungsaktivitäten finden. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit explizit ethischer Personalführung wurde dagegen lange Zeit weitgehend vernachlässigt. Ethische Personalführung bzw. Führungsethik ist eine noch relativ neue wissenschaftliche „Disziplin“. Erst in den letzten 5-10 Jahren sind in zunehmendem Ausmaß Buchpublikationen zu diesem Themenfeld zu verzeichnen. Die Autoren/innen dieser Werke stammen selten aus dem Bereich der wissenschaftlichen Ethik, sondern häufig aus den Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie oder sogar der Neurobiologie. Entsprechend vielfältig und uneinheitlich sind die darin begründeten Begriffe und Verständnisse von ethischem Führen.

    Nicht nur die unterschiedlichen „Herkünfte“ erschweren den Zugriff auf dieses Themenfeld, sondern auch die unterschiedlichen Intentionen, die den jeweiligen Werken zugrunde liegen. So versuchen einigen Autoren/innen durch die Reduktion auf wenige zentrale, einfache und zugleich möglichst spektakuläre Thesen Aufmerksamkeit zu erzeugen, um ihre Ideen und sich selbst als deren Träger anschließend optimal vermarkten zu können. Hierbei handelt es sich streng genommen eher um „Beraterliteratur“. Grundsätzlich ist dies nicht zu beanstanden, da auch so im besten Fall wichtige Anregungen und Ideen in die öffentliche wie wissenschaftliche Diskussion eingebracht werden können. Wissenschaftlich betrachte, bleiben diese Werke jedoch oft inhaltlich unausgewogen und unterkomplex.

    Den genau gegenteiligen Weg gehen einige andere Autoren/innen aus dem universitären Kontext, die derart um wissenschaftliche Redlichkeit bemüht sind, dass bei der Fülle der dargestellten Ansätze deren kritische Reflexion oder gar die Entwicklung eigener Ideen weitgehend unterbleibt.

    Das geplante Buchprojekt versucht einen Mittelweg zwischen den dargestellten Extrempolen zu beschreiten. Dabei sollen auch Spezifika der Personalführung in der öffentlichen Verwaltung erörtert werden.

    Folgende Fragen sollen dabei leitend sein: 1) Was konkret bedeutet „ethisch Führen“ und wie lässt sich der Begriff inhaltlich abgrenzen von Begriffen wie beispielsweise „gutes Führen“ und „erfolgreiches Führen“? Mit welchen Begriffen agieren „traditionelle“ und aktuelle Ansätze? 2) Was macht ein Gesamtkonzept guter Führung aus und welche Komponenten sind dabei wie zu berücksichtigen? 3) Wie lässt sich der Zusammenhang von Ethik und Erfolg in der Personalführung zutreffend beschreiben? Welche Rolle spielt dabei die Handlungsmotivation? 4) Woran orientiert sich die Idee der „menschengerechten Führung“ und kann diese als Leitbild für ethisch-gute Führung dienen? 5) Welche Bedeutung hat Vertrauen im Kontext von Führung? 6) Ist die Vermittlung von „Sinn“ notwendiger Bestandteil von ethisch-guter Führung? Und welche möglichen Spannungsfelder (z.B. Sinnvermittlung von außen versus Autonomie) sind dabei zu berücksichtigen? 7) Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich für das ethisch-gute Führen im Kontext der öffentlichen Verwaltung?

    Forscher/innen
    Ethisch Führen. Chancen einer werteorientierten Personalführung unter besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Verwaltung (01.09.2019-31.08.2020)

    Die Personalführung ist ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. In kaum einem anderen Feld des Personalmanagements lassen sich derart viele Publikationen, Beratungsangebote und Forschungsaktivitäten finden. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit explizit ethischer Personalführung wurde dagegen lange Zeit weitgehend vernachlässigt. Ethische Personalführung bzw. Führungsethik ist eine noch relativ neue wissenschaftliche „Disziplin“. Erst in den letzten 5-10 (...)

  • Erstellt am: 14.11.2019 11:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Kritik der Macht der öffentlichen Verwaltung

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Institut für Geschichte und Ethik (IGE) aktuell laufend

    Das Projekt “Kritik der Macht der öffentlichen Verwaltung” hat zum Ziel, verschiedene Dimensionen der Macht der öffentlichen Verwaltung zu differenzieren und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Die Ausgangsthese liegt in der Annahme, dass sich ein Verständnis der Macht der öffentlichen Verwaltung nicht allein auf die Befugnisse beschränkt, mit denen deren Mitarbeiter*innen ausgestattet sind. Es soll deshalb erforscht werden, inwiefern die Macht der öffentlichen Verwaltung auch soziale und kulturelle Faktoren einfließen, und wie sich dies in deren Entscheidungsprozessen zeigt. Die methodische Vorgehensweise diese Projektes liegt im Dialog von Theorie und Praxis: Es werden verschiedene ethische Konzepte und Kritik von sozialer und kultureller Macht herangezogen. Diese werden zu Erfahrungen der Macht öffentlicher Verwaltung durch deren Kund*innen sowie Mitarbeiter*innen in Beziehung gesetzt. Gegenstand dieses Projektes sind zum einen das Phänomen Armut und daraus hervorgehende Angewiesenheit auf Entscheidungen und Leistungen durch verschiedene Behörden. Zum anderen soll das Phänomen der Migration unter Berücksichtigung der Erfahrungen von Migrant*innen im Umgang mit staatlichen Behörden analysiert werden. Ein drittes Phänomen, das in diesem Projekt behandelt wird, fokussiert sich auf die Perspektive der Mitarbeiter*innen der öffentlichen Verwaltung hinsichtlich ihrer Möglichkeiten Widerspruch und Kritik an Machtmissbrauch, auch in seinen sozialen und kulturellen Dimensionen, in der öffentlichen Verwaltung zu hegen. Dieses Projekt ist für die Studienjahre 2019/20 - 2020/21 angelegt: Im Studienjahr 2019/20 soll eine Fachtagung veranstaltet werden, auf der jeweils Experten aus Perspektive der Praxis und aus Perspektive der Wissenschaft über eines der genannten Phänomene referieren. Im Studienjahr 2020/21 wird ein Sammelband mit Beiträgen aus Wissenschaft und Praxis in einem wissenschaftlichen Verlag veröffentlicht. Dieses Projekt ist im IGE verortet und betrachtet sich somit als Beitrag zur  Entwicklung einer wissenschaftlich fundierten Verwaltungsethik, die zum einen bestehende ethische Theorieansätze aufnimmt, diese dann aber in Bezug zur Praxis der Verwaltung stellt.

    Forscher/innen
    Kritik der Macht der öffentlichen Verwaltung (01.09.2019-31.08.2020)

    Das Projekt “Kritik der Macht der öffentlichen Verwaltung” hat zum Ziel, verschiedene Dimensionen der Macht der öffentlichen Verwaltung zu differenzieren und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Die Ausgangsthese liegt in der Annahme, dass sich ein Verständnis der Macht der öffentlichen Verwaltung nicht allein auf die Befugnisse beschränkt, mit denen deren Mitarbeiter*innen ausgestattet sind. Es soll deshalb erforscht werden, inwiefern die Macht der öffentlichen (...)

  • Erstellt am: 14.11.2019 11:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Studien zu Rechtsextremismus und Polizei unter besonderer Berücksichtigung des NSU-Falles

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Institut für Geschichte und Ethik (IGE) aktuell laufend

    Die Problemlagen des Rechtsextremismus im Zusammenhang mit den NSU-Skandal sind offenkundig, ihre Erforschungen, mögliche Präventionen oder sogar Behebungen sind jedoch komplex. Die Aktualität rechter Gewalt bricht nicht nur immer wieder im Zuge von Migration auf, sondern hat gerade im Umfeld des NSU-Falles eine bedenkliche Kontinuität bezeugt und zuletzt sogar mit den Angriffen gegen eine Rechtsanwältin der Nebenkläger und ihre Tochter eine beunruhigende offenkundige Verbindung zu fünf Beamten der hessischen Polizei offenbart. Die Situation wird durch die Popularität rechter Parteien hierzulande und in Europa und ihren Populismus insofern weiter verschärft, als unmenschliche Positionen wieder im gesellschaftlichen Diskurs hoffähig gemacht werden. Umso mehr gilt es, Gründe und Wege rechter Gewalt zu erforschen und zu differenzieren, um eine Sensibilisierung innerhalb der Institution Polizei zu erwirken und damit auch die Prävention gegen rechte Gewalt innerhalb der eigenen Reihen, aber natürlich auch für die Gesellschaft zu befördern.

    Dieses Forschungsprojekt, dem bereits gemeinsame Forschungen vorausgehen, sieht zum einen – für den theoretischen Ertrag – einen gemeinsamen Aufsatz zur Thematik vor, der insbesondere die ethischen und einsatztaktischen Überlegungen und Problemstellungen miteinander verknüpft und bedenkt, und für den praktischen Teil einen Studientag. Am Studientag gibt es Impuls-Vorträge ausgewählter Fachkräfte und Forscher sowie Workshops für die Studierenden. Die Studierenden sollen ebenfalls in die Lage versetzt werden, ihre Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

    Dieses Format ist für einen ganzen Einstellungsjahrgang geplant. Aus dem Studientag könnte sowohl eine Fachtagung als Fortführung entstehen als auch ein (vielleicht sogar bundesweiter) Aktionstag der FHöV NRW in Zusammenarbeit mit der Polizei gegen rechte Gewalt.

    Ziele der beiden oben zunächst anvisierten Projektteile sind neben der genannten Sensibilisierung für rechte Gewalt und Rechtsextremismus, ihrer fachlichen Differenzierung als Basis für konkrete Präventionsarbeit, auch eine Beförderung einer kritischen Fehlerkultur innerhalb der Polizei.

    Wesentliche Fragestellungen:

    Welche ethischen, organisationssoziologischen und einsatztaktischen Problematiken liegen dem NSU-Skandal zugrunde?

    Welche Folgen für die polizeiliche Aus- und Fortbildung wirft der NSU-Skandal auf?

    Ist Hasskriminalität in Form rechter Gewalt ein Problem, das die Polizei in der Ausbildung und dem täglichen Dienst unterschätzt?

    Forscher/innen
    Studien zu Rechtsextremismus und Polizei unter besonderer Berücksichtigung des NSU-Falles (01.09.2019-31.08.2020)

    Die Problemlagen des Rechtsextremismus im Zusammenhang mit den NSU-Skandal sind offenkundig, ihre Erforschungen, mögliche Präventionen oder sogar Behebungen sind jedoch komplex. Die Aktualität rechter Gewalt bricht nicht nur immer wieder im Zuge von Migration auf, sondern hat gerade im Umfeld des NSU-Falles eine bedenkliche Kontinuität bezeugt und zuletzt sogar mit den Angriffen gegen eine Rechtsanwältin der Nebenkläger und ihre Tochter eine beunruhigende offenkundige (...)

  • Erstellt am: 14.11.2019 12:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Bausteine zur Ethik der öffentlichen Verwaltung. Pflichten gegenüber der Gemeinschaft

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Institut für Geschichte und Ethik (IGE) akuell laufend

    Dreh- und Angelpunkt einer Ethik der öffentlichen Verwaltung ist das „Ethos des Amtes“ und damit der „Dienst“ für das Gemeinwohl („bonum commune“): Das Amt, das durch den Beamten verwaltet wird, verlangt von ihm ein uneigennütziges Tun (§34 S.2 BeamtStG), d.h. den Verzicht auf die Verfolgung privater bzw. partikulärer Interessen zugunsten der res publica. In dieser strikten Orientierung am Gemeinwohl hat das Berufsbeamtentum eine Verpflichtung radikalisiert, die einmal mit derjenigen des Bürgers als Citoyen identisch war („Jeder Staatsbürger ist Staatsbeamter“: Novalis), inzwischen aber unter den Bedingungen des modernen Liberalismus und Individualismus weitgehend verschwunden zu sein scheint: die Verpflichtung des Menschen gegenüber der Gemeinschaft. Eben diese (missbrauchsanfällige) Verpflichtung kann – das zu zeigen ist ein wichtiges Anliegen des Forschungsvorhabens – ein verbindendes Zentrum einer Ethik der öffentlichen Verwaltung und komplementär dazu einer Staatsbürgerethik bilden.

    Diese Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft soll daher im Rahmen des Forschungsprojektes ausdrücklich zweiseitig – für den Verwaltungsmitarbeiter wie für den „Verwaltungskunden“ – diskutiert werden und zwar an zwei herausragenden Problemfeldern:

    (1) Zum einen will das Forschungsvorhaben der Frage nachgehen werden, ob es eine ethisch begründbare Pflicht des Polizeibeamten zum „Opfer des eigenen Lebens“ gibt?

    (2) Zum anderen soll es um die aus einer verwaltungsinternen Perspektive sicher irritierenden Frage gehen, ob es für den Bürger überhaupt eine moralische Verpflichtung gibt, sich den Gesetzen eines Staates und den darin begründeten behördlichen Maßnahmen zu unterwerfen („Rechtsgehorsamspflicht“).

    Beide Themenfelder sind gleichermaßen radikal wie aktuell: sie sind „radikal“, insofern sie einerseits (1) den äußersten Ernstfall menschlicher Selbstaufgabe („Altruismus“) bzw. andererseits (2) die apriorische Voraussetzung des Rechtsstaates betreffen; und sie sind „aktuell“, weil sie sich (1) einerseits auf die gegenwärtigen Herausforderungen durch den internationalen Terrorismus beziehen bzw. andererseits (2) die zunehmende Erosion unserer Demokratie- und Rechtsstaatskultur in den Blick nehmen. 

    Forscher/innen
    Bausteine zur Ethik der öffentlichen Verwaltung. Pflichten gegenüber der Gemeinschaft (01.09.2019-31.08.2020)

    Dreh- und Angelpunkt einer Ethik der öffentlichen Verwaltung ist das „Ethos des Amtes“ und damit der „Dienst“ für das Gemeinwohl („bonum commune“): Das Amt, das durch den Beamten verwaltet wird, verlangt von ihm ein uneigennütziges Tun (§34 S.2 BeamtStG), d.h. den Verzicht auf die Verfolgung privater bzw. partikulärer Interessen zugunsten der res publica. In dieser strikten Orientierung am Gemeinwohl hat das Berufsbeamtentum eine Verpflichtung radikalisiert, die einmal mit (...)

  • Erstellt am: 14.11.2019 12:0 Zuletzt bearbeitet am: 15.11.2019 07:0
    Geschichte der Polizei in Mülheim an der Ruhr

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Institut für Geschichte und Ethik (IGE) aktuell laufend

    Die Geschichte der Polizei im Sinne einer Behörde, die für Sicherheit und Ordnung zuständig ist, reicht im Ruhrgebiet bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Zuvor bezeichnete der Begriff „Polizei“ lediglich einen Aufgabenkreis des Staates, der außer dem Militär- und Finanzwesen fast alles umfasste, was an staatlichem Handeln nur denkbar war. Die Verteidigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung war bis dahin über eine Vielzahl von Akteuren verteilt. Am Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt sich in bescheidenem personellem Umfang und ohne geordnetes Ausbildungswesen in den seinerzeit noch kleinen Städten des Ruhrgebiets ein polizeiliches Behördenwesen. Die Polizeien waren zunächst allerorten den Bürgermeistern der Städte unterstellt. Nachdem nach der Jahrhundertwende oft nur eine Handvoll Polizeibeamte für die Sicherheit  in den Städten zuständig waren, wuchsen die Organisationen parallel zu der rasanten wirtschaftlichen und demografischen Entwicklung, die die Ruhrgebietsstädte ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem verstärkten Aufkommen des Bergbaus und der Montanindustrie nahmen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu zahlreichen Spezialisierungen innerhalb der Polizeibehörden, die nicht nur für die Gefahrenabwehr und die Strafverfolgung, sondern in hohem Maße auch für ordnungsbehördliche Aufgaben (z. B. Melde-, Feuerschutz-, Hygiene-, Markt-, Bau- oder Bestattungswesen) zuständig waren. Neben den ordnungsbehördlichen und den schutzpolizeilichen Organisationseinheiten kam es auch zur Einrichtung von Kriminalpolizeien, die sich mit Blick auf die Vielfalt der Verbrechenstypen zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark ausdifferenzierten und in Fachkommissariaten organisierten.

    Mit dem Ende des Kaiserreichs hatte die Polizei mit den Problemen zu kämpfen, die Kriegs- armut, Revolten politisch rechts- und linksgerichteter Gruppen sowie die Ruhrbesetzung durch die Franzosen mit sich brachten. Gegen Ende der Weimarer Republik stand die Polizei schließlich im wörtlichen Sinne im Kreuzfeuer von Kommunisten und Nationalsozialisten, die sich auf der Straße mit Waffengewalt bekämpften und nicht selten auch gewaltsam gegen die Polizei vorgingen.

    Die nationalsozialistische Machtergreifung führte zu einer kompletten Umgestaltung der Polizei, die nun sukzessive mit nationalsozialistischen Organisationen verschmolzen wurde und organisatorisch und programmatisch dem rassistischen und minderheitenintoleranten Regime unterworfen wurde. Sowohl die Schutzpolizei vor Ort und in Kriegsgebieten (Polizeibataillone) wie auch die Kriminalpolizei in Form der Gestapo waren zunehmend aktiv in das Verfolgungsprogramm der Hitlerregierung gegen Juden, Kommunisten, Homosexuelle und andere missliebige Gruppen involviert.

    Mit dem Zusammenbruch Nazi-Deutschlands musste sich auch die Polizei im Ruhrgebiet dem Willen der Alliierten, die in Deutschland einmarschiert waren, unterwerfen und sich dem Programm der Demokratisierung, Denazifizierung und Demilitarisierung stellen. Die Polizeien wurden unter der britischen Militärregierung in kleine lokale/regionale Einheiten, die Stadt-

    kreis- und Regierungsbezirkspolizeien, zergliedert, um jede Gefahr einer starken, paramilitärisch organisierten und gegen die neuen Machthaber gerichteten Polizei zu bannen. Trotz der Entnazifizierungsbemühungen der Alliierten und einer hohen Zahl von Entlassungen von Polizeibeamten fanden nach und nach zunehmend nationalsozialistisch belastete Polizeibeamte wieder den Weg zurück in ihren alten Beruf und bestimmten für die kommenden Jahr- zehnte den Geist der Polizei. Erst in den 60er Jahren trat ein Wandel zu einer modernen und zunehmend dem militärischen Gedankengut der Nazi-Polizei abschwörenden Polizei ein. Mit der Wiedereinführung der staatlichen Polizei im Jahr 1953 wurden rund 80 Kreispolizeibehörden in Nordrhein-Westfalen eingerichtet, die in der Folgezeit zahlreichen organisatorischen und programmatischen Wechseln ausgesetzt waren.

    Über die Geschichte der Mülheimer Polizei bis zum Ende des 2. Weltkrieges ist bislang sehr wenig bekannt. Nach dem Wiederaufbau ab 1945 bis heute wechselte sie mehrfach organisatorisch zwischen einer Eigenständigkeit als Kreispolizeibehörde und einer Zugehörigkeit zu den Polizeibehörden Oberhausen und Essen. Mit dem Jahr 2007 wurde zuletzt die Eigenständigkeit der Polizei Mülheim als Polizeipräsidium durch die Landesregierung aufgehoben und die Organisation in das Gefüge des Polizeipräsidiums Essen eingegliedert. Dieser Status der Behördenorganisation entspricht dem heutigen Stand.

    Die Behördengeschichte der Mülheimer Polizei ist bisher nirgendwo zusammenhängend do- kumentiert und weitestgehend unerforscht. Ein Verständnis der Entwicklung der Polizei lässt sich nicht alleine aus einem großflächigen Überblick über das Geschehen der Polizei der Rheinprovinz bzw. des späteren Nordrhein-Westfalen gewinnen. Es ist vielmehr erforderlich, die Entwicklungsgeschichte einzelner Polizeibehörden in ihren Details zu erforschen, um den Status Quo der heutigen Polizei verstehen zu können. Aus diesem Grunde soll die Geschichte der Mülheimer Polizei, deren örtlichen Verhältnisse dem Antragsteller zumindest zum Teil bekannt sind, erforscht werden. Einen nennenswerten Überblick über Polizeibehördengeschichte gibt es für Nordrhein-Westfalen  bisher nur für Essen, Gelsenkirchen und Minden. Die Erforschung der Geschichte einer weiteren Polizeibehörde könnte das Wissen über die nordrhein-westfälische Polizei insofern erweitern und verdeutlichen, welche Entwicklungen in den Polizeibehörden möglicherweise individuell und welche verallgemeinerbar sind. Um der Aufarbeitung der Behördengeschichte nachhaltig zu gestalten, ist geplant, neben einer eigenen Erforschung der Geschichte durch den Antragsteller das Polizeipräsidium Essen mit dem Ziel zu beraten, die weitere geschichtliche Entwicklung der Mülheimer Polizei eigen- ständig zu dokumentieren und damit für die Nachwelt zu konservieren.

    Forscher/innen
    Geschichte der Polizei in Mülheim an der Ruhr (01.09.2019-31.08.2020)

    Die Geschichte der Polizei im Sinne einer Behörde, die für Sicherheit und Ordnung zuständig ist, reicht im Ruhrgebiet bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Zuvor bezeichnete der Begriff „Polizei“ lediglich einen Aufgabenkreis des Staates, der außer dem Militär- und Finanzwesen fast alles umfasste, was an staatlichem Handeln nur denkbar war. Die Verteidigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung war bis dahin über eine Vielzahl von Akteuren verteilt. Am Ende des 18. (...)

  • Erstellt am: 15.11.2019 07:0
    Die fiktive Fortschreibung der dienstlichen Beurteilung

    Projektzeitraum: 01.09.2019 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    “Fiktive Fortschreibung der Beurteilung“ Die fiktive Fortschreibung einer dienstlichen Beurteilung, auch Nachzeichnung genannt, wurde durch die Rechtsprechung für Fälle der Abwesenheit insbesondere von Personalratsmitgliedern entwickelt. Sie ist in NRW seit 2013 durch eine Änderung in § 93 Abs. 2 LBG NRW ermöglicht worden und wurde 2015 in § 9 LVO NRW auch für Fälle der Abwesenheit bei Elternzeit normiert. Ihr Zweck ist es, den beruflichen Werdegang in der Zeit, in der ein/e Beamtin/er aus bestimmten Gründen ihre/seine amtsbezogenen Leistungen nicht erbringen kann, nicht ins Stocken geraten zu lassen. Anders gesagt soll ein Bewährungsvorsprung von durchgängig beschäftigten Kolleg*innen ausgeglichen werden. Die bisherigen Beurteilungen, die während der Abwesenheit nicht turnusgemäß erneuert werden können, werden daher prognostisch fortgeschrieben.

    Die Fortschreibung der dienstlichen Beurteilung ist stark umstritten und führte auch bereits zu verschiedenen Gerichtsverfahren. Viele Länder haben bewusst von dieser Methode Abstand genommen. Zuletzt hat das Bundesverwaltungsgericht das Rechtsinstitut zwar bestätigt, die genaue Verfahrensweise sowie die grundsätzliche Zulässigkeit sind indes weiter stark umstritten.

    Forscher/innen
    Die fiktive Fortschreibung der dienstlichen Beurteilung (01.09.2019-31.08.2020)

    “Fiktive Fortschreibung der Beurteilung“ Die fiktive Fortschreibung einer dienstlichen Beurteilung, auch Nachzeichnung genannt, wurde durch die Rechtsprechung für Fälle der Abwesenheit insbesondere von Personalratsmitgliedern entwickelt. Sie ist in NRW seit 2013 durch eine Änderung in § 93 Abs. 2 LBG NRW ermöglicht worden und wurde 2015 in § 9 LVO NRW auch für Fälle der Abwesenheit bei Elternzeit normiert. Ihr Zweck ist es, den beruflichen Werdegang in der Zeit, in der ein/e (...)

  • Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 03.04.2019 07:1
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder 2.0)

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 01.09.2024
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation 2.0 (Umfelder 2.0; 2019-2024) – Fortsetzung und Erweiterung der Studie Umfelder (2012-2017)

    Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV NRW in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund dieser Entwicklung sind einerseits die veränderte Bevölkerungsstruktur des Einwanderungslandes Bundesrepublik Deutschland und andererseits die daraus resultierenden spezifischen Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten. Diese betreffen alle Kernbereiche des Polizierens wie die Verkehrssicherheitsarbeit, die Gefahrenabwehr und die Kriminalitätsbekämpfung.

    Dabei müssen sich Polizistinnen und Polizisten als Repräsentanten staatlicher Autorität auch aufgrund von Vorfällen in jüngster Vergangenheit häufig mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sich fremdenfeindlich bzw. rassistisch zu verhalten und z.B. ihr Verhalten bei Kontrollen von Vorurteilen gegenüber Nichtdeutschen bestimmen zu lassen (Blom, 2004; Franzke, 1995).

    Die Polizei als Organisation reagiert auf diese Vorwürfe unter anderem durch Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung, aber auch durch die Anwerbung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund für den Polizeivollzugsdienst (Franzke, 1999; Murck & Werdes, 1996).

    Die Fachhochschule als eine der zentralen Instanzen polizeilicher Sozialisation hält im Studienverlauf verschiedene Pflichtmodule vor, die auf die Förderung interkultureller Kommunikationsfähigkeit und interkultureller Kompetenz abzielen. Unter anderem sind das die Pflichtmodule „Interkulturelle Kompetenz“, „Training sozialer Kompetenz“ und „Berufsrollenreflexion“. Aber auch in den sozialwissenschaftlichen Fächern sowie im Fach Ethik werden diese Themen fokussiert. Darüber hinaus findet eine Sensibilisierung für die Thematik in den polizeiwissenschaftlichen Fächern wie z.B. Einsatzlehre und den Rechtsfächern statt.

    Das Forschungsvorhaben Umfelder (2012-2017) ging den Fragen nach, ob und in welchem Ausmaß xenophile/xenophobe Einstellungen und Haltungen zu Beginn des Studiums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. Die Ergebnisse dieser Studie wurden 2018 veröffentlicht (E. Krott, N. Krott, & Zeitner 2018) und stießen auf erhebliches Interesse innerhalb der FHöV NRW, der Polizei und auch der Politik.

    Es kam der Wunsch auf, diese Studie fortzusetzen, um die Stabilität der festgestellten positiven Effekte über einen längeren Zeitraum zu prüfen. Des Weiteren sollten auch mögliche Auswirkungen der im Rahmen der Reform 2016 im Studiengang Polizei NRW noch weiter gestärkten persönlichen und sozialen Kompetenzen in den Blick genommen werden. So wurden unter anderem aufgrund von Evaluationsergebnissen das Modul Berufsrollenreflexion verändert (Schophaus, 2015) und der Tag der Menschenrechte eingeführt (Zeitner, 2017). Die Auswirkungen dieser Maßnahmen konnten mit der ersten Umfelder-Studie (2012-2017) nicht erfasst werden.

    Am 01.03.2019 startete nun die Studie Umfelder 2.0. Hier soll nun insbesondere. eine der Befragungen ca. 18 Monate nach dem Ende des Studiums und damit nach deutlich längerer Praxiszeit als bei der ersten Umfelder-Studie durchgeführt werden. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich eine längere Berufspraxis auf die Einstellungen und Haltungen der jungen Polizistinnen und Polizisten gegenüber Fremdheit auswirkt. Die Studie wird vorrausichtlich 2024 abgeschlossen.

    Kooperationspartner sind:

    Dr. Nora Rebekka Krott, Institut für interdisziplinäre Konflikt-und Gewaltforschung (IKG), Universität Bielefeld, nora.krott@uni-bielefeld.de

    Prof. Dr. Eberhard Krott, eberhard.krott@fhoev.nrw.de

    KDin Ines Zeitner, ines.zeitner@fhoev.nrw.de

     

     

     

    Forscher/innen
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation (Umfelder 2.0) (01.03.2019-01.09.2024)

    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation 2.0 (Umfelder 2.0; 2019-2024) – Fortsetzung und Erweiterung der Studie Umfelder (2012-2017) Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV NRW in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund dieser Entwicklung sind einerseits die veränderte Bevölkerungsstruktur des Einwanderungslandes (...)

  • Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 14:0
    Politische Bildung und Polizei (PolBiP2)

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2021
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Angesichts einer zunehmend komplexeren Umwelt steigen die Herausforderungen für und die Anforderungen an die Arbeit der Polizei. Unklare Grenzen zwischen  innerer und äußerer Sicherheit, internationale Migrationsbewegungen oder aktuelle Phänomene politisch motivierter Kriminalität definieren . neben weiteren Faktoren den voraussetzungsvollen Rahmen polizeilichen Handelns. Die Vermittlung rechtlicher und polizeifachlicher (Einsatzlehre, Kriminalistik etc.) Kenntnisse im Rahmen der Aus- und Fortbildung ist in dieser Hinsicht allenfalls eine notwendige Bedingung zur Erfüllung des polizeilichen Auftrags. Dies stellt im Kern gleichsam die für die Polizeien des Bundes und der Länder grundlegende Polizeidienstvorschrift (PDV) 100 prominent im einleitenden Kapitel heraus: ,,Oberstes Gebot polizeilichen Handelns ist die Verpflichtung, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Polizeiliches Handeln muss - über die Bindung an Recht und Gesetz hinaus - politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen" (PDV 100 VS-NfD, Ausgabe 2012; Nr. 1.1 [offener Teil]). Mithin benötigen Polizist*innen politische Bildung, die sie dazu  befähigt, Einsatzanlässe kritisch-reflektiert in ihrem politisch-sozialen Kontext zu verstehen, Urteilsfähigkeit zu entwickeln und die Menschenwürde achtend im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu agieren. Konkret bedeutet dies, dass Polizist*innen im Hinblick auf ihren Arbeitsalltag beispielsweise wissen, welche Bedeutung Menschenrechte im Polizei-Bürger-Verhältnis haben, wie ein freiheitlich­ demokratischer Rechtsstaat funktioniert und welche Rolle die Polizei in diesem hat. Sie sollten die gesellschaftspolitische Dimension von Einsätzen - zum Beispiel rund um Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte oder die Registrierung anreisender Flüchtlinge - kennen und den Beamt*innen sollte bekannt sein, wie zwischen „normaler" und„politisch motivierter" Kriminalität differenziert werden kann und wenn sie erkennen können, was politischer Extremismus ist, wie er begründet und strukturiert ist und welche Folgen dieser für das Gemeinwesen haben kann. Sie müssen für ihre Einsätze zum Beispiel im Kontext von politischen Demonstrationen einerseits Kenntnisse über die Ziele der Demonstranten und ggf. Gegendemonstranten haben. Andererseits sollten sie für sich auch erkennen, dass etwa polizeiliche Maßnahmen zur Gewährleistung der ungehinderten Durchführung rechtsextrem motivierter Demonstrationen angesichts linksextrem motivierter Gegendemonstrationen insgesamt. kein Bekenntnis zu den rechtsgerichteten Demonstrationszielen darstellen, sondern hier der Schutz der Ausübung der Grundrechte auf Meinungsfreiheit und Demonstration angesprochen ist. Vor diesem Hintergrund ist hinsichtlich der polizeilichen Aus- und Fortbildung insgesamt ein weiter Begriff politischer Bildung zugrunde zu legen, der fächer- biw. disziplinübergreifend · ausgerichtet ist und Bezüge zum Beispiel zu den Fächern Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Berufsethik und Rechtswissenschaften, aber auch Kriminologie und Einsatzlehre, aufweist. Dabei geht es immer auch um Professionalität (vgl. Groß/Schmidt 2011), ,,Cop Culture" (vgl. Behr 2008) und letztlich um Demokratie bzw. das Leitbild einer „Bürgerpolizei, die sich als Dienstleister versteht, Kundenbedürfnissen Rechnung trägt und ihre Arbeit umfassend begründet" (Jaschke 2006; 150). Entsprechend unterstützt politische Bildung in der Polizei die„Entwicklung eines demokratischen Selbstbildes und damit insgesamt den Demokratisierungsprozess in der Polizei" (Schulte 2006; 295).

    Forscher/innen
    Politische Bildung und Polizei (PolBiP2) (01.03.2019-31.12.2021)

    Angesichts einer zunehmend komplexeren Umwelt steigen die Herausforderungen für und die Anforderungen an die Arbeit der Polizei. Unklare Grenzen zwischen  innerer und äußerer Sicherheit, internationale Migrationsbewegungen oder aktuelle Phänomene politisch motivierter Kriminalität definieren . neben weiteren Faktoren den voraussetzungsvollen Rahmen polizeilichen Handelns. Die Vermittlung rechtlicher und polizeifachlicher (Einsatzlehre, Kriminalistik etc.) Kenntnisse im Rahmen (...)

  • Erstellt am: 25.02.2019 16:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 16:0
    Untersuchung der akademischen Leistungsfähigkeit erstausgewählter bzw. nachrückender Studierender im Polizeivollzugsdienst (EVA PVD Teil 2)

    Projektzeitraum: 01.01.2019 - 31.08.2019
    Auftragsforschung aktuell laufend

    Erstmalig haben im Oktober 2015 im Polizeivollzugsdienst NRW 250 Bewerberinnen und Bewerber nach vorheriger Ablehnung nachträg­ lich als Kommissaranwärterinnen und -anwärter ihr Studium an der FHöV NRW aufgenommen. Die nachrückenden Studierenden (ca. 13,2% der insgesamt 1892 Neueinstellungen im Jahr 2015) wurden nicht den bestehenden Kursen zugeteilt, sondern bildeten an den Abtei­ lungen der FHöV NRW jeweils eigene Kurse. Der damalige Innenmi­nister Ralf Jäger setzte ,,[...] dabei auf qualifizierte Bewerberin­ nen und Bewerber, die über ein hohes Maß an sozialer Kompetenz, intellektuellen Fähigkeiten und körperlicher Leistungsfähigkeit verfügen" (aus der Presseerklärung des Ministeriums für Inneres und Kommunales vom 02.09.2015). Diese Situation bot die einmali­ge Chance, die durch die Einstellungsbehörden vorgenommene Studierendenauswahl hinsichtlich   der akademischen der Studierenden quasiexperimentlel mit geringer Fehlerwahrscheinlichkeit zu evaluieren.

    Die einzigartig große Anzahl von Nachrückerinnen und Nachrückern machte es möglich, einen Gruppenvergleich zwischen der „1. Wahl" und der „2. Wahl" der Studierenden vergleichsweise objektiv, va­lide, reliabel und ökonomisch vorzunehmen. Hierzu wurden die No­ ten der Studierenden in den Modulprüfungen anonym erfasst und hinsichtlich statistisch signifikanter und praktisch bedeutsamer Unterschiede untersucht. Die Studienleistung wurde im abge­schlossenen ersten Teil der Untersuchung anhand von 10 Leistungsnachweisen (2 Hausarbeiten,Fachgespräch,Klausuren) vom Grundstudium 1 bis zum Hauptstudium 1.4 gemessen. Die Daten wurden unter Berücksichtigung relevanter Datenschutzgesezte er­hoben und verarbeitet.

    Von 1352 Studierenden der Erstauswahl sowie von 186 Nachrückern lagen zum Auswertungszeitpunkt vollständige Datensätze vor. Die beiden Gruppen waren homogen hinsichtlich der Alters- und Ge­schlechtsverteilung. Während sich Geschlechtsunterschiede in Be­ zug auf die Durchschnittsnoten darstellten (Frauen schnitten besser ab, wie allgemein bei akademischen Leistungsprüfungen üb­ lich), hatte das Alter keine bedeutsame Auswirkung auf die Er­gebnisse. Es zeigen sich im non-parametrischen Vergleich der Verteilungen in den Einzelleistungsnachweisensowie auf aggre­gierter Datenebene überwiegend erwartungskonforme signifikante Medianunterschiede in 8 Leistungsnachweisen (2 Hausarbeiten, 1 Fachgespräch, 7 Klausuren). Während  eine  weitere Klausur ohne signifikante Unterschiede zwischen den beiden Gruppen blieb, waren die Ergebnisse in der Klausur zur Bekämpfung der einfachen und mittleren Kriminalität" erwartungswidrig.

    Unter der Annahme, dass die statistischen Voraussetzungen er­ füllt waren, wurden auch parametrische Tests durchgeführt. Die Einzelbewertungen zeigten insgesamt eine gute Reliabilität, auch wenn die einzelnen Prüfungsergebnisse untereinander nur schwach bis moderat korrelierten. Leistungsnachweise mit direktem Kon­ takt wurden durchschnittlich besser bewertet als anonymisierte Klausuren. Eine Hauptkomponentenanalyse sortiert die Leistungs­ nachweise dementsprechend in 3 Faktoren.

    Grundsätzlich wurde die Validität des Auswahlverfahrens anhand der Ergebnisse bestätigt. Die erwartungswidrigen Teilergebnisse wurden umfassend diskutiert und sind in die Beratungen verschie­dener Gremien eingeflossen.

    Im nun vorgesehenen 2 Teil, der Gegenstand des vorliegenden An­ trags ist sollen die weiteren Leistungsnachweise bis einschließ­ lich der Bachelorarbeit ausgewertet werden. Es soll neben den bereits genannten Aspekten untersucht werden, ob sich die Leis­tungen der Kurse im Laufe des Studiums annähern oder ob die Un­terschiede konstant bleiben. Die prüfungstechnischen, hochschul­ didaktischen und personalauswahlbezogenen Resultate werden auf der XVI. European Conference of Psychology vorgestellt. Nach Ab­schluss des 2. Teils ist eine Publikation der Ergebnisse ge­plant, insofern die beteiligten Gremien einverstanden sind.

    Forscher/innen
    Untersuchung der akademischen Leistungsfähigkeit erstausgewählter bzw. nachrückender Studierender im Polizeivollzugsdienst (EVA PVD Teil 2) (01.01.2019-31.08.2019)

    Erstmalig haben im Oktober 2015 im Polizeivollzugsdienst NRW 250 Bewerberinnen und Bewerber nach vorheriger Ablehnung nachträg­ lich als Kommissaranwärterinnen und -anwärter ihr Studium an der FHöV NRW aufgenommen. Die nachrückenden Studierenden (ca. 13,2% der insgesamt 1892 Neueinstellungen im Jahr 2015) wurden nicht den bestehenden Kursen zugeteilt, sondern bildeten an den Abtei­ lungen der FHöV NRW jeweils eigene Kurse. Der damalige Innenmi­nister Ralf Jäger setzte ,,[...] (...)

  • Erstellt am: 10.01.2019 12:0 Zuletzt bearbeitet am: 03.05.2019 09:1
    Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst)

    Projektzeitraum: 01.10.2018 - 30.09.2021
    Drittmittelprojekt aktuell laufend

    Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Bereiche Arbeit, Wohnung oder Bildung, sondern auch die Sicherheit. So wird die Separierung ethnischer Gruppen in einzelnen städtischen Quartieren, d. h. die sogenannte ethnische Segregation, als ein Risikofaktor eingestuft, der das Risiko für die Bewohnerinnen und Bewohner erhöht, Täter oder Opfer einer Straftat zu werden.

    Das Projekt migsst wird diese Annahme durch einen umfassenden und interdisziplinären Forschungsansatz überprüfen. Aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Blickrichtungen wird untersucht, ob dem so ist und welche Risikofaktoren und Potentiale identifizierbar sind und mit welchen Mitteln diese beeinflusst werden können. Durch Befragungen, Interviews und statistischen Auswertungen werden Daten zu Migration, Integration und auch Segregation erhoben und zusammen mit Lagebildern zur Kriminalität sowie stadt- und quartierspezifischen Daten analysiert. Eine ethische Begleitforschung und rechtswissenschaftliche Studien ergänzen die sozialwissenschaftlichen empirischen Arbeiten.

    Auf Basis der erhaltenen Erkenntnisse werden neue Ansätze für die Kriminalprävention entwickelt. Darüber hinaus wird ein Planungs- und Entscheidungsmodell für die intervenierende Polizeiarbeit erstellt und ein Anforderungskatalog für Kommunikations- und kooperative Handlungsstrategien in durch Migration geprägten Quartieren erarbeitet. Gleichzeitig werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für die polizeilichen und präventiven Maßnahmen aufgezeigt.

    Die  Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Prof. Dr. Bernhard Frevel, richtet den analytischen Blick auf die stadtsoziologischen Fragen zur Segregation und befasst sich weiterhin mit Fragen der Vulnerabilität, Viktimisierung und des Opferschutzes.

    Die Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Prof. Dr. Rita Haferkamp, untersucht mit Hell- und Dunkelfeldstudien Aspekte der Kriminalität von Zugewanderten und entwickelt kriminalpräventive Ansätze.

    Die Forschungsgruppe BEMA am Institut für Soziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität, Dr. Marco Heyse, ist mit einer quantitativen Studie zum Sicherheitsempfinden, den Erwartungen an Sicherheitsarbeit und Opfererfahrungen in ethnisch segregierten Quartieren am Projekt beteiligt.

    Das Lehrgebiet „Kommunikationswissenschaften“ der Deutschen Hochschule der Polizei, Prof. Dr. Stefan Jarolimek, analysiert einerseits mit Medienanalysen das Image von ethnisch segregierten Quartieren sowie die Kommunikation zwischen Sicherheitsakteuren und der Bevölkerung.

    Das Internationale Zentrum für Ethik in der Wissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen, PD Dr. Jessica Heesen, hinterfragt die so genannte „Parallelgesellschaften“ und untersucht die Potentiale einer modernen Kommunikation in multiethnischen Städten.

    Die Universität Bielefeld, Prof. Dr. Christoph Gusy, analysiert rechtswissenschaftlich die Kooperation der in ethnisch segregierten Quartieren handelnden öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure sowie das Zusammenwirken verschiedener Rechtsgebiete in Hinblick auf integrierende bzw. segregierende Wirkung.

    Das Bundeskriminalamt, Tanja Cornelius, entwickelt ein Modell zur Analyse von Kriminalitätsrisiken, um polizeiliche Interventions- und Präventionsarbeit wirksam und im Sinne der Verhältnismäßigkeit zu gestalten.

    Im Rahmen eines Unterauftrags kommuniziert das DPT-Institut für angewandte Präventionsforschung Projektergebnisse mit den Akteuren der Präventionspraxis über ein Webinar (Online-Seminar) sowie eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Präventionstages.

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird mit insgesamt 1,9 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit (vgl. www.sifo.de) zur Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Fragen der Migration“ gefördert. Es wird koordiniert von Prof. Dr. Bernhard Frevel von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Externes Projekt | BMBF

    Linktext Forscher/innen
    Migration und Sicherheit in der Stadt (migsst) (01.10.2018-30.09.2021)

    Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Bereiche Arbeit, Wohnung oder Bildung, sondern auch die Sicherheit. So wird die Separierung ethnischer Gruppen in einzelnen städtischen Quartieren, d. h. die sogenannte ethnische Segregation, als ein Risikofaktor eingestuft, der das Risiko für die Bewohnerinnen und Bewohner erhöht, Täter oder Opfer (...)

  • Erstellt am: 19.01.2018 09:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 14:0
    Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Es handelt sich um eine Quer- und Längsschnittstudie mit mehreren Messzeitpunkten, um die Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus inhaltlicher Sicht zu belegen. Gleichzeitig geht es um die Bestimmung des Gesundheitszustandes einer Organisation. Der Projektzeitraum läuft von 2010 bis etwa 2019 in Abhängigkeit von Teilnahme und der weiteren Akquise. Um die Wirksamkeit nachzuweisen, sind große Stichproben erforderlich. Gerade die Erlangung der Längsschnittdaten ist ein diffiziles Geschäft, da in diesem Fall Personen über vier bis fünf Messzeitpunkte durch die Evaluation begleitet werden. In einem solchen Zeitraum ist mit Drop-outs zu rechnen, die durch neue Teilnehmer zu ersetzen sind, um eine aussagekräftige Datenlandschaft zu generieren. Das Projekt integriert Subprojekte, in denen es um spezifische Fragestellungen zur Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung oder um die Feststellung des Gesundheitszustandes einer Organisation geht.

    PLANUNG FÜR DEN ZEITRAUM 2018-19

     

    Im Rahmen dieses Zeitraums wird v. a. das Subprofekt der DRV' beendet (geplantes Ende 09/18) und anschließend umfassend analysie1t. Ein Endbericht ist Ende des Jahres 2018 bzw. Anfang 2019 angestrebt. Es handelt sich 'um eine Evaluationsstudie als Panelfeldstudie zu einem ganzheitlichen Präventionskonzept mit den Säulen Bewegung, Ernährung und Resili­ enz. Das Präventionsprojekt hat im September 2016 begonnen und ist bis September 2018 anberaumt. Dieses Teilprojekt ist gerade aus Sicht der Wirksamkeitsforschung von hoher Re­ levanz, da es hier möglich sein wird, über eine umfassende Längsschnittanalyse mit Kontroll­gruppen die Wirkungen aus gesundheitspsychologischer Sicht (vor allem Selbstwirksamkeit und Gesundheitsverhalten betreffend) nachzuweisen (derzeit sind 4 Gruppen a 15 Teilnehmer am Start nebst zwei Kontrollgruppen). Hinzukommen zwei weitere Gruppen a 15 Teilnehmer, die bis zur Berichtslegung die erste Transferphase abgeschlossen haben. Der Schwerpunkt der Analyse ist die Identifikation der Erfolgsfaktoren für ein wirksames Präventionskonzept, um damit künftige Präventioriskonzepte zu optimieren.
    Neben diesem Subprojekt werden unter anderem die in 2017/18 gewonnenen Daten zur Ge­ fährdungsbeurteilung psychischer Belastungen weiter erfasst und konsolidiert. Hier ennög­ licht eine neue umfangreiche Stichprobe von ca. 2400 Teilnehmern von 22 Organisationsein­ h.eiten (11/2017) mit einer durc)1schnittliche Antw01tqualität von 84 Prozent die umfängliche Qualitätskontrolle des bisherigen Instrumentes (Gütekriterien, Normstichproben etc.). Mithil­ fe dieser fundierten Datenlandschaff soll das Instrument zur Erfassung psychischer Belas­ tungen auf dem Prüfstein  und ggf. eine Aktualisierung erfolgen.  Ferner  wird das Ziel verfolgt, die bislang allgemein gehaltenen Ampel- bzw. Grenzwerte in Bezug auf die demogtafi­schen Faktoren zu differenzieren.

    Das Werkzeug zur erweiterten Fehlzeitenana)yse (in den vorherigen Forschungsjahren als Fehlzeitenlotse thematisiert) ist aus wissenschaftlicher Sicht in Bezug auf die integrierten Al­ gorithmen ausreichend entwickelt und soll nunmehr in einem anwenderorientierten Tool über­ führt werden, um die Praxistauglichkeit zu erhöhen. Das Tool soll in mindestens zwei Organisationen  eingesetzt  werden. Aus wissenschaftlicher Sicht interessiert hter v. a. die Anwend­barkeit  des Werkzeugs im Rahmen des. Gesundheitscontrollings. Dies erfolgt durch eine be­gleitende Evaluationsstudie zunächst auf qualitativer Ebene (interviewbasiertes Design). Aus den I;rgebnissen sollen Rückschlüsse auf die bisherigen Algorithmen und Herangehensweisen der erweiterten Fehlzeilenanalyse gezogen werden,"um das Werkzeug einer weiteren Optimie­rung heranzuführen.

    Das Werkzeug zur erweiterten Fehlzeitenana)yse (in den vorherigen Forschungsjahren als Fehlzeitenlotse thematisiert) ist aus wissenschaftlicher Sicht in Bezug auf die integrierten Al­ gorithmen ausreichend entwickelt und soll nunmehr in einem anwenderorientierten Tool über­ führt werden, um die Praxistauglichkeit zu erhöhen. Das Tool soll in mindestens zwei Organisationen  eingesetzt  werden. Aus wissenschaftlicher Sicht interessiert hter v. a. die Anwend­barkeit  des Werkzeugs im Rahmen des. Gesundheitscontrollings. Dies erfolgt durch eine be­gleitende Evaluationsstudie zunächst auf qualitativer Ebene (interviewbasiertes Design). Aus den Ergebnissen sollen Rückschlüsse auf die bisherigen Algorithmen und Herangehensweisen der erweiterten Fehlzeilenanalyse gezogen werden,"um das Werkzeug einer weiteren Optimie­ rung heranzuführen.

     

    Planungen 2017/2018

    Im weiteren Verlauf des Projektes zur Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Ge-sundheitsförderung wird ein besonderes Teilprojekt der Deutschen Rentenversicherung in-tegriert. Es handelt sich um eine Evaluationsstudie als Panelfeldstudie zu einem ganzheitlichen Präventionskonzept mit den Säulen Bewegung, Ernährung und Resilienz. Das Präventi-onsprojekt hat im September 2016 begonnen und ist etwa bis September 2018 anberaumt. Dieses Teilprojekt ist gerade aus Sicht der Wirksamkeitsforschung von hoher Relevanz, da es hier möglich sein wird, über eine umfassende Längsschnittanalyse mit Kontrollgruppen die Wirkungen aus gesundheitspsychologischer Sicht (vor allem Selbstwirksamkeit und Gesund-heitsverhalten betreffend) nachzuweisen (derzeit sind vier Gruppen à 15 Teilnehmende am Start nebst zwei Kontrollgruppen). Weitere Kohorten sollen in 2017 und ggf. noch 2018 berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt wird hier die Entwicklung von Instrumenten sein, die sensitiv gesundheitspsychologische Konstrukte wie Selbstwirksamkeit, konstruktives Gesundheitsverhalten, Gesundheitsbewusstsein oder Vulnerabilität erfassen. Zudem wird das Augenmerk auf der Umsetzung der Evaluationsstudie liegen, um Erfolgsfaktoren für ein wirksames Präventionskonzept zu optimieren.

     

    FPM Studienjahr 2016/2017

    Neben diesem Teilprojekt werden u. a. die in 2016/2017 gewonnenen Daten zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen weiter erfasst und konsolidiert. Im Zusammenhang mit weiteren gesundheitsrelevanten Faktoren der Arbeits- und Organisationswelt (Füh-rung, Kultur, Arbeitsfähigkeit etc.) sollen diese Belastungswerte im Sinne einer Balanced Sco-recard für organisationale Gesundheit verknüpft werden.

    In der FHöVAktuell (Ausgabe Februar 2017) werden das Projekt und das Evaluationsdesign eines betrieblichen Präventionskonzeptes der Deutschen Rentenversicherung beschrieben (siehe Homepage der FHöV NRW).

    Forscher/innen
    Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (01.09.2018-31.08.2019)

    Es handelt sich um eine Quer- und Längsschnittstudie mit mehreren Messzeitpunkten, um die Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus inhaltlicher Sicht zu belegen. Gleichzeitig geht es um die Bestimmung des Gesundheitszustandes einer Organisation. Der Projektzeitraum läuft von 2010 bis etwa 2019 in Abhängigkeit von Teilnahme und der weiteren Akquise. Um die Wirksamkeit nachzuweisen, sind große Stichproben (...)

  • Erstellt am: 10.08.2018 09:1
    Versorgung psychischer Unfallfolgen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle Unfallfolgen sind sofort nach dem Schadenereignis sichtbar, vielleicht erst auf den zweiten Blick; und auch die Dauer der Folgen ist unterschiedlich. Opfer von Verkehrsunfällen sind nicht nur all jene Menschen, die bei einem Unfall körperlich-seelische Schäden erlitten haben („Primäropfer“). Auch Zeugen und Angehörige, Ersthelfer oder Unfallverursacher können Opfer („Sekundäropfer“) mit Folgen sein, die sie massiv und prägend beeinträchtigen.

    Ein Verkehrsunfall unterbricht, insbesondere bei Personenschaden, die bisherige Kontinuität des Lebens. Häufig werden Opfer von den Bildern, den gewaltsam wirkenden Eindrücken und den ausgelösten Ängsten lange Zeit verfolgt und an der Teilhabe am Leben beeinträchtigt. Auswirkungen sind beispielsweise Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder gar ein Meiden des Verkehrs aus Furcht vor einem erneuten Unfall, eingeschränkte Mobilitätsmöglichkeiten, nicht nur durch psychische Probleme, sondern auch wegen körperlicher Einschränkungen, Probleme bei der Fortführung des Berufs, posttraumatische Belastungsstörungen oder schwere depressive Reaktionen. Die nötige Inanspruchnahme zeitnah erforderlicher psychotherapeutischer Hilfeleistungen ist für Verkehrsunfallopfer zum Teil mit erheblichen rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten verbunden, die zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Teilhabe am beruflichen und privaten Leben führen können.

    Unfallopfer dürfen nicht alleingelassen werden. Sie benötigen in der Regel einen Beistand, um rasch an therapeutische Hilfen zu neuen Lebensperspektiven zu gelangen.

    Bei dem Projekt handelt es sich um die Folgestudie der 2014 abgeschlossenen Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Psychische Folgen von Verkehrsunfällen (veröffentlicht in: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe: Mensch und Sicherheit, Heft M 245). Projektbeteiligte sind neben der BASt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) und die FHöV NRW.

    Ein Fachbeitrag zu Rechtsansprüchen zur Versorgung psychischer Verkehrsunfallfolgen erscheint in der Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV), Verlag C.H.Beck, München, Heft 9/2018). Am 20.11.2018 findet zu dem im Forschungsprojekt behandelten Thema unter Schirmherrschaft von Herrn Minister Herbert Reul der Deutsche Verkehrsexpertentag im Bildungszentrum „Carl Severing“, Münster, statt, an dem u. a. auch die FHöV NRW beteiligt ist. Für den Deutschen Verkehrsgerichtstag 2019 ist überdies ein entsprechender Arbeitskreis angemeldet worden.

    Forscher/innen
    Versorgung psychischer Unfallfolgen (01.09.2018-31.08.2019)

    Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle Unfallfolgen sind sofort nach dem Schadenereignis sichtbar, vielleicht erst auf den zweiten Blick; und auch die Dauer der Folgen ist unterschiedlich. Opfer von Verkehrsunfällen sind nicht nur all jene Menschen, die bei einem Unfall körperlich-seelische Schäden erlitten haben („Primäropfer“). Auch Zeugen und Angehörige, Ersthelfer oder Unfallverursacher (...)

  • Erstellt am: 10.08.2018 09:1
    Nachhaltigkeit der Kommunalfinanzen (Monographie)

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Eine große Zahl kommunaler Haushalte zeichnet sich durch regelmäßige Jahresfehlbeträge sowie hohe Bestände an Kassenkrediten aus. Das von den Landesgesetzgebern insbesondere seit der Umstellung auf doppische Kommunalhaushalte verfolgte Ziel der finanziellen Generationengerechtigkeit wird dadurch verfehlt.

    Auf der Suche nach Instrumenten zur Problemlösung ist von vereinzelten Teilen der Politik und Wissenschaft der Ruf nach einer Öffnung des Insolvenzrechts für Gemeinden und Gemeindeverbände laut geworden. Ähnlich privatwirtschaftlicher Unternehmen soll den Gebietskörperschaften die Möglichkeit gegeben werden, sich in einem Insolvenzplanverfahren zu sanieren. Gegner solcher Vorschläge fordern indes neue, in das bestehende Haushaltsrecht eingebettete Konsolidierungsinstrumente, ohne den Gemeinden Zugang zum Insolvenzverfahren zu ermöglichen.

    Es stellt sich daher die Frage, ob eine Insolvenzverfahrensfähigkeit unter Berücksichtigung der Rechtsstellung der Kommunen möglich ist und, wenn ja, wie ein solches Verfahren auszugestalten ist und welche Folgen daraus erwachsen - sowohl für die unmittelbar betroffenen Kommunen als auch den Gesamtstaat. Gleichzeitig ist zu untersuchen, wie das Haushaltsrecht der Kommunen ohne eine Öffnung der Insolvenzordnung weiterentwickelt werden kann, um die Finanzprobleme zu lösen. Für beide Alternativen ist in einem vorhergehenden Schritt zu ermitteln, welche Ursachen den defizitären Kommunalhaushalten zugrunde liegen, um diese Mängel in der Entwicklung von Lösungen zu berücksichtigen. Aufgrund der zentralen Rolle des Rechnungswesens für die Analyse und Steuerung der Kommunalfinanzen sind zudem die Anforderungen sowohl einer kommunalen Insolvenzverfahrensfähigkeit als auch der alternativen Konsolidierungsinstrumente an dieses zu ermitteln.

    Forscher/innen
    Nachhaltigkeit der Kommunalfinanzen (Monographie) (01.09.2018-31.08.2019)

    Eine große Zahl kommunaler Haushalte zeichnet sich durch regelmäßige Jahresfehlbeträge sowie hohe Bestände an Kassenkrediten aus. Das von den Landesgesetzgebern insbesondere seit der Umstellung auf doppische Kommunalhaushalte verfolgte Ziel der finanziellen Generationengerechtigkeit wird dadurch verfehlt. Auf der Suche nach Instrumenten zur Problemlösung ist von vereinzelten Teilen der Politik und Wissenschaft der Ruf nach einer Öffnung des Insolvenzrechts für Gemeinden und (...)

  • Erstellt am: 10.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Methodenkompetenz entwickeln durch ein E-Portfolio für die Juristische Methodik

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat die Entwicklung von Methodenkompetenz durch E-Portfolio-Lernen zum Gegenstand. Es bezieht sich im Ausgangspunkt prototypisch auf die Juristische Methodik, kann jedoch im Erfolgsfall dahingehend fortgesetzt werden, dass Erkenntnisse für die Tauglichkeit zum Einsatz von E-Portfolios als modulübergreifendes Reflexionsinstrument an der FHöV geliefert werden.

    Erste Versuche haben ergeben, dass einzelne Studierende ein E-Portfolio sehr gut annehmen – die Mehrheit jedoch nicht. Dies zeigt einerseits, dass das aus fachlich-didaktischer Sicht erkannte Potenzial für die Kompetenzentwicklung vorhanden ist; es lohnt sich deshalb, dieses Projekt zu verfolgen. Andererseits besteht (keineswegs unerwarteter) Optimierungsbedarf insb. in puncto Akzeptanzförderung, Begleitung und Feedback. Dieser Bedarf lässt sich allerdings mit den Bordmitteln der Lehre nicht bewältigen, so dass dieser Forschungsantrag gestellt wird.

    Sofern das Forschungsziel erreicht wird, könnte das Instrument des E-Portfolios perspektivisch auch über die Juristische Methodik hinaus (isoliert, aber ggf. auch modulübergreifend) sinnvoll eingesetzt werden, bspw. um die Methodenkompetenz modulübergreifend zu stärken, aber auch der Reflexion zu einer nachhaltigen Methode und Kompetenz der Studierenden zu verhelfen. Dabei werden sich Fragen hinsichtlich der Organisation der Lehre, der Ausstattung der Lehrstühle sowie der Entwicklung der Studiengänge stellen. Diese Überlegungen sind nicht Gegenstand dieses Forschungsvorhabens, sondern werden ggf. dann separat verfolgt werden.

    Forscher/innen
    Methodenkompetenz entwickeln durch ein E-Portfolio für die Juristische Methodik (01.09.2018-31.08.2019)

    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat die Entwicklung von Methodenkompetenz durch E-Portfolio-Lernen zum Gegenstand. Es bezieht sich im Ausgangspunkt prototypisch auf die Juristische Methodik, kann jedoch im Erfolgsfall dahingehend fortgesetzt werden, dass Erkenntnisse für die Tauglichkeit zum Einsatz von E-Portfolios als modulübergreifendes Reflexionsinstrument an der FHöV geliefert werden. Erste Versuche haben ergeben, dass einzelne Studierende ein E-Portfolio sehr (...)

  • Erstellt am: 15.08.2018 07:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Arbeitswelt 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    1. Projektziel

    Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen mit innovativen Konzepten für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit verbunden sind. Die Möglichkeiten und Grenzen sollen grundsätzlich und konkret auf eine oder mehrere kommunale Verwaltungen bezogen aufgezeigt werden. Schließlich sollen Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelt entwickelt werden.

    2. Projektbeschreibung

    Neue, innovative Konzepte für Büro- und Arbeitswelten sind dadurch gekennzeichnet, dass „klassische“ Strukturen in Form der sog. „Zellenbüros“ konsequent überdacht, wo möglich, aufgegeben und stattdessen kommunikationsfördernde Arbeitslandschaften aufgebaut werden. Transparente Strukturen sollen die Kreativität der einzelnen Mitarbeiter/-innen fördern, die Bildung von Teams und die Entstehung von Netzwerken unterstützen. Arbeitslandschaften müssen hierbei harmonisch an die Bedürfnisse der Gruppe sowie der einzelnen Individuen angepasst werden und Prozesse bzw. Arbeitsabläufe unterstützen. Transparenz und Offenheit, Flexibilität in der Arbeitsweise und Elastizität der Raumstrukturen sind gefordert. Es besteht ein Bedarf an Multi-Funktionalität. In diesem Projekt soll u. a. die Raumplanungskonzepte im Kontext steigender Zahlen an Mitarbeiter/-innen unter Berücksichtigung personalwirtschaftlicher Aspekte (Teilzeitwünsche, Telearbeit, Arbeitszeitmodelle, arbeitsschutzrechtliche Regelungen etc.), von Wünschen der Mitarbeiter/-innen (feste Arbeitszeiten am Vormittag wegen Kinderbetreuung, Pflege etc., eingeschränkte Flexibilität etc.) und einer begrenzten Raumanzahl (Digitalisierung, Einführung von E-Akten, hausweite Standards, Bürokonzepte/-belegung/-möblierung etc.) in konkreten Beispielen untersucht werden.

    3. Projektdesign

    Die folgenden Aspekte dienen als Ausgangsbasis dazu, eine Vorstellung zu Aufbau und Inhalten des Projektes zu entwickeln: Die o. a. Aspekte können bzw. sollen differenziert bearbeitet werden, u. a.:

    • 1. Neue, innovative Konzepte zur Büro- und Arbeitswelt, einschließlich Aspekte einer zukunftsgerichteten Raumplanung
    • 1.1 Personalwirtschaftliche Ansätze (Mitarbeiterzuwachs, Teilzeit, Telearbeit etc.)
    • 1.2 Digitalisierung (E-Akte, Wege-Apps…)
    • 1.3 Räumliche Möglichkeiten und Grenzen (Vorgaben Arbeits- und Gesundheitsschutz etc.)
    • 1.4 Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit
    • 1.5 Image/Außenwirkung der Verwaltung und Barrierefreiheit/Hausleitsystem
    • 2. Analyse und Bewertung verschiedener raumplanerischer Ansätze/good practice oder best practice-Beispiele anhand ausgewählter öffentlicher Verwaltungen im In- und Ausland („Container-Lösungen“, Niederlande etc.)
    • 3. Analyse und Bewertung der Umsetzung unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten, unter Berücksichtigung von u. a.:
    • 3.1 Einbeziehung von Mitarbeiterwünschen und -ideen (ggf. Durchführung einer Befragung)
    • 3.2 Fähigkeit und Bereitschaft zur Mobilität, Grenzen der Mobilität (u. a. Kinderbetreuung/Pflege, Präsenz am Arbeitsplatz, alternierende Telearbeit, mobiles Arbeiten etc.)
    • 3.3 Räumliche Möglichkeiten und Grenzen (u. a. feste Raumanzahl)
    • 3.4 Zeitliche, organisatorische und finanzielle Ressourcen (Sicherstellung des laufenden Betriebs, Aufwand für Umzüge, ggf. Zwischenlösungen etc.)
    • 4. Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit
    • 5. Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelten, ggf. aufgezeigt an ausgewählten Beispielen
    Forscher/innen
    Datei:
    Arbeitswelt 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit (01.09.2018-31.08.2019)

    1. Projektziel Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen mit innovativen Konzepten für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit verbunden sind. Die Möglichkeiten und Grenzen sollen grundsätzlich und konkret auf eine oder mehrere kommunale Verwaltungen bezogen aufgezeigt werden. Schließlich sollen Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelt entwickelt (...)

  • Erstellt am: 15.08.2018 08:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung „Neue Autorität“

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Problemstellung

    Die beiden Fachbereiche AV/R und Polizei planen gemeinsam eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung "Neue Autorität". Ideengeber sind Carl W. Borgstedt, Fachbereich Polizei, und Birgit Beckermann, Fachbereich AV/R.

     

    Zielsetzung

    Ziel ist es, erstmals in der 42-jährigen Geschichte der FHöV NRW eine gemeinsam vorbereitete und durchgeführte interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung durchzuführen.

    Vorgehen

    Die Tagung soll im Frühjahr 2019 stattfinden. Entsprechend wird mit der Programmplanung, mit der Gewinnung der Referenten etc. im Herbst 2018 begonnen. Nach der Durchführung der Tagung solle ein Dokumentationsband erstellt werden.

    Es soll auch eine Berichterstattung sowohl zur Ankündigung der Tagung als auch als Nachlese nach der Tagung im FHöV-Newsletter erfolgen. 

    Forscher/innen
    Interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung „Neue Autorität“ (01.09.2018-31.08.2019)

    Problemstellung Die beiden Fachbereiche AV/R und Polizei planen gemeinsam eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung "Neue Autorität". Ideengeber sind Carl W. Borgstedt, Fachbereich Polizei, und Birgit Beckermann, Fachbereich AV/R. Zielsetzung Ziel ist es, erstmals in der 42-jährigen Geschichte der FHöV NRW eine gemeinsam vorbereitete und durchgeführte interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung durchzuführen. Vorgehen Die Tagung soll im (...)

  • Erstellt am: 22.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.11.2018 14:0
    Cyberangriffe gegen Unternehmen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Anders als große Unternehmen mangelt es dabei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der einen Seite oftmals am Bewusstsein für mögliche Gefahren durch Cyberangriffe und auf der anderen Seite an Möglichkeiten, IT-Sicherheit effektiv im Unternehmen zu implementieren.

    Auf der Basis eines interdisziplinären Teams von Wissenschaftlern/innen aus den Bereichen der Informatik, Kriminologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften zielt das Vorhaben darauf ab, die Lage der IT-Sicherheit in Bezug auf Cyberangriffe in Deutschland umfassend zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und staatliche Behörden zu entwickeln. Dabei wird im Rahmen des Projektes eine repräsentative Befragung von 5.000 Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Im Fokus dieser Untersuchung steht die Frage danach, wie gut sich Unternehmen vor Cyberangriffen schützen und wie effektiv diese Bemühungen sind. Ferner wird untersucht, wie betroffene Unternehmen auf Angriffe reagieren und welche Rolle dabei staatlichen Behörden wie der Polizei und dem Verfassungsschutz zukommen. Des Weiteren soll in Form von Feldstudien analysiert werden, wie gut bestehende Handlungsempfehlungen von den jeweiligen IT-Beauftragten in Unternehmen umgesetzt werden können und wie diese bei Vorfällen vorgehen, um Angriffe richtig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

    Die Erkenntnisse aus den einzelnen Untersuchungen werden in einer zweiten Phase des Vorhabens genutzt, um Handlungsempfehlungen zu erstellen und auf unterschiedlichstem Weg kleinen und mittelständischen Unternehmen zugänglich zu machen. Unter anderem wird dabei eine Online-Plattform entwickelt, die es ermöglichen wird, dass Unternehmen eine erste Einschätzung der eigenen Gefährdung durch Cyberangriffe durchführen können und weiterführende Hilfe bekommen.

    Das Projekt wird geleitet durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und dem Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover in assoziierter Partnerschaft mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Forscher/innen
    Cyberangriffe gegen Unternehmen (01.09.2018-31.08.2020)

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Anders als große Unternehmen mangelt es dabei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der einen Seite oftmals am Bewusstsein für (...)

  • Erstellt am: 25.09.2018 07:1
    Die polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten (PolBaS)

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2021
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ (PolBaS) ist Teil des umfassenden Forschungsprojekts „Sexuelle Gewalt gegen Frauen“ der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle (KKF) am Landeskriminalamt NRW.

    Das eigenständige, durch das IPK intern geförderte Teilprojekt PolBaS hat zunächst die Vertiefung der Erkenntnisse zur polizeilichen Arbeit im Kontext von Sexualdelikten, insbesondere in Bezug auf Ermittlungsschritte und deren fallabhängige Erfolgschancen, zum Ziel.

    Zentraler Untersuchungsgegenstand ist zudem der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf die polizeiliche Ermittlungsarbeit. Einerseits werden Sexualdelikte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung in besonderer Weise in einem Zusammenhang mit Konstrukten wie Scham und Ehre gesehen und sind damit oft moralisch überformt. Im Projekt PolBaS wird untersucht, wie sich diese gesellschaftlichen Deutungen, die auch bei den Opfern verankert sein könnten, auf die polizeiliche Arbeit (beispielsweise bezüglich der Auskunftsbereitschaft von Opfern) auswirken.

    Andererseits widmet sich das Projekt, als weitere Rahmenbedingung polizeilicher Tätigkeit, den Folgen der teilweise kontrovers diskutierten Änderung des Sexualstrafrechts im Jahr 2016. Inwiefern sich die Strafrechtsänderung und -erweiterung konkret in der polizeilichen Sachbearbeitung, beispielsweise den Inhalten von Vernehmungen oder dem Arbeitsaufwand bemerkbar macht, wird im Projekt ebenfalls untersucht.

    Forscher/innen
    • Frau Dr. Pollich
    Die polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten (PolBaS) (01.09.2018-31.08.2021)

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ (PolBaS) ist Teil des umfassenden Forschungsprojekts „Sexuelle Gewalt gegen Frauen“ der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle (KKF) am Landeskriminalamt NRW. Das eigenständige, durch das IPK intern geförderte Teilprojekt PolBaS hat zunächst die Vertiefung der Erkenntnisse zur polizeilichen Arbeit im Kontext von Sexualdelikten, insbesondere in Bezug auf Ermittlungsschritte und (...)

  • Erstellt am: 12.11.2018 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 12.11.2018 14:0
    Dienstunfallrecht in der Praxis

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Im Beamtenversorgungsgesetz des Bundes und den entsprechenden Gesetzen der Länder wird mit dem Dienstunfallrecht eine Sonderversorgung für Beamte geregelt. Der sog. „Dienstunfall“ hat zahlreiche Voraussetzungen, die immer wieder in der Praxis Zweifelsfragen aufwerfen. So gibt es zahlreiche Gerichtsentscheidungen zu der Frage, wann eine „äußere Einwirkung“ vorlag und in welchen Fällen krankhafte Abläufe im Inneren des Körpers stattfanden, die nicht von der Fürsorge umfasst sind. Umstritten sind z.B. Fälle des Mobbings. Auch das Erfordernis der „Plötzlichkeit“ eines schädigenden Ereignisses gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen.

    Ziel des Projektes ist es, die Unterschiede der einzelnen Rechtsprechungen der Verwal­tungsgerichte herauszuarbeiten und Vorgaben für eine (bundesweite) Konsolidierung zu erarbeiten. Hierbei soll auch die Rechtsprechung der Sozialgerichte vergleichend mit einbe­zogen werden. Als Ergebnis soll ein Leitfaden für die Praxis entstehen, der – wissen­schaftlich fundiert – ohne großen Aufwand Hilfestellung für konkrete Anwendungsfragen im Beamtenrecht bietet.

    Forscher/innen
    Dienstunfallrecht in der Praxis (01.09.2018-31.08.2019)

    Im Beamtenversorgungsgesetz des Bundes und den entsprechenden Gesetzen der Länder wird mit dem Dienstunfallrecht eine Sonderversorgung für Beamte geregelt. Der sog. „Dienstunfall“ hat zahlreiche Voraussetzungen, die immer wieder in der Praxis Zweifelsfragen aufwerfen. So gibt es zahlreiche Gerichtsentscheidungen zu der Frage, wann eine „äußere Einwirkung“ vorlag und in welchen Fällen krankhafte Abläufe im Inneren des Körpers stattfanden, die nicht von der Fürsorge umfasst (...)