Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Übersicht
Forschungszentren der FHöV NRW

Forschungszentren an der FHöV NRW

Auf der Grundlage der Forschungskonzeption der FHöV NRW wurden im Dezember 2011 zwei Forschungszentren gegründet. Ein weiteres Institut wurde im Jahr 2017 gegründet.


Diese Forschungszentren sollen für die Bereiche

  • die an der FHöV NRW vertretenen wissenschaftlichen und berufspraktischen Kompetenzen bündeln, vernetzen und repräsentieren,
  • profilbildend wirken,
  • mit Behörden und Wissenschaftseinrichtungen kooperieren,
  • unterschiedliche Themenfelder der beiden Bereiche abdecken,
  • drittmittelfähig sein und
  • angewandte Forschung leisten.

 Polizei- und Kriminalwissenschaften (IPK)
Dezember 2011

Personal und Management der öffentlichen Verwaltung (FPM)
September 2011

Geschichte und Ethik
2017

Projekte

43 Einträge gefunden
  • Erstellt am: 10.08.2018 09:1
    Versorgung psychischer Unfallfolgen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle Unfallfolgen sind sofort nach dem Schadenereignis sichtbar, vielleicht erst auf den zweiten Blick; und auch die Dauer der Folgen ist unterschiedlich. Opfer von Verkehrsunfällen sind nicht nur all jene Menschen, die bei einem Unfall körperlich-seelische Schäden erlitten haben („Primäropfer“). Auch Zeugen und Angehörige, Ersthelfer oder Unfallverursacher können Opfer („Sekundäropfer“) mit Folgen sein, die sie massiv und prägend beeinträchtigen.

    Ein Verkehrsunfall unterbricht, insbesondere bei Personenschaden, die bisherige Kontinuität des Lebens. Häufig werden Opfer von den Bildern, den gewaltsam wirkenden Eindrücken und den ausgelösten Ängsten lange Zeit verfolgt und an der Teilhabe am Leben beeinträchtigt. Auswirkungen sind beispielsweise Schlaf- und Konzentrationsstörungen oder gar ein Meiden des Verkehrs aus Furcht vor einem erneuten Unfall, eingeschränkte Mobilitätsmöglichkeiten, nicht nur durch psychische Probleme, sondern auch wegen körperlicher Einschränkungen, Probleme bei der Fortführung des Berufs, posttraumatische Belastungsstörungen oder schwere depressive Reaktionen. Die nötige Inanspruchnahme zeitnah erforderlicher psychotherapeutischer Hilfeleistungen ist für Verkehrsunfallopfer zum Teil mit erheblichen rechtlichen und praktischen Schwierigkeiten verbunden, die zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands und der Teilhabe am beruflichen und privaten Leben führen können.

    Unfallopfer dürfen nicht alleingelassen werden. Sie benötigen in der Regel einen Beistand, um rasch an therapeutische Hilfen zu neuen Lebensperspektiven zu gelangen.

    Bei dem Projekt handelt es sich um die Folgestudie der 2014 abgeschlossenen Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt): Psychische Folgen von Verkehrsunfällen (veröffentlicht in: Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen, Reihe: Mensch und Sicherheit, Heft M 245). Projektbeteiligte sind neben der BASt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), die Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) und die FHöV NRW.

    Ein Fachbeitrag zu Rechtsansprüchen zur Versorgung psychischer Verkehrsunfallfolgen erscheint in der Neuen Zeitschrift für Verkehrsrecht (NZV), Verlag C.H.Beck, München, Heft 9/2018). Am 20.11.2018 findet zu dem im Forschungsprojekt behandelten Thema unter Schirmherrschaft von Herrn Minister Herbert Reul der Deutsche Verkehrsexpertentag im Bildungszentrum „Carl Severing“, Münster, statt, an dem u. a. auch die FHöV NRW beteiligt ist. Für den Deutschen Verkehrsgerichtstag 2019 ist überdies ein entsprechender Arbeitskreis angemeldet worden.

    Forscher
    Versorgung psychischer Unfallfolgen

    Ein Unfall kann das Leben verändern. Jährlich verunglücken in Deutschland fast 400.000 Menschen im Straßenverkehr. Nicht alle...
    Peter Schlanstein

  • Erstellt am: 10.08.2018 09:1
    Nachhaltigkeit der Kommunalfinanzen (Monographie)

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Eine große Zahl kommunaler Haushalte zeichnet sich durch regelmäßige Jahresfehlbeträge sowie hohe Bestände an Kassenkrediten aus. Das von den Landesgesetzgebern insbesondere seit der Umstellung auf doppische Kommunalhaushalte verfolgte Ziel der finanziellen Generationengerechtigkeit wird dadurch verfehlt.

    Auf der Suche nach Instrumenten zur Problemlösung ist von vereinzelten Teilen der Politik und Wissenschaft der Ruf nach einer Öffnung des Insolvenzrechts für Gemeinden und Gemeindeverbände laut geworden. Ähnlich privatwirtschaftlicher Unternehmen soll den Gebietskörperschaften die Möglichkeit gegeben werden, sich in einem Insolvenzplanverfahren zu sanieren. Gegner solcher Vorschläge fordern indes neue, in das bestehende Haushaltsrecht eingebettete Konsolidierungsinstrumente, ohne den Gemeinden Zugang zum Insolvenzverfahren zu ermöglichen.

    Es stellt sich daher die Frage, ob eine Insolvenzverfahrensfähigkeit unter Berücksichtigung der Rechtsstellung der Kommunen möglich ist und, wenn ja, wie ein solches Verfahren auszugestalten ist und welche Folgen daraus erwachsen - sowohl für die unmittelbar betroffenen Kommunen als auch den Gesamtstaat. Gleichzeitig ist zu untersuchen, wie das Haushaltsrecht der Kommunen ohne eine Öffnung der Insolvenzordnung weiterentwickelt werden kann, um die Finanzprobleme zu lösen. Für beide Alternativen ist in einem vorhergehenden Schritt zu ermitteln, welche Ursachen den defizitären Kommunalhaushalten zugrunde liegen, um diese Mängel in der Entwicklung von Lösungen zu berücksichtigen. Aufgrund der zentralen Rolle des Rechnungswesens für die Analyse und Steuerung der Kommunalfinanzen sind zudem die Anforderungen sowohl einer kommunalen Insolvenzverfahrensfähigkeit als auch der alternativen Konsolidierungsinstrumente an dieses zu ermitteln.

    Forscher
    Nachhaltigkeit der Kommunalfinanzen (Monographie)

    Eine große Zahl kommunaler Haushalte zeichnet sich durch regelmäßige Jahresfehlbeträge sowie hohe Bestände an Kassenkrediten aus. Das...
    Christian Fritze

  • Erstellt am: 10.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Methodenkompetenz entwickeln durch ein E-Portfolio für die Juristische Methodik

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Einzelprojekt aktuell laufend

    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat die Entwicklung von Methodenkompetenz durch E-Portfolio-Lernen zum Gegenstand. Es bezieht sich im Ausgangspunkt prototypisch auf die Juristische Methodik, kann jedoch im Erfolgsfall dahingehend fortgesetzt werden, dass Erkenntnisse für die Tauglichkeit zum Einsatz von E-Portfolios als modulübergreifendes Reflexionsinstrument an der FHöV geliefert werden.

    Erste Versuche haben ergeben, dass einzelne Studierende ein E-Portfolio sehr gut annehmen – die Mehrheit jedoch nicht. Dies zeigt einerseits, dass das aus fachlich-didaktischer Sicht erkannte Potenzial für die Kompetenzentwicklung vorhanden ist; es lohnt sich deshalb, dieses Projekt zu verfolgen. Andererseits besteht (keineswegs unerwarteter) Optimierungsbedarf insb. in puncto Akzeptanzförderung, Begleitung und Feedback. Dieser Bedarf lässt sich allerdings mit den Bordmitteln der Lehre nicht bewältigen, so dass dieser Forschungsantrag gestellt wird.

    Sofern das Forschungsziel erreicht wird, könnte das Instrument des E-Portfolios perspektivisch auch über die Juristische Methodik hinaus (isoliert, aber ggf. auch modulübergreifend) sinnvoll eingesetzt werden, bspw. um die Methodenkompetenz modulübergreifend zu stärken, aber auch der Reflexion zu einer nachhaltigen Methode und Kompetenz der Studierenden zu verhelfen. Dabei werden sich Fragen hinsichtlich der Organisation der Lehre, der Ausstattung der Lehrstühle sowie der Entwicklung der Studiengänge stellen. Diese Überlegungen sind nicht Gegenstand dieses Forschungsvorhabens, sondern werden ggf. dann separat verfolgt werden.

    Forscher
    Methodenkompetenz entwickeln durch ein E-Portfolio für die Juristische Methodik

    Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt hat die Entwicklung von Methodenkompetenz durch E-Portfolio-Lernen zum Gegenstand. Es bezieht...
    Dr. Thorsten Attendorn

  • Erstellt am: 15.08.2018 07:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Arbeitswelt 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    1. Projektziel

    Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen mit innovativen Konzepten für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit verbunden sind. Die Möglichkeiten und Grenzen sollen grundsätzlich und konkret auf eine oder mehrere kommunale Verwaltungen bezogen aufgezeigt werden. Schließlich sollen Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelt entwickelt werden.

    2. Projektbeschreibung

    Neue, innovative Konzepte für Büro- und Arbeitswelten sind dadurch gekennzeichnet, dass „klassische“ Strukturen in Form der sog. „Zellenbüros“ konsequent überdacht, wo möglich, aufgegeben und stattdessen kommunikationsfördernde Arbeitslandschaften aufgebaut werden. Transparente Strukturen sollen die Kreativität der einzelnen Mitarbeiter/-innen fördern, die Bildung von Teams und die Entstehung von Netzwerken unterstützen. Arbeitslandschaften müssen hierbei harmonisch an die Bedürfnisse der Gruppe sowie der einzelnen Individuen angepasst werden und Prozesse bzw. Arbeitsabläufe unterstützen. Transparenz und Offenheit, Flexibilität in der Arbeitsweise und Elastizität der Raumstrukturen sind gefordert. Es besteht ein Bedarf an Multi-Funktionalität. In diesem Projekt soll u. a. die Raumplanungskonzepte im Kontext steigender Zahlen an Mitarbeiter/-innen unter Berücksichtigung personalwirtschaftlicher Aspekte (Teilzeitwünsche, Telearbeit, Arbeitszeitmodelle, arbeitsschutzrechtliche Regelungen etc.), von Wünschen der Mitarbeiter/-innen (feste Arbeitszeiten am Vormittag wegen Kinderbetreuung, Pflege etc., eingeschränkte Flexibilität etc.) und einer begrenzten Raumanzahl (Digitalisierung, Einführung von E-Akten, hausweite Standards, Bürokonzepte/-belegung/-möblierung etc.) in konkreten Beispielen untersucht werden.

    3. Projektdesign

    Die folgenden Aspekte dienen als Ausgangsbasis dazu, eine Vorstellung zu Aufbau und Inhalten des Projektes zu entwickeln: Die o. a. Aspekte können bzw. sollen differenziert bearbeitet werden, u. a.:

    • 1. Neue, innovative Konzepte zur Büro- und Arbeitswelt, einschließlich Aspekte einer zukunftsgerichteten Raumplanung
    • 1.1 Personalwirtschaftliche Ansätze (Mitarbeiterzuwachs, Teilzeit, Telearbeit etc.)
    • 1.2 Digitalisierung (E-Akte, Wege-Apps…)
    • 1.3 Räumliche Möglichkeiten und Grenzen (Vorgaben Arbeits- und Gesundheitsschutz etc.)
    • 1.4 Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit
    • 1.5 Image/Außenwirkung der Verwaltung und Barrierefreiheit/Hausleitsystem
    • 2. Analyse und Bewertung verschiedener raumplanerischer Ansätze/good practice oder best practice-Beispiele anhand ausgewählter öffentlicher Verwaltungen im In- und Ausland („Container-Lösungen“, Niederlande etc.)
    • 3. Analyse und Bewertung der Umsetzung unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten, unter Berücksichtigung von u. a.:
    • 3.1 Einbeziehung von Mitarbeiterwünschen und -ideen (ggf. Durchführung einer Befragung)
    • 3.2 Fähigkeit und Bereitschaft zur Mobilität, Grenzen der Mobilität (u. a. Kinderbetreuung/Pflege, Präsenz am Arbeitsplatz, alternierende Telearbeit, mobiles Arbeiten etc.)
    • 3.3 Räumliche Möglichkeiten und Grenzen (u. a. feste Raumanzahl)
    • 3.4 Zeitliche, organisatorische und finanzielle Ressourcen (Sicherstellung des laufenden Betriebs, Aufwand für Umzüge, ggf. Zwischenlösungen etc.)
    • 4. Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit
    • 5. Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Gestaltung der Büro- und Arbeitswelten, ggf. aufgezeigt an ausgewählten Beispielen
    Forscher
    Datei:
    Arbeitswelt 4.0 – Möglichkeiten und Grenzen innovativer Konzepte für Büro- und Arbeitswelten im Hinblick auf die Förderung einer neuen Kultur der Kommunikation und Zusammenarbeit

    1. Projektziel Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten und Grenzen mit innovativen Konzepten für Büro- und...
    Birgit Beckermann

  • Erstellt am: 15.08.2018 08:1 Zuletzt bearbeitet am: 15.08.2018 08:1
    Interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung „Neue Autorität“

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Problemstellung

    Die beiden Fachbereiche AV/R und Polizei planen gemeinsam eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung "Neue Autorität". Ideengeber sind Carl W. Borgstedt, Fachbereich Polizei, und Birgit Beckermann, Fachbereich AV/R.

     

    Zielsetzung

    Ziel ist es, erstmals in der 42-jährigen Geschichte der FHöV NRW eine gemeinsam vorbereitete und durchgeführte interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung durchzuführen.

    Vorgehen

    Die Tagung soll im Frühjahr 2019 stattfinden. Entsprechend wird mit der Programmplanung, mit der Gewinnung der Referenten etc. im Herbst 2018 begonnen. Nach der Durchführung der Tagung solle ein Dokumentationsband erstellt werden.

    Es soll auch eine Berichterstattung sowohl zur Ankündigung der Tagung als auch als Nachlese nach der Tagung im FHöV-Newsletter erfolgen. 

    Forscher
    Interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende Tagung „Neue Autorität“

    Problemstellung Die beiden Fachbereiche AV/R und Polizei planen gemeinsam eine interdisziplinäre und fachbereichsübergreifende...
    Birgit Beckermann

  • Erstellt am: 22.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.11.2018 14:0
    Cyberangriffe gegen Unternehmen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Anders als große Unternehmen mangelt es dabei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der einen Seite oftmals am Bewusstsein für mögliche Gefahren durch Cyberangriffe und auf der anderen Seite an Möglichkeiten, IT-Sicherheit effektiv im Unternehmen zu implementieren.

    Auf der Basis eines interdisziplinären Teams von Wissenschaftlern/innen aus den Bereichen der Informatik, Kriminologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften zielt das Vorhaben darauf ab, die Lage der IT-Sicherheit in Bezug auf Cyberangriffe in Deutschland umfassend zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und staatliche Behörden zu entwickeln. Dabei wird im Rahmen des Projektes eine repräsentative Befragung von 5.000 Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Im Fokus dieser Untersuchung steht die Frage danach, wie gut sich Unternehmen vor Cyberangriffen schützen und wie effektiv diese Bemühungen sind. Ferner wird untersucht, wie betroffene Unternehmen auf Angriffe reagieren und welche Rolle dabei staatlichen Behörden wie der Polizei und dem Verfassungsschutz zukommen. Des Weiteren soll in Form von Feldstudien analysiert werden, wie gut bestehende Handlungsempfehlungen von den jeweiligen IT-Beauftragten in Unternehmen umgesetzt werden können und wie diese bei Vorfällen vorgehen, um Angriffe richtig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

    Die Erkenntnisse aus den einzelnen Untersuchungen werden in einer zweiten Phase des Vorhabens genutzt, um Handlungsempfehlungen zu erstellen und auf unterschiedlichstem Weg kleinen und mittelständischen Unternehmen zugänglich zu machen. Unter anderem wird dabei eine Online-Plattform entwickelt, die es ermöglichen wird, dass Unternehmen eine erste Einschätzung der eigenen Gefährdung durch Cyberangriffe durchführen können und weiterführende Hilfe bekommen.

    Das Projekt wird geleitet durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und dem Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover in assoziierter Partnerschaft mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Forscher
    Cyberangriffe gegen Unternehmen

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören...
    Dr. Gina Rosa Wollinger

  • Erstellt am: 25.09.2018 07:1
    Die polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten (PolBaS)

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2021
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ (PolBaS) ist Teil des umfassenden Forschungsprojekts „Sexuelle Gewalt gegen Frauen“ der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle (KKF) am Landeskriminalamt NRW.

    Das eigenständige, durch das IPK intern geförderte Teilprojekt PolBaS hat zunächst die Vertiefung der Erkenntnisse zur polizeilichen Arbeit im Kontext von Sexualdelikten, insbesondere in Bezug auf Ermittlungsschritte und deren fallabhängige Erfolgschancen, zum Ziel.

    Zentraler Untersuchungsgegenstand ist zudem der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf die polizeiliche Ermittlungsarbeit. Einerseits werden Sexualdelikte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung in besonderer Weise in einem Zusammenhang mit Konstrukten wie Scham und Ehre gesehen und sind damit oft moralisch überformt. Im Projekt PolBaS wird untersucht, wie sich diese gesellschaftlichen Deutungen, die auch bei den Opfern verankert sein könnten, auf die polizeiliche Arbeit (beispielsweise bezüglich der Auskunftsbereitschaft von Opfern) auswirken.

    Andererseits widmet sich das Projekt, als weitere Rahmenbedingung polizeilicher Tätigkeit, den Folgen der teilweise kontrovers diskutierten Änderung des Sexualstrafrechts im Jahr 2016. Inwiefern sich die Strafrechtsänderung und -erweiterung konkret in der polizeilichen Sachbearbeitung, beispielsweise den Inhalten von Vernehmungen oder dem Arbeitsaufwand bemerkbar macht, wird im Projekt ebenfalls untersucht.

    Forscher
    Die polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten (PolBaS)

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ (PolBaS) ist Teil des umfassenden...
    Dr. Daniela Pollich

  • Erstellt am: 12.11.2018 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 12.11.2018 14:0
    Dienstunfallrecht in der Praxis

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Personal und Management (FPM) aktuell laufend

    Im Beamtenversorgungsgesetz des Bundes und den entsprechenden Gesetzen der Länder wird mit dem Dienstunfallrecht eine Sonderversorgung für Beamte geregelt. Der sog. „Dienstunfall“ hat zahlreiche Voraussetzungen, die immer wieder in der Praxis Zweifelsfragen aufwerfen. So gibt es zahlreiche Gerichtsentscheidungen zu der Frage, wann eine „äußere Einwirkung“ vorlag und in welchen Fällen krankhafte Abläufe im Inneren des Körpers stattfanden, die nicht von der Fürsorge umfasst sind. Umstritten sind z.B. Fälle des Mobbings. Auch das Erfordernis der „Plötzlichkeit“ eines schädigenden Ereignisses gibt immer wieder Anlass zu Diskussionen.

    Ziel des Projektes ist es, die Unterschiede der einzelnen Rechtsprechungen der Verwal­tungsgerichte herauszuarbeiten und Vorgaben für eine (bundesweite) Konsolidierung zu erarbeiten. Hierbei soll auch die Rechtsprechung der Sozialgerichte vergleichend mit einbe­zogen werden. Als Ergebnis soll ein Leitfaden für die Praxis entstehen, der – wissen­schaftlich fundiert – ohne großen Aufwand Hilfestellung für konkrete Anwendungsfragen im Beamtenrecht bietet.

    Forscher
    Dienstunfallrecht in der Praxis

    Im Beamtenversorgungsgesetz des Bundes und den entsprechenden Gesetzen der Länder wird mit dem Dienstunfallrecht eine...
    Dr. Lars Oliver Michaelis

  • Erstellt am: 19.01.2018 09:0 Zuletzt bearbeitet am: 23.01.2018 12:0
    Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

    Projektzeitraum: 01.09.2017 - 31.08.2018
    Einzelprojekt Personal und Management (FPM) aktuell laufend, Studienjahr 2017/2018

    Es handelt sich um eine Quer- und Längsschnittstudie mit mehreren Messzeitpunkten, um die Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus inhaltlicher Sicht zu belegen. Gleichzeitig geht es um die Bestimmung des Gesundheitszustandes einer Organisation. Der Projektzeitraum läuft von 2010 bis etwa 2019 in Abhängigkeit von Teilnahme und der weiteren Akquise. Um die Wirksamkeit nachzuweisen, sind große Stichproben erforderlich. Gerade die Erlangung der Längsschnittdaten ist ein diffiziles Geschäft, da in diesem Fall Personen über vier bis fünf Messzeitpunkte durch die Evaluation begleitet werden. In einem solchen Zeitraum ist mit Drop-outs zu rechnen, die durch neue Teilnehmer zu ersetzen sind, um eine aussagekräftige Datenlandschaft zu generieren. Das Projekt integriert Subprojekte, in denen es um spezifische Fragestellungen zur Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung oder um die Feststellung des Gesundheitszustandes einer Organisation geht.

     

    Planungen 2017/2018

    Im weiteren Verlauf des Projektes zur Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Ge-sundheitsförderung wird ein besonderes Teilprojekt der Deutschen Rentenversicherung in-tegriert. Es handelt sich um eine Evaluationsstudie als Panelfeldstudie zu einem ganzheitlichen Präventionskonzept mit den Säulen Bewegung, Ernährung und Resilienz. Das Präventi-onsprojekt hat im September 2016 begonnen und ist etwa bis September 2018 anberaumt. Dieses Teilprojekt ist gerade aus Sicht der Wirksamkeitsforschung von hoher Relevanz, da es hier möglich sein wird, über eine umfassende Längsschnittanalyse mit Kontrollgruppen die Wirkungen aus gesundheitspsychologischer Sicht (vor allem Selbstwirksamkeit und Gesund-heitsverhalten betreffend) nachzuweisen (derzeit sind vier Gruppen à 15 Teilnehmende am Start nebst zwei Kontrollgruppen). Weitere Kohorten sollen in 2017 und ggf. noch 2018 berücksichtigt werden. Der Schwerpunkt wird hier die Entwicklung von Instrumenten sein, die sensitiv gesundheitspsychologische Konstrukte wie Selbstwirksamkeit, konstruktives Gesundheitsverhalten, Gesundheitsbewusstsein oder Vulnerabilität erfassen. Zudem wird das Augenmerk auf der Umsetzung der Evaluationsstudie liegen, um Erfolgsfaktoren für ein wirksames Präventionskonzept zu optimieren.

     

    FPM Studienjahr 2016/2017

    Neben diesem Teilprojekt werden u. a. die in 2016/2017 gewonnenen Daten zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen weiter erfasst und konsolidiert. Im Zusammenhang mit weiteren gesundheitsrelevanten Faktoren der Arbeits- und Organisationswelt (Füh-rung, Kultur, Arbeitsfähigkeit etc.) sollen diese Belastungswerte im Sinne einer Balanced Sco-recard für organisationale Gesundheit verknüpft werden.

    In der FHöVAktuell (Ausgabe Februar 2017) werden das Projekt und das Evaluationsdesign eines betrieblichen Präventionskonzeptes der Deutschen Rentenversicherung beschrieben (siehe Homepage der FHöV NRW).

    Forscher
    Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung

    Es handelt sich um eine Quer- und Längsschnittstudie mit mehreren Messzeitpunkten, um die Wirksamkeit von Maßnahmen der betrieblichen...
    Dr. Klaus Michael Treier

  • Erstellt am: 19.01.2018 10:0 Zuletzt bearbeitet am: 23.01.2018 11:0
    Entwicklung von Leitlinien für die Entwicklung von Personalentwicklungskonzepten

    Projektzeitraum: 01.09.2017 - 31.08.2018
    Einzelprojekt Personal und Management (FPM) aktuell laufend, Studienjahr 2017/2018

    Problemstellung

    Mit dem Dienstrechtsmodernisierungsgesetz hat der nordrhein-westfälische Gesetzgeber der Personalentwicklung eine besondere Bedeutung zukommen lassen. So findet sich erstmalig im Landesbeamtengesetz der Begriff „Personalentwicklung“ (Schrapper & Günther, 2017, S. 18). Zudem wird Personalentwicklung zur Aufgabe dienstvorgesetzter Stellen.

     

    Gemäß § 42, Abs. 1, Satz 1 LBG NRW fördert und entwickelt der Dienstherr die Eignung, Leis-tung und Befähigung der Beamtinnen und Beamten auf der Grundlage von Personalentwick-lungskonzepten. Die dienstvorgesetzte Stelle ist dabei verpflichtet, ein Personalentwicklungskonzept zu erstellen und dies regelmäßig fortzuentwickeln (§ 42, Abs. 4, Satz 1). Seitens der Beamtinnen und Beamten besteht zum einen die Pflicht, Kenntnisse und Fähigkeiten zu erhalten und fortzuentwicklen und zum anderen ein Anspruch auf Teilnahme an für ihre be-rufliche Tätigkeit förderlichen Fortbildungsmaßnahmen (§ 42, Abs. 2, Abs. 3, Satz 1). § 17 der Laufbahnverordnung NRW enthält Präzisierungen, wie Personalentwicklungskonzepte und Fortbildungsmaßnahmen zu gestalten sind. Dabei geht der Gesetzgeber auf besondere Per-sonengruppen ein. Des Weiteren charakterisiert er Personalentwicklung als einen systemati-schen Prozess (§ 42, Abs. 4, Satz 2 LVO NRW).

     

    Obzwar die Laufbahnverordnung einige Präzisierungen enthält, steht die Verwaltungspraxis vor der Frage, wie Personalentwicklungskonzepte genau gestaltet werden sollten. Zu klären sind beispielsweise die Regelungsinhalte, der Prozess der Konzeptentwicklung, die Erpro-bung / Pilotierung von Konzepten und die Implementierung in den Verwaltungsalltag.

    Es ist davon auszugehen, dass eine große Anzahl der nordrhein-westfälischen Kommunal- und Landesverwaltungen in naher Zukunft Personalentwicklungskonzepte er- oder überarbeitet. Auch in anderen Bundesländern und beim Bund wird es Versuche geben, Personal-entwicklung zu optimieren und professionalisieren. Insofern ist es wichtig, der Praxis wissen-schaftlich fundierte Arbeitshilfen in Form von Leitlinien an die Hand zu geben.

     

    Zielsetzung

    Ziel des Forschungsprojekts ist es, dass die Praktikerinnen und Praktiker in den Landesbe-hörden und Kommunalverwaltungen über Leitlinien zu verfügen, wie Personalentwicklungs-konzepte gestaltet werden sollten. Die Leitlinien sollen sich u. a. auf Form, Inhalte, den Pro-zess der Konzeptentwicklung, die Erprobung und Implementierung beziehen. In die Leitlinien sollen rechtliche Erfordernisse, fachwissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrun-gen einmünden. Bei der Erarbeitung der Leitlinien wird darauf geachtet, dass sich Besonder-heiten der jeweiligen Behörde / Verwaltung in den Personalentwicklungskonzepten widerspiegeln

    können.

     

    Methodisches Vorgehen, Arbeits- und Zeitplan

    Folgende Methoden sollen genutzt werden um Leitlinien für die Entwicklung von Personal-entwicklungskonzepten zu erarbeiten:

    • Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, z. B. aus dem DRModG NRW

    • Reflektion wissenschaftlicher Studien und von Erfahrungsberichten zur Entwicklung von Personalentwicklungskonzepten (z. B. Schürmann & Herzig, 2005)

    • Analyse von bestehenden Personalentwicklungskonzepten

    • Erhebung, welche Anforderungen und Erfahrungen Praktikerinnen und Praktiker an und mit Personalentwicklungskonzepten haben. Die Erhebung soll mittels Workshops erfolgen, zu denen ausgewählte Praxisvertreterinnen und –vertreter eingeladen wer-den

     

    Der aus diesen Quellen gespeiste und abgeleitete Entwurf der Leitlinien soll Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppe (Praktikerinnen und Praktikern aus dem Personalmanage-ment) vorgestellt, mit diesen erörtert und ggf. modifiziert werden. Es ist geplant, die Leitlinien in der Reihe „Personalmanagement im öffentlichen Sektor“ zu veröffentlichen. Im Hin-blick auf die Durchführung der Studie wird eine Kooperation mit dem Studieninstitut Ruhr angestrebt.

    Mit der Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, der Sichtung der Literatur und beste-hender Personalentwicklungskonzepte soll im Herbst 2017 begonnen werden. Nach Abschluss dieser Tätigkeiten werden ab Frühjahr 2018 Workshops durchgeführt. Ein Entwurf der Leitlinien soll ab Spätsommer 2018 mit Vertreterinnen und Vertretern der Zielgruppe erörtert werden. Mit der Modifikation wird eine Endfassung erstellt, die in kommentierter Form vermutlich im Frühjahr 2019 veröffentlicht werden könnte.

    Forscher
    Entwicklung von Leitlinien für die Entwicklung von Personalentwicklungskonzepten

    Problemstellung Mit dem Dienstrechtsmodernisierungsgesetz hat der nordrhein-westfälische Gesetzgeber der Personalentwicklung eine...
    Dr. Andreas Gourmelon , Dr. Boris Hoffmann