Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen

Projekte
Projekte IPK

Projekte

31 Einträge gefunden
  • Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 14:0
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 01.09.2024
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

     

    Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV NRW in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund dieser Entwicklung sind einerseits die veränderte Bevölkerungsstruktur des Einwanderungslandes Bundesrepublik Deutschland und· andererseits die daraus resultierenden spezifischen Anforderungen an Polizistinnen und Polizisten. Diese betreffen alle Kernbereiche des Publizierens wie die Verkehrssicherheitsarbeit, die Gefahrenabwehr und die Kriminalitätsbekämpfung.

    Dabei müssen sich Polizistinnen und Polizisten als Repräsentanten staatlicher Autorität auch aufgrund von Vorfällen in jüngster Vergangenheit häufig mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sich fremdenfeindlich bzw. rassistisch zu verhalten2 und z. B. ihr Verhalten bei Kontrollen von Vorurteilen gegenüber Nichtdeutschen bestimmen zu lassen (Biom, 2004; Franzke, 1995).

    Die Polizei als Organisation reagiert auf diese Vorwürfe unter anderem durch Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung3, aber auch durch die Anwerbung von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund für den Polizeivollzugsdienst (Franzke, 1999; Murck & Werdes, 1996). So wurden 2016/2017 für den Direkteinstieg in den Laufbahnabschnitt II des Polizeivollzugsdienstes Nordrhein-Westfalen insgesamt 305 Personen (13,26 %) mit Migrationshintergrund eingestellt. Davon hatten 281 Personen eine EU-Staatsangehörigkeit (12,22 %) und 24 Personen

    zentralen Instanzen polizeilicher Sozialisation hält im Studienverlauf verschiedene Pflichtmodule vor, die auf die Förderung interkultureller Kommunikationsfähigkeit und interkultureller Kompetenz abzielen. Unter anderem sind das die Pflichtmodule „Interkulturelle Kompetenz", ,,Training sozialer Kompetenz", ,,Berufsrollenreflexion" und „Sprachen" (türkisch, russisch, englisch, niederländisch). Aber auch in den sozialwissenschaftlichen Fächern Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie und Kriminologie sowie im Fach Ethik werden diese Themen fokussiert. Darüber hinaus findet eine Sensibilisierung für die Thematik in den polizeiwissenschaftlichen Fächern und den Rechtsfächern statt.


    Das Forschungsvorhaben Umfelder ging den Fragen nach, ob und in welchem Ausmaß xenophile/xenophobe Einstellungen und Haltungen zu Beginn des Studi­ ums vorliegen, sich diese im Laufe der Studienabschnitte verändern und wie sie letztlich durch Praxiserfahrungen beeinflusst werden. Die Studie stieß auf erhebliches Interesse innerhalb der FHöV NRW, der Polizei und auch der Politik. Es kam der Wunsch auf, diese Studie fortzusetzen, um die festgestellten positiven Effekte hinsichtlich ihrer Stabilität über die Zeit zu prüfen. Des Weiteren sollten dadurch auch mögliche Auswirkungen der im Rahmen der Reform 2016 im Studiengang Polizei weiter gestärkten persönlichen und sozialen Kompetenzen in den Blick genommen werden. So wurde z.B. das Modul Berufsrollenreflexion aufgrund von Evaluationsergebnissen verändert (Schophaus, 2015) und der Tag der Menschen­ rechte eingeführt (Zeitner, 2017). Die Auswirkungen dieser Maßnahmen konnte die Studie Umfelder (2012-2017) nicht erfassen. Daher wird derzeit die Studie Umfelder 2.0 projektiert. Kooperationspartner der Studie Umfelder 2.0 sind die Universität Bielefeld (1KG) und die Universität New York.

     

     

    Forscher
    Umgang mit Fremdheit - Entwicklung im Längsschnitt der beruflichen Erstsozialisation

    Die Förderung interkultureller Kompetenz und interkultureller Kommunikationsfähigkeit hat im Bachelorstudiengang Polizei der FHöV...
    Ines Zeitner

  • Erstellt am: 25.02.2019 14:0 Zuletzt bearbeitet am: 25.02.2019 14:0
    Politische Bildung und Polizei (PolBiP2)

    Projektzeitraum: 01.03.2019 - 31.12.2021
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Angesichts einer zunehmend komplexeren Umwelt steigen die Herausforderungen für und die Anforderungen an die Arbeit der Polizei. Unklare Grenzen zwischen  innerer und äußerer Sicherheit, internationale Migrationsbewegungen oder aktuelle Phänomene politisch motivierter Kriminalität definieren . neben weiteren Faktoren den voraussetzungsvollen Rahmen polizeilichen Handelns. Die Vermittlung rechtlicher und polizeifachlicher (Einsatzlehre, Kriminalistik etc.) Kenntnisse im Rahmen der Aus- und Fortbildung ist in dieser Hinsicht allenfalls eine notwendige Bedingung zur Erfüllung des polizeilichen Auftrags. Dies stellt im Kern gleichsam die für die Polizeien des Bundes und der Länder grundlegende Polizeidienstvorschrift (PDV) 100 prominent im einleitenden Kapitel heraus: ,,Oberstes Gebot polizeilichen Handelns ist die Verpflichtung, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Polizeiliches Handeln muss - über die Bindung an Recht und Gesetz hinaus - politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen" (PDV 100 VS-NfD, Ausgabe 2012; Nr. 1.1 [offener Teil]). Mithin benötigen Polizist*innen politische Bildung, die sie dazu  befähigt, Einsatzanlässe kritisch-reflektiert in ihrem politisch-sozialen Kontext zu verstehen, Urteilsfähigkeit zu entwickeln und die Menschenwürde achtend im Sinne der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu agieren. Konkret bedeutet dies, dass Polizist*innen im Hinblick auf ihren Arbeitsalltag beispielsweise wissen, welche Bedeutung Menschenrechte im Polizei-Bürger-Verhältnis haben, wie ein freiheitlich­ demokratischer Rechtsstaat funktioniert und welche Rolle die Polizei in diesem hat. Sie sollten die gesellschaftspolitische Dimension von Einsätzen - zum Beispiel rund um Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte oder die Registrierung anreisender Flüchtlinge - kennen und den Beamt*innen sollte bekannt sein, wie zwischen „normaler" und„politisch motivierter" Kriminalität differenziert werden kann und wenn sie erkennen können, was politischer Extremismus ist, wie er begründet und strukturiert ist und welche Folgen dieser für das Gemeinwesen haben kann. Sie müssen für ihre Einsätze zum Beispiel im Kontext von politischen Demonstrationen einerseits Kenntnisse über die Ziele der Demonstranten und ggf. Gegendemonstranten haben. Andererseits sollten sie für sich auch erkennen, dass etwa polizeiliche Maßnahmen zur Gewährleistung der ungehinderten Durchführung rechtsextrem motivierter Demonstrationen angesichts linksextrem motivierter Gegendemonstrationen insgesamt. kein Bekenntnis zu den rechtsgerichteten Demonstrationszielen darstellen, sondern hier der Schutz der Ausübung der Grundrechte auf Meinungsfreiheit und Demonstration angesprochen ist. Vor diesem Hintergrund ist hinsichtlich der polizeilichen Aus- und Fortbildung insgesamt ein weiter Begriff politischer Bildung zugrunde zu legen, der fächer- biw. disziplinübergreifend · ausgerichtet ist und Bezüge zum Beispiel zu den Fächern Politikwissenschaft, Soziologie, Psychologie, Berufsethik und Rechtswissenschaften, aber auch Kriminologie und Einsatzlehre, aufweist. Dabei geht es immer auch um Professionalität (vgl. Groß/Schmidt 2011), ,,Cop Culture" (vgl. Behr 2008) und letztlich um Demokratie bzw. das Leitbild einer „Bürgerpolizei, die sich als Dienstleister versteht, Kundenbedürfnissen Rechnung trägt und ihre Arbeit umfassend begründet" (Jaschke 2006; 150). Entsprechend unterstützt politische Bildung in der Polizei die„Entwicklung eines demokratischen Selbstbildes und damit insgesamt den Demokratisierungsprozess in der Polizei" (Schulte 2006; 295).

    Forscher
    Politische Bildung und Polizei (PolBiP2)

    Angesichts einer zunehmend komplexeren Umwelt steigen die Herausforderungen für und die Anforderungen an die Arbeit der Polizei....
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 10.01.2019 12:0 Zuletzt bearbeitet am: 10.01.2019 13:0
    Ethnische Segregation und Kriminalität“ (ESKrim)

    Projektzeitraum: 01.10.2018 - 30.09.2021
    Drittmittelprojekt aktuell laufend

    Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen. Diese betreffen nicht nur die Bereiche Arbeit, Wohnung oder Bildung, sondern auch die Sicherheit. So wird die Separierung ethnischer Gruppen in einzelnen städtischen Quartieren, d. h. die sogenannte ethnische Segregation, als ein Risikofaktor eingestuft, der das Risiko für die Bewohnerinnen und Bewohner erhöht, Täter oder Opfer einer Straftat zu werden.

    Das Projekt ESKrim wird diese Annahme durch einen umfassenden und interdisziplinären Forschungsansatz überprüfen. Aus verschiedenen fachwissenschaftlichen Blickrichtungen wird untersucht, ob dem so ist und welche Risikofaktoren und Potentiale identifizierbar sind und mit welchen Mitteln diese beeinflusst werden können. Durch Befragungen, Interviews und statistischen Auswertungen werden Daten zu Migration, Integration und auch Segregation erhoben und zusammen mit Lagebildern zur Kriminalität sowie stadt- und quartierspezifischen Daten analysiert. Eine ethische Begleitforschung und rechtswissenschaftliche Studien ergänzen die sozialwissenschaftlichen empirischen Arbeiten.

    Auf Basis der erhaltenen Erkenntnisse werden neue Ansätze für die Kriminalprävention entwickelt. Darüber hinaus wird ein Planungs- und Entscheidungsmodell für die intervenierende Polizeiarbeit erstellt und ein Anforderungskatalog für Kommunikations- und kooperative Handlungsstrategien in durch Migration geprägten Quartieren erarbeitet. Gleichzeitig werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für die polizeilichen und präventiven Maßnahmen aufgezeigt.

    Die  Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Prof. Dr. Bernhard Frevel, richtet den analytischen Blick auf die stadtsoziologischen Fragen zur Segregation und befasst sich weiterhin mit Fragen der Vulnerabilität, Viktimisierung und des Opferschutzes.

    Die Stiftungsprofessur für Kriminalprävention und Risikomanagement an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Prof. Dr. Rita Haferkamp, untersucht mit Hell- und Dunkelfeldstudien Aspekte der Kriminalität von Zugewanderten und entwickelt kriminalpräventive Ansätze.

    Die Forschungsgruppe BEMA am Institut für Soziologie der Westfälischen Wilhelms-Universität, Dr. Marco Heyse, ist mit einer quantitativen Studie zum Sicherheitsempfinden, den Erwartungen an Sicherheitsarbeit und Opfererfahrungen in ethnisch segregierten Quartieren am Projekt beteiligt.

    Das Lehrgebiet „Kommunikationswissenschaften“ der Deutschen Hochschule der Polizei, Prof. Dr. Stefan Jarolimek, analysiert einerseits mit Medienanalysen das Image von ethnisch segregierten Quartieren sowie die Kommunikation zwischen Sicherheitsakteuren und der Bevölkerung.

    Das Internationale Zentrum für Ethik in der Wissenschaft der Eberhard Karls Universität Tübingen, PD Dr. Jessica Heesen, hinterfragt die so genannte „Parallelgesellschaften“ und untersucht die Potentiale einer modernen Kommunikation in multiethnischen Städten.

    Die Universität Bielefeld, Prof. Dr. Christoph Gusy, analysiert rechtswissenschaftlich die Kooperation der in ethnisch segregierten Quartieren handelnden öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Akteure sowie das Zusammenwirken verschiedener Rechtsgebiete in Hinblick auf integrierende bzw. segregierende Wirkung.

    Das Bundeskriminalamt, Tanja Cornelius, entwickelt ein Modell zur Analyse von Kriminalitätsrisiken, um polizeiliche Interventions- und Präventionsarbeit wirksam und im Sinne der Verhältnismäßigkeit zu gestalten.

    Im Rahmen eines Unterauftrags kommuniziert das DPT-Institut für angewandte Präventionsforschung Projektergebnisse mit den Akteuren der Präventionspraxis über ein Webinar (Online-Seminar) sowie eine Veranstaltung im Rahmen des Deutschen Präventionstages.

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird mit insgesamt 1,9 Mio. Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit (vgl. www.sifo.de) zur Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Fragen der Migration“ gefördert. Es wird koordiniert von Prof. Dr. Bernhard Frevel von der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Externes Projekt | BMBF

    Linktext Forscher
    Ethnische Segregation und Kriminalität“ (ESKrim)

    Die Aufnahme und Integration einer großen Zahl von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt Städte und Gemeinden vor große...
    Dr. Bernhard Frevel , Christiane Howe , Dorthe Flothmann

  • Erstellt am: 22.08.2018 12:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.11.2018 14:0
    Cyberangriffe gegen Unternehmen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2020
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören Cybercrime-Delikte zu einem wachsenden Phänomen. Insbesondere Unternehmen stehen dabei im Fokus von Cyberkriminellen. Betroffene Unternehmen erleben häufig enorme finanzielle oder wettbewerbliche Nachteile als Folge. Anders als große Unternehmen mangelt es dabei kleinen und mittelständischen Unternehmen auf der einen Seite oftmals am Bewusstsein für mögliche Gefahren durch Cyberangriffe und auf der anderen Seite an Möglichkeiten, IT-Sicherheit effektiv im Unternehmen zu implementieren.

    Auf der Basis eines interdisziplinären Teams von Wissenschaftlern/innen aus den Bereichen der Informatik, Kriminologie, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften zielt das Vorhaben darauf ab, die Lage der IT-Sicherheit in Bezug auf Cyberangriffe in Deutschland umfassend zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für Unternehmen und staatliche Behörden zu entwickeln. Dabei wird im Rahmen des Projektes eine repräsentative Befragung von 5.000 Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Im Fokus dieser Untersuchung steht die Frage danach, wie gut sich Unternehmen vor Cyberangriffen schützen und wie effektiv diese Bemühungen sind. Ferner wird untersucht, wie betroffene Unternehmen auf Angriffe reagieren und welche Rolle dabei staatlichen Behörden wie der Polizei und dem Verfassungsschutz zukommen. Des Weiteren soll in Form von Feldstudien analysiert werden, wie gut bestehende Handlungsempfehlungen von den jeweiligen IT-Beauftragten in Unternehmen umgesetzt werden können und wie diese bei Vorfällen vorgehen, um Angriffe richtig zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

    Die Erkenntnisse aus den einzelnen Untersuchungen werden in einer zweiten Phase des Vorhabens genutzt, um Handlungsempfehlungen zu erstellen und auf unterschiedlichstem Weg kleinen und mittelständischen Unternehmen zugänglich zu machen. Unter anderem wird dabei eine Online-Plattform entwickelt, die es ermöglichen wird, dass Unternehmen eine erste Einschätzung der eigenen Gefährdung durch Cyberangriffe durchführen können und weiterführende Hilfe bekommen.

    Das Projekt wird geleitet durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) und dem Forschungszentrum L3S der Leibniz Universität Hannover in assoziierter Partnerschaft mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW.

    Forscher
    Cyberangriffe gegen Unternehmen

    Während in Deutschland in den letzten Jahren in vielen Kriminalitätsbereichen sinkende Fallzahlen zu verzeichnen sind, gehören...
    Dr. Gina Rosa Wollinger

  • Erstellt am: 25.09.2018 07:1
    Die polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten (PolBaS)

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2021
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ (PolBaS) ist Teil des umfassenden Forschungsprojekts „Sexuelle Gewalt gegen Frauen“ der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle (KKF) am Landeskriminalamt NRW.

    Das eigenständige, durch das IPK intern geförderte Teilprojekt PolBaS hat zunächst die Vertiefung der Erkenntnisse zur polizeilichen Arbeit im Kontext von Sexualdelikten, insbesondere in Bezug auf Ermittlungsschritte und deren fallabhängige Erfolgschancen, zum Ziel.

    Zentraler Untersuchungsgegenstand ist zudem der Einfluss gesellschaftlicher Rahmenbedingungen auf die polizeiliche Ermittlungsarbeit. Einerseits werden Sexualdelikte in der gesellschaftlichen Wahrnehmung in besonderer Weise in einem Zusammenhang mit Konstrukten wie Scham und Ehre gesehen und sind damit oft moralisch überformt. Im Projekt PolBaS wird untersucht, wie sich diese gesellschaftlichen Deutungen, die auch bei den Opfern verankert sein könnten, auf die polizeiliche Arbeit (beispielsweise bezüglich der Auskunftsbereitschaft von Opfern) auswirken.

    Andererseits widmet sich das Projekt, als weitere Rahmenbedingung polizeilicher Tätigkeit, den Folgen der teilweise kontrovers diskutierten Änderung des Sexualstrafrechts im Jahr 2016. Inwiefern sich die Strafrechtsänderung und -erweiterung konkret in der polizeilichen Sachbearbeitung, beispielsweise den Inhalten von Vernehmungen oder dem Arbeitsaufwand bemerkbar macht, wird im Projekt ebenfalls untersucht.

    Forscher
    Die polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten (PolBaS)

    Das auf drei Jahre angelegte Projekt „Polizeiliche Bearbeitung von Sexualdelikten“ (PolBaS) ist Teil des umfassenden...
    Dr. Daniela Pollich

  • Erstellt am: 11.01.2019 10:0 Zuletzt bearbeitet am: 11.01.2019 10:0
    Gewalt und Extremismus an Schulen

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Auftragsforschung Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Gewalt und Kriminalität an Schulen ist ein besonders sensibler Problembereich. Nicht nur herausragende Gewaltphänomene, wie die Amokläufe (sog. School-Shootings) in Erfurt', Emsdetten2 und Winnenden' offenbaren das grausame Gewaltpotential an Schulen als Orte des Lernens und Miteinanders. Die Tötung eines 14-jährigen Schülers durch seinen 15-jährigen Mitschüler, der als aggressiv und „unbeschulbar" galt, schockierte die Öffentlichkeit zum Jahresbeginn 2018.4 Doch auch Medienberichte von gewalttätigem Mobbing, Antisemitismus und extremistischen Einstellungen an deutschen Schulen, werden zu Problemen. Gewalt an Schulen, zum Teil mit Messern und anderen
    gefährlichen Gegenständen i.S. des Strafrechts ausgetragen, scheint eine Konjunktur zu besitzen, die Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen verunsichert und Angst verursacht. Daneben zeigt sich, dass Rekrutierungsbemühungen von politischen und / oder religiösen Extremisten jeglicher Couleur in die Schulen reichen. Junge Menschen, die sich vor den Augen der Lehrer radikalisieren und nicht mehr erreichbar sind, stellen die Schulen vor Problemen, die nicht einfach durch Hinzuziehen der Polizei geklärt werden können; insbesondere dann nicht, wenn diese Schüler zwar ihre extremistischen Haltungen deutlich machen, dabei jedoch geltendes Recht nicht verletzen oder in einem Maße, das kaum justiziabel genug wäre. 

    Das Forschungsvorhaben geht zunächst der Frage nach, welche Gewaltphänomene den Schulalltag in NRW aktuell beeinträchtigen. In der damit verbundenen Erhebung soll, überdie Angaben der PKS ­NRW, die die Tatörtlichkeit von Schulen miterfasst, auf Qualität,Intensität und Entwicklung von Gewalttätigkeit, aber auch extremistischen Tendenzen hin untersucht werden. Nachfolgend möchten
    die Antragsteller auf Basis von Erfahrungen in Bedrohungsmanagement und diversen Schulungen und Expertisen für Schulen Maßnahmenkonzepte entwickeln. Dabei sollen Akteure sowohl in, als auch außerhalb von Schulen (z.Ei.in Bezirksregierung, Polizei etc.) entsprechende Zuständigkeiten/ Kompetenzen wahrnehmen, um ein wirksames Bedrohungsmanagement mit notwendigen Handunlungsabläufen implementieren zu können. Im letzten Schritt sollen diese Maßnahmen über ein Schuljahr inweg beobachet und sowohl durch die Antragssteller, als auch durch die beteiligten institutionellen Akteure evaluiert werden. Zur Realisierung und Eingrenzung des Forschungsvorhabens wird mit der Bezirksregierung Münser kooperiert, um unterschiedliche Schulformen einerseits, aber zunächst einen beschränkten Untersuchungsradius andererseits gewährleisten zu können.

    Forscher
    Gewalt und Extremismus an Schulen

    Gewalt und Kriminalität an Schulen ist ein besonders sensibler Problembereich. Nicht nur herausragende Gewaltphänomene, wie die...
    Dr. Stefan Piasecki , Dr. Dorothee Dienstbühl

  • Erstellt am: 11.01.2019 11:0 Zuletzt bearbeitet am: 11.01.2019 11:0
    Validität Wahllichtbildvorlage

    Projektzeitraum: 01.09.2018 - 31.08.2019
    Auftragsforschung Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Abstract:
    Ungeachtet aller Fortschritte im Bereich der Kriminaltechnik handelt es sich bei der Wahl­lichtbildvorlage um eine kriminalistische Standardmaßnahme, der im Einzelfall ein hoher Beweiswert zukommen kann. Ziel jeder Wahllichtbildvorlage im Ermittlungsverfahren ist die Identifizierung eines namentlich bekannten Tatverdächtigen durch Zeugen. Insbesondere in den Fällen, in denen das Ergebnis der Wahllichtbildvorlage das zentrale Beweismittel zur Überführung des Beschuldigten ist, unternimmt die Verteidigung selbstverständlich Anstrengungen, den Beweiswert der Wahllichtbildvorlage zu mindern oder gar völlig in Abrede zu stellen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass dabei gerade die Geeignetheit der Ver­gleichsbilder im Fokus der Verteidigerstrategie steht. In der Konsequenz obliegt in diesen Fällen die Beurteilung der Geeignetheit dem Tatrichter. Dieser richterlichen Beweiswürdigung liegen bislang rein subjektive Eindrücke bezüglich der Ähnlichkeit bzw. Unähnlichkeit zu Grunde.
    Ein Ziel des Forschungsprojekts ist daher die Prüfung, inwieweit die Anwendung der Metho­de des von Louis Leon Thurstone (1927) entwickelten Law of Comparative Judgement" zur Quantifizierung von Ähnlichkeiten im Rahmen von Wahllichtbildvorlagen geeignet ist. Da­neben soll ein Verfahren entwickelt werden, mit der in bedeutsamen Einzelfällen (Kapitaldelikte) die Quantifizierung der Ähnlichkeiten von Vergleichsbildern sichergestellt werden kann. In einem abschließenden Schritt soll in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Poli­zeiliche Dienste NRW (LZPD NRW) auf Basis der Forschungsergebnisse an der Optimierung von Vergleichsbildern gearbeitet werden. 

    Forscher
    Validität Wahllichtbildvorlage

    Abstract: Ungeachtet aller Fortschritte im Bereich der Kriminaltechnik handelt es sich bei der Wahl­lichtbildvorlage um eine...
    Dr. Stefan Kersting , Christoph Frings

  • Erstellt am: 25.05.2018 08:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 10:1
    Interkulturelle Kompetenz für die Polizei

    Projektzeitraum: 01.09.2017 - 31.08.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend, Studienjahr 2017/2018

    Seit Beginn der 2000er Jahre bemüht man sich bei den Polizeien (mit unterschiedlicher Intensität) um passende Fort- und Ausbildungsformate für interkulturelle Kompetenzen. Häufig wird dabei die mittlerweile sprichwörtliche Definition über interkulturelle Kompetenz von Darla Deardorff benutzt:

     

    „Interkulturelle Kompetenz beschreibt die Kompetenz, auf Grundlage bestimmter Haltungen und Einstellungen sowie besonderer Handlungs- und Reflexionsfähigkeiten in interkulturellen Situationen effektiv und angemessen zu regieren.“

     

    Abgesehen davon, dass diese Definition zur Tautologie neigt, weil sie die interkulturelle Kompetenz anhand „interkultureller Situationen“ definiert stellen sich weitere entscheidende Fragen, z.B.: Über welche Fertigkeiten verfügt man, wenn man interkulturell kompetent ist? Was hat man gelernt, wenn man ein interkulturelles Training durchlaufen hat? Wie verändert sich durch interkulturelle Kompetenz das Verhältnis der Polizei zum Bürger?

     

    Bei genauerer Betrachtung bleiben viele dieser Fragen nur teilweise beantwortbar. Dabei wirft schon die Definition des „Kultur“-Begriffes Zweifel darüber auf, ob man sich überhaupt zum Zwecke einer Aus- und Fortbildung auf gemeinsame Begriffe einigen kann. Mit welchem Kulturbegriff die Fort- und Ausbildung interkultureller Kompetenzen bei der Polizei arbeitet bleibt häufig unsicher. Riskant ist dabei, dass einer Ethnisierung des Kulturbegriffes nicht genügend konzeptioneller Widerstand entgegensteht und es dadurch zu Verhärtungen von Vorurteilen kommen kann, wo doch deren Überwindung trainiert werden sollte.

     

    Das Themenheft bringt die am Thema „interkulturelle Kompetenz für die Polizei“ beteiligten Gruppen zumindest virtuell zusammen und lässt sie debattieren: Was wünschen sich betroffene Gruppen von einer interkulturell kompetenten Polizei, was wünscht sich die polizeiliche Führung, was die Ausbilder und was die Politik? Oder auch: Warum überhaupt braucht die Polizei besondere soziale und kommunikative Kompetenzen, die man „interkulturell“ nennt? Und was soll „Kultur“ dabei genau bedeuten?

     

    Autorinnen und Autoren aus verschiedenen Bereichen (Politik, Polizei, ethnische Communities, Lehre) wurden um kurze Statements gebeten. Das Themenheft trägt diese Aussagen zusammen. Das Heft ist das erste einer Reihe unter dem Titel „Polizei.Wissen. Themen polizeilicher Bildung“. Hefte zum Thema „Ethik“, „Führung“ und „Ultras“ sind in Vorbereitung.

    Forscher
    Interkulturelle Kompetenz für die Polizei

    Seit Beginn der 2000er Jahre bemüht man sich bei den Polizeien (mit unterschiedlicher Intensität) um passende Fort- und...
    Dr. Jonas Grutzpalk , Thomas Müller

  • Erstellt am: 06.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 11.01.2019 10:0
    Weiterentwicklung der Einsatzlehre

    Projektzeitraum: 01.09.2017 - 31.08.2019
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Das Fach Einsatzlehre ist eine zentrale Disziplin an allen Polizei ausbildenden Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung. Es bereitet angehende Polizeibeamte in theoretischer Hinsicht auf die Einsatzbewältigung vor. Das Projekt fokussiert Potentiale der Einsatzlehre (Aufarbeitung des Forschungsstands, Disziplinentwicklung, didaktische Aspekte). Die zentralen Forschungsfragen lauten:

    1) Welcher Forschungsstand und welche Historie liegen der Einsatzlehre zugrunde?

    2) Unter welchen Bedingungen stellt die Vermittlung von Erfahrungswissen eine Bereicherung fu?r die Lehre und Forschung dar?

    3) Unter welchen Bedingungen können Lernumgebungen, die sich am Konzept des situierten Lernens orientieren, in die Lehre implementiert werden?

    Forscher
    Weiterentwicklung der Einsatzlehre

    Das Fach Einsatzlehre ist eine zentrale Disziplin an allen Polizei ausbildenden Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung. Es...
    Dr. Vanessa Salzmann

  • Erstellt am: 06.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 10:1
    Politischer Extremismus/Terrorismus in der Aus- und Fortbildung der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden

    Projektzeitraum: 01.09.2017 - 31.08.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Sowohl im Bericht des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages (2013), als auch im Bericht des NSU-Untersuchungsausschuss des Landtages NRW (2017) werden dezidiert eine bessere Aus- und Fortbildung der Polizeien als auch der Verfassungsschutzbehörden im Hinblick auf Phänomenkenntnisse und Analysefähigkeit beim politischen Extremismus/Terrorismus eingefordert.

    Das Forschungsvorhaben soll in einem ersten Schritt eine Bestandsaufnahme der jetzigen Aus- und Fortbildung der Polizei und des Verfassungsschutzes in Nordrhein-Westfalen zu politischem Extremismus und Terrorismus leisten. Dies erfolgt durch strukturierte Fragebögen an die entsprechenden Institutionen (MIK NRW: Abt. 4 und 6, FHöV NRW, LAFP NRW, LKA NRW, Staatsschutzabt. der Polizei NRW).

    Im zweiten Schritt erfolgt eine Sammlung von Beispielen gelingender Praxis hinsichtlich der Aus- und Fortbildung der Polizeien und des Verfassungsschutzes zu politischem Extremismus und Terrorismus in anderen Bundesländern bzw. im Bund.

    In Schritt drei werden diese Ergebnisse zusammengefasst und konkrete Empfehlungen für eine Verbesserung bzw. Neufassung der Aus- und Fortbildung der Polizei und des Verfassungsschutzes zu politischem Extremismus und Terrorismus in NRW formuliert.

    Forscher
    Politischer Extremismus/Terrorismus in der Aus- und Fortbildung der nordrhein-westfälischen Sicherheitsbehörden

    Sowohl im Bericht des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestages (2013), als auch im Bericht des NSU-Untersuchungsausschuss des...
    Dr. Thomas Grumke

  • Erstellt am: 03.05.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 16.08.2018 11:1
    Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen

    Projektzeitraum: 01.05.2017 - 30.05.2019
    Auftragsforschung aktuell laufend

    Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVD) wird die Hypothese diskutiert, dass offene Audio- und Videoaufzeichnungen durch PVB eine deeskalierende Wirkung entfalten und Gewaltdelikte gegen PVB reduzieren können. Theoretisch kann dies sowohl durch höhere subjektive Sanktionswahrscheinlichkeiten als auch dadurch begründet werden, dass sich Personen dann eher gemäß ihren (normkonformen) Werten und Überzeugungen verhalten, wenn sie ihr Verhalten vor Augen gehalten oder widergespiegelt bekommen. Die präventive und deeskalierende Wirkung sichtbar am Körper getragener Aufzeichnungsgeräte (Bodycams) auf Adressaten polizeilicher Maßnahmen im Wachdienst der Polizei ist insbesondere im deutschen Sprachraum bisher noch nicht in dem Umfang erforscht, als dass belastbare Erkenntnisse für polizeirechtliche, polizeistrategische und polizeitaktische Entscheidungen vorliegen. Dies gilt insbesondere für alltägliche Einsatzsituationen, z.B. im häuslichen Bereich.

    Mit der Einführung des § 15c in das Polizeigesetz NRW wurde die erforderliche Rechtsgrundlage im Land NRW für den offenen Einsatz von Bodycams sowohl im öffentlichen Raum als auch in privaten Räumen geschaffen. Die Auswirkungen dieser Vorschrift und die praktische Anwendung sollen gem. § 15c PolG NRW bis zum 30.06.2019 durch die Landesregierung unter Mitwirkung einer oder eines unabhängigen sozialwissenschaftlichen Sachverständigen und einer oder eines polizeiwissenschaftlichen Sachverständigen im Rahmen einer Wirkungsanalyse geprüft werden. Zur Beantwortung der Forschungsfragen kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Für den kausalen Nachweis der deeskalierenden Wirkung wurde u.a. ein randomisiertes Verfahren entwickelt und eingesetzt, das es ermöglicht, die Straftaten zum Nachteil von PVB zwischen der Kontroll- (Dienstschichten ohne Einsatz von Bodycams) und der Experimentalgruppe (Dienstschichten mit Einsatz von Bodycams) zu vergleichen. Daneben werden die Einstellungen und Erfahrungen der beteiligten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Projektverlauf mehrfach mittels quantitativer und qualitativer Befragungen erhoben. Bürgerbeschwerden und die durch den Einsatz der Bodycam entstandenen Aufnahmen werden quantitativ und qualitativ ausgewertet.

    Externes Projekt

    Linktext Forscher
    Datei:
    Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen

    Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVD) wird die...
    Dr. Stefan Kersting , Dr. Thomas Naplava , Dr. Michael Reutemann

  • Erstellt am: 25.05.2018 09:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 10:1
    Kriminalitätsfurcht und Angsträume in Gelsenkirchen – Eine qualitative Erhebung der Risikoperzeption auf Stadtteilebene

    Projektzeitraum: 01.04.2017 - 31.03.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Das Polizeipräsidium Gelsenkirchen und die Stadt Gelsenkirchen haben im September 2016 einen Kooperationsvertrag zur Verbesserung der Sicherheit in Gelsenkirchen geschlossen. Neben Maßnahmen zur Verbesserung der objektiven Sicherheitslage stehen solche zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bewohner im Vordergrund der vertraglichen Regelungen.

    Mit Blick auf die Effektivität von Maßnahmen zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bewohnerinnen und Bewohner drängen sich folgende Fragen auf: Was genau beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl im Alltag der Menschen? Was nehmen die Bewohner als Bedrohung ihrer Sicherheit wahr? Welche Rolle spielen sog. Incivilities – sichtbare Verfallserscheinungen des städtischen Raums – bei der Risikoperzeption? Unterscheiden sich die Stadtteile bezüglich des Sicherheitsgefühls ihrer Wohnbevölkerung und hinsichtlich der wahrzunehmenden Incivilities? Worin bestehen diese Unterschiede? Sind die hoch kriminalitätsbelasteten Stadtteile besonders betroffen?

     

    Ziel

    Ziel des geplanten Forschungsprojekts ist ein Beitrag zur Beantwortung o.g. Fragen. Hierzu soll eine umfangreiche und zugleich belastbare Datengrundlage zum Sicherheitsgefühl der Bewohner auf Ebene der Stadtteile, die für die effektive Ausgestaltung der Kooperation zwischen der Stadt und der Polizei Gelsenkirchen große Bedeutung hat, geschaffen werden.

     

    Methode

    Mit dem geplanten Forschungsprojekt sollen die Angsträume der Bewohnerinnen und Bewohner auf kleinräumlicher Ebene erfasst werden. Eingesetzt werden etablierte Methoden der qualitativen Sozialforschung: Zum einen sollen leitfadengestützte Interviews und Gruppendiskussionen mit Stadtteilbewohnerinnen und -bewohnern, Geschäftsbetreibenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Ordnungsämter zu ihrer Risiko- und Sicherheitswahrnehmung geführt werden. Zum anderen werden in verdeckt teilnehmenden, systematischen Beobachtungen die Incivilities erfasst. Schließlich sollen ausgewählte Bewohnerinnen und Bewohner (Idealtypen nach dem Ergebnis der Interviews und Diskussionen) mit zur Verfügung gestellten Einwegkameras ihre Angsträume, denen sie in ihrem Alltag in Gelsenkirchen begegnen, dokumentieren. Durch den Einsatz der analogen Fototechnik wird eine höhere und intensivere Teilnahmebereitschaft auf Seiten der Studienteilnehmer erwartet. Der Verbindlichkeit, der ‚Arbeitsaufforderung’ nachzukommen und Bilder auf der Leihweise zur Verfügung gestellten Kamera abzuliefern, ist höher, als dies beispielsweise bei einer Aufforderung, auf dem privaten Smartphone aufgenommene Digitalbilder einzureichen, der Fall wäre. Die technikbedingten Einschränkungen der analogen Fotografie (insbesondere die Restriktion, dass Bilder nach der Aufnahme nicht unmittelbar kontrolliert oder später bearbeitet werden können) verhindern zudem eine unerwünschte Inszenierung der fotografierten Situationen und Orte und versprechen somit eine unverfälschte dokumentarische Momentaufnahme aus dem Blickwinkel der jeweiligen Fotografen darzustellen.

     

    Die Datenerhebung/-auswertung erfolgt durch das Projektteam, unterstützt durch Studierende (KvD) der FHöV NRW im Rahmen eines Projektstudiums. Das Projektstudium grenzt sich von dem Forschungsprojekt durch die Konzentration auf die Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse in die kommunale Verwaltungspraxis ab. Hingegen fokussiert sich das Forschungsprojekt auf einen Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion über die Entstehung von Kriminalitätsfurcht auf kleinräumlicher Ebene. Daneben gibt das Forschungsprojekt mit dem innovativen Ansatz der Fotografie als Methode der qualitativen Datenerhebung im Zusammenhang mit der Entstehung von Kriminalitätsfurcht der Kriminologie des Visuellen, einer in Deutschland noch nicht sehr weit entwickelten Forschungsrichtung, einen wichtigen Impuls.

    Forscher
    Kriminalitätsfurcht und Angsträume in Gelsenkirchen – Eine qualitative Erhebung der Risikoperzeption auf Stadtteilebene

    Das Polizeipräsidium Gelsenkirchen und die Stadt Gelsenkirchen haben im September 2016 einen Kooperationsvertrag zur Verbesserung der...
    Dr. Stefan Kersting , Dr. Christian Wickert

  • Erstellt am: 06.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 10:1
    „FHöV-Projekt (Schweine II- Ermittlung der Liegezeit von Leichen (Feststellung des Todeszeitpunktes sowie die Detektion von Leichen mit Hilfe der Thermografie)“

    Projektzeitraum: 01.09.2016 - 31.08.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Das postmorale Intervall (PMI), auch Leichenliegezeit genannt, bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Tod eines Individuums und dem Auffinden der Leiche. Anhand von feststehenden Daten, wie dem Absinken der Körperkerntemperatur oder z.B. dem im Verlauf der Verwesung auftretenden Insektenbefall kann der ungefähre Todeszeitpunkt ermittelt werden (Ansatz der Entomologen). Frühe Todeszeichen wie z.B. rigor mortis (Leichenstarre) und livor mortis (Leichenflecken) sind oftmals auf die ersten 24h-48h nach dem Eintritt des Todes beschränkt. Mit steigendem PMI steigt deshalb die Schwierigkeit, verifizierte Angaben zum exakten Todeszeitpunkt machen zu können.

    Genau an diesem Punkt setzt unser Projekt an.

    Das Projekt verfolgt daher zwei Ziele:

    Das primär wissenschaftliche Ziel ist es, über die unterschiedlichen Wissenschaften (z.B. die Biochemie und die Entomologie) alternative Methoden zu erforschen, um den Todeszeitpunkt möglichst genau zu ermitteln. Die Genauigkeit dieses Wertes ist wesentlich für den Ermittlungserfolg innerhalb der polizeilichen Todesermittlungen.

    Das eher praxisorientierte Ziel ist es, verifizierte Messdaten für den Einsatz von Suchtechnik der Polizeihubschrauber bei Vermisstenlagen (Detektion von menschlichen Körpern mit Hilfe der Thermografie) zu erlangen.

    Der zwischen den projektbeteiligten Partnern abgestimmte Abschlussbericht wird für Mitte des Jahres 2018 erwartet.

    Forscher
    „FHöV-Projekt (Schweine II- Ermittlung der Liegezeit von Leichen (Feststellung des Todeszeitpunktes sowie die Detektion von Leichen mit Hilfe der Thermografie)“

    Das postmorale Intervall (PMI), auch Leichenliegezeit genannt, bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Tod eines Individuums und dem...
    Claus-Peter Schuch

  • Erstellt am: 14.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 08.08.2018 11:1
    FHöV-Projekt (Schweine II- Ermittlung der Liegezeit von Leichen (Feststellung des Todeszeitpunktes sowie die Detektion von Leichen mit Hilfe der Thermografie)“

    Projektzeitraum: 01.09.2016 - 31.08.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    Das postmorale Intervall (PMI), auch Leichenliegezeit genannt, bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Tod eines Individuums und dem Auffinden der Leiche. Anhand von feststehenden Daten, wie dem Absinken der Körperkerntemperatur oder z.B. dem im Verlauf der Verwesung auftretenden Insektenbefall kann der ungefähre Todeszeitpunkt ermittelt werden (Ansatz der Entomologen). Frühe Todeszeichen wie z.B. rigor mortis (Leichenstarre) und livor mortis (Leichenflecken) sind oftmals auf die ersten 24h-48h nach dem Eintritt des Todes beschränkt. Mit steigendem PMI steigt deshalb die Schwierigkeit, verifizierte Angaben zum exakten Todeszeitpunkt machen zu können.

    Genau an diesem Punkt setzt unser Projekt an.

    Das Projekt verfolgt daher zwei Ziele:

    Das primär wissenschaftliche Ziel ist es, über die unterschiedlichen Wissenschaften (z.B. die Biochemie und die Entomologie) alternative Methoden zu erforschen, um den Todeszeitpunkt möglichst genau zu ermitteln. Die Genauigkeit dieses Wertes ist wesentlich für den Ermittlungserfolg innerhalb der polizeilichen Todesermittlungen.

    Das eher praxisorientierte Ziel ist es, verifizierte Messdaten für den Einsatz von Suchtechnik der Polizeihubschrauber bei Vermisstenlagen (Detektion von menschlichen Körpern mit Hilfe der Thermografie) zu erlangen.

    Der zwischen den projektbeteiligten Partnern abgestimmte Abschlussbericht wird für Mitte des Jahres 2018 erwartet.

    Forscher
    • PD Claus-Peter Schuch M.A.
    • Universität Neuchatel
    • Universität Salzburg
    • LKA Bayern
    • Rechtsmedizin der Universität Frankfurt Main
    • Fliegerstaffel der Polizei des Landes NRW
    FHöV-Projekt (Schweine II- Ermittlung der Liegezeit von Leichen (Feststellung des Todeszeitpunktes sowie die Detektion von Leichen mit Hilfe der Thermografie)“

    Das postmorale Intervall (PMI), auch Leichenliegezeit genannt, bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Tod eines Individuums und dem...
    Claus-Peter Schuch

  • Erstellt am: 06.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 11:1
    Der Einsatz nach dem Einsatz- Einsatznachbereitung im täglichen Polizeidienst

    Projektzeitraum: 10.05.2016 - 10.05.2016
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Prof. Dr. Joachim Kersten (DHPol), PHK Andreas Schwarzer (PP Köln), PD Jochen Brauneck PP Bielefeld und Lehrbeauftragter am Studienort Bielefeld), Studierende aus einem Seminar des EJ 2013: KAin Sina Neumann, KA Andreas Ferber und KA Jan Kohlschmidt sowie PHKin Angela Sinningen (LZPD) analysierten anhand von Erfahrungen, aktuellen Fällen aus der Praxis und den Anwendungen im LPZD die Anforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Einsatznachbereitung.

    Forscher
    Der Einsatz nach dem Einsatz- Einsatznachbereitung im täglichen Polizeidienst

    Prof. Dr. Joachim Kersten (DHPol), PHK Andreas Schwarzer (PP Köln), PD Jochen Brauneck PP Bielefeld und Lehrbeauftragter am...
    Detlef Averdiek-Gröner , Jörg Dietermann

  • Erstellt am: 06.06.2018 10:1
    70 Jahre Polizei NRW

    Projektzeitraum: 01.09.2015 - 31.08.2018
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) aktuell laufend

    In dem Projekt wird die Geschichte der NRW-Polizei vom Ende des 2. Weltkriegs bis heute analysiert und nach Dekaden geordnet aufgearbeitet. Untersucht werden inhaltlich anhand historischer Dokumente die strukturellen, personellen und technischen Veränderungen der Polizei sowie der Wandel in den Aufgaben, Zielsetzungen und dem Selbstverständnis dieser Institution. Die zum Projekt erscheinende Publikation ist weitgehend druckreif. Die Arbeit wird stark mit historischem und aktuellem Bildmaterial illustriert.

    Forscher
    70 Jahre Polizei NRW

    In dem Projekt wird die Geschichte der NRW-Polizei vom Ende des 2. Weltkriegs bis heute analysiert und nach Dekaden geordnet...
    Dr. Sabine Mecking , Dr. Frank Kawelovski

  • Erstellt am: 06.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 10:1
    Die Neuregelung der §§ 113 ff. StGB

    Projektzeitraum: 01.09.2015 - 31.08.2017
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Das „Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten“ , das am 29.05.2017 in Kraft getreten ist, soll Polizeibeamte und andere Einsatzkräfte stärker schützen. Das 52. StrÄndG knüpft damit an ein Gesetzgebungsverfahren aus 2011 an, das sich ebenfalls dem verstärkten Schutz von Vollstreckungsbeamten gewidmet und zu einer Änderung der §§ 113 f. StGB geführt hatte.

    Mit der neuerlichen Änderung wird erstmals der tätliche Angriff ausgekoppelt und gesondert in § 114 StGB unter eine erhöhte Strafandrohung gestellt. Ergänzend verzichtet der neue Tatbestand auf den Bezug zur Vollstreckungshandlung, sodass es bei einem tätlichen Angriff ausreicht, dass eine allgemeine Diensthandlung in Rede steht. Darüber hinaus werden die erschwerenden Regelbeispiele des § 113 Abs. 2 Satz 2 StGB erweitert. Nicht zuletzt wird der bisherige § 114 StGB (Widerstand gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen) in einen neu geschaffenen § 115 StGB überführt und an die Änderungen angepasst.

    In eben demselben Maße wie sich die Diskussion um Gewalt gegen Polizeibeamte unverändert uneinheitlich präsentiert, wird auch das 52. StrÄndG ganz unterschiedlich bewertet. Von einem „großen Erfolg“ ist ebenso die Rede wie von einem wohl genervten „schon wieder?“ . Das Forschungsvorhaben „Die Neuregelung der §§ 113 ff. StGB – endlich oder schon wieder?“ setzt sich mit diesen Fragen ausführlich auseinander. Es stellt die Gesetzesänderung zunächst detailliert vor, um sie dann dogmatisch und im Hinblick auf das von Gesetzgeberseite intendierte Ziel zu untersuchen und zu bewerten.

    Insgesamt kommt das Vorhaben zu dem Ergebnis, dass dem gesetzgeberischen Anliegen nach einem verstärkten Schutz von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften zwar uneingeschränkt zuzustimmen ist. Die neuerliche Gesetzesänderung wird diesem Anliegen aber – im Übrigen wie die Vorgängerfassung – wieder einmal gar nicht gerecht. Darüber hinaus können die neuen §§ 113 ff. StGB auch strafrechtsdogmatisch alles andere als überzeugen, sind in weiten Teilen überflüssig, außerdem kriminalpolitisch bedenklich und systematisch nicht gelungen.

    Schon der betonte Bezug der Gesetzesinitiative zu § 113 StGB, der in der traditionellen Ausrichtung ja entgegengesetzt privilegierenden, also strafmildernden Charakter hatte, erscheint wenig durchdacht.

    Mit Blick auf die Strafdrohung der §§ 113, 114 StGB beziehen sich die Widerstandsparagraphen zudem weiterhin vornehmlich auf Gewaltformen im unteren Bereich. Die schwereren und schweren Gewaltformen, die den eigentlichen Anlass für verschiedene gesetzgeberische und politische Initiativen gegeben haben, werden hierüber (weiterhin) nur unzureichend erfasst. Für diese Delikte stehen aber bereits seit jeher andere Tatbestände im Strafgesetzbuch zur Verfügung, die das insoweit zum Ausdruck kommende Unrecht, das sicherlich nicht zu tolerieren ist, (anders als die §§ 113 ff. StGB mit einer verhältnismäßig geringen Strafdrohung) auch angemessen zu erfassen vermögen.

    Im Bereich leichterer und mittlerer Gewalt wirkt die Neufassung mit der Unterscheidung zwischen Gewalt und tätlichem Angriff und sich anschließenden unterschiedlichen Irrtums- und Rechtmäßigkeitsanforderungen unnötig verkomplizierend. Dazu kommt die kaum zu praktizierende Abgrenzung von tätlichem Angriff und einfacher Gewalt, welche die Neuregelung auch unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten angreifbar macht. Nicht zuletzt erscheint der im StGB erstmals fokussierte Berufsbezug kriminalpolitisch bedenklich und vor dem Hintergrund des bestehenden professionellen Kontextes auch sachlich nicht gerechtfertigt.

    Forscher
    Die Neuregelung der §§ 113 ff. StGB

    Das „Gesetz zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten“ , das am 29.05.2017 in Kraft getreten ist, soll Polizeibeamte und...
    Dr. Eva Kohler

  • Erstellt am: 19.09.2017 07:1 Zuletzt bearbeitet am: 19.09.2017 07:1
    UNDP/EU-Projekt - ICOISS Improvement of Civilian Oversight of Internal Security Sector

    Projektzeitraum: 01.08.2014 - 31.03.2015
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Dargelegt werden die organisatorischen, rechtlichen und politischen Möglichkeiten und Formen der Kontrolle der Polizei, um deren rechtsstaatliches Handeln zu gewährleisten. Die Analyse wird aus rechts-, Polizei- und politikwissenschaftlicher Perspektive durchgeführt. Die Beschreibung der Situation in Deutschland wurde in einen internationalen Vergleich der Länder Frankreich, Spanien, England, Dänemark und Italien sowie der Türkei einbezogen und sollte eine Grundlage für den Aufbau zivilgesellschaftlicher Kontrolle der Polizei in der Türkei sein. Die Studie wurde von der Europäischen Union finanziert und über das United Nations Development Programme abgewickelt.

    Forscher
    Datei:
    UNDP/EU-Projekt - ICOISS Improvement of Civilian Oversight of Internal Security Sector

    Dargelegt werden die organisatorischen, rechtlichen und politischen Möglichkeiten und Formen der Kontrolle der Polizei, um deren...
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 12:1
    Risikomanagement der Korruption aus der Perspektive von Unternehmen, Kommunen, Polizei (RiKo) – Analysegestützte, evidenzbasierte und lebensweltorientierte Korruptionsprävention

    Projektzeitraum: 01.05.2014 - 01.05.2017
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Der Verbund von fünf Hochschulen, Kriminalämtern des Bundes und der Länder sowie Fachverbänden untersuchte die Lage und Einschätzungen zur Korruption. Gefördert wurde das Projekt vom BMBF im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit. Das an der Universität Münster angesiedelte, von Bernhard Frevel geleitete Teilvorhaben untersuchte „Analysegestützte, evidenzbasierte und lebensweltorientierte Korruptionsprävention“ in Unternehmen und Städten.

    Forscher
    Risikomanagement der Korruption aus der Perspektive von Unternehmen, Kommunen, Polizei (RiKo) – Analysegestützte, evidenzbasierte und lebensweltorientierte Korruptionsprävention

    Der Verbund von fünf Hochschulen, Kriminalämtern des Bundes und der Länder sowie Fachverbänden untersuchte die Lage und...
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 12:1
    Polizei und demografischer Wandel_Sypmposium

    Projektzeitraum: 11.03.2014 - 11.03.2014
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    „Demografischer Wandel und Polizeiarbeit“ bot Vertreterinnen und Vertretern aus Stabsdienststellen der Kreispolizeibehörden, des LAFP NRW, des MIK NRW und Studierenden und Lehrenden Gelegenheit zur Diskussion der aktuellen Forschungs- und Projektergebnisse zu Fragen der

    ? Öffentlichen Sicherheit (Frau Dr. Saskia Steiger, FU Berlin, Forschungsforum Öffentliche Sicherheit)

    ? Kriminalitätsentwicklung (Michael Hanslmeier, M.A., Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen)

    ? Perspektiven der Verkehrssicherheit (Dr.Ing. Frank Ließke, TU Dresden, Fakultät Verkehrswissenschaften) und

    ? Rekrutierung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber (Prof. Dr. Andreas Gourmelon, FHöV NRW, Abteilung Gelsenkirchen)

     

    In den Darstellungen der Referenten wurden zwar nachvollziehbare Impulse für eine auch zukünftig effektive Polizeiarbeit gegeben, allerdings wurden auch noch viele Unwägbarkeiten und damit weitere Forschungsfelder deutlich: Zum Beispiel unterscheiden sich potenzielle Bewerberinnen und Bewerber in ihren geschlechtlich bedingten persönlichen Dispositionen deutlich. Für eine gezielte Personalwerbung wäre somit eine nach Zielgruppen (insbesondere auch bei Bewerberinnen und Bewerbern mit Migrationshintergrund) zu differenzierende Werbe- und Einstellungskampagne erforderlich. Dies ist besonders wichtig, wenn man die bei den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu erwartenden rückläufigen Bewerberzahlen betrachtet. Hinsichtlich der Öffentlichen Sicherheit wird sich die „subjektive Sicherheit“ in Flächenländern zukünftig anders als in Ballungsräumen entwickeln und angepasste polizeiliche Strategien erfordern. Die Prognose der Kriminalitätsentwicklung lässt zwar insgesamt rückläufige Fallzahlen vermuten. Die Entwicklung der Computerkriminalität ist jedoch bisher in keinem Szenario nachvollziehbar vorherzusagen. Im Verkehrsbereich zeichnet sich in Ballungsgebieten eine Trendumkehr vom motorisierten Individualverkehr hin zu vermehrtem Fuß- und Radverkehr und der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ab. Gefördert wird diese Entwicklung von attraktiven Car-Sharing-Angeboten und eine wahrnehmbare Abkehr Jugendlicher und junger Erwachsener vom Statussymbol „eigener PKW“. Der Rückgang der Verkehrsunfallhäufigkeit dieser Zielgruppe hängt jedoch noch von anderen Variablen wie der grundsätzlichen Verfügbarkeit eines Kraftfahrzeuges ab und bleibt somit ungewiss.

     

    Link zu Berichten, Projekthomepages, Publikationen, ggf. zu hinterlegende pdfs

    Demografischer Wandel und Polizeiarbeit, Verlag Polizei & Wissenschaft Frankfurt/Main, Themenheft 2/2014

    Forscher
    Verweis:
    Polizei und demografischer Wandel_Sypmposium

    „Demografischer Wandel und Polizeiarbeit“ bot Vertreterinnen und Vertretern aus Stabsdienststellen der Kreispolizeibehörden, des LAFP...
    Detlef Averdiek-Gröner

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 12:1
    Sicherheit und Gewaltprävention in Kommunalverwaltungen

    Projektzeitraum: 01.09.2013 - 31.07.2014
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Im Auftrag der Gewerkschaft komba nrw wurde eine qualitative empirische Studie zur Gewalt gegen Mitarbeitende in Kommunalverwaltungen durchgeführt, kriminogene Faktoren identifiziert und Präventionsansätze analysiert. Hinweise zur Handlungsgestaltung in den Bereichen bauliche Gestaltung, Netzwerkarbeit, Aus- und Fortbildung werden in einer Arbeitshilfe vorgestellt und mit Checklisten zur Bearbeitung in den Kommunalbehörden und -einrichtungen aufbereitet.

    Forscher
    Sicherheit und Gewaltprävention in Kommunalverwaltungen

    Im Auftrag der Gewerkschaft komba nrw wurde eine qualitative empirische Studie zur Gewalt gegen Mitarbeitende in Kommunalverwaltungen...
    Dr. Bernhard Frevel , Dr. Claudia Kaup , Andreas Kohl

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 12:1
    Sicherheitskooperation für Bus und Bahn (SKoBB) – Politik- und polizeiwissenschaftliche Analyse

    Projektzeitraum: 01.05.2013 - 31.08.2015
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Im Rahmen des vom BMBF im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit geförderten Verbundprojekts mit dem Europäischen Zentrum für Kriminalprävention, der Bergischen Universität Wuppertal leistete das in Kooperation von FHöV NRW und der Universität Münster betreute Teilvorhaben die „Politik- und polizeiwissenschaftliche Analyse“. Untersucht wurde die Zusammenarbeit der Landes- und Bundespolizeien mit den Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünden und privaten Sicherheitsunternehmen im Bereich des Öffentlichen Personen(nah-)verkehrs.

     

    Link zu Berichten, Projekthomepages, Publikationen

    Kober, Marcus und Bernhard Frevel (Hrsg.) (2016): Sicherheitskooperation für Bus und Bahn. Frankfurt am Main: Verlag für Polizeiwissenschaft.

     

    skobb.de/teilprojekte/wwu/

    Forscher
    Dateien:
    Verweis:
    Sicherheitskooperation für Bus und Bahn (SKoBB) – Politik- und polizeiwissenschaftliche Analyse

    Im Rahmen des vom BMBF im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit geförderten Verbundprojekts mit dem Europäischen...
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1
    Polizei und Gewalt

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.08.2013
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Die beiden Vorträge von

    - Prof. Dr. Carsten Dams, FHöV NRW, Studienort Duisburg,

    "Die Polizei und das Management der Gewalt im 20. Jahrhundert" und

    - LPD Udo Behrendes, PP Köln,

    "Gewalt gegen die Polizei- Zwangsanwendung durch die Polizei" "verschiedene Paare Schuhe" oder "zwei Seiten einer Medaille"?.

    verdeutlichten, dass die plakative und interessengeleitete Berichterstattung in den Medien sowohl historisch als auch aus der Sicht der Akteure in den Polizeibehörden selbst relativiert werden muss. Der vielfältig behauptete qualitative und quantitative Anstieg von Gewalt gegen Polizeibeamte wird subjektiv empfunden, hält jedoch einer objektiven Betrachtung nicht stand.

    Gleichwohl ist die Ambivalenz einer Gewalt im Zusammenspiel von Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten einerseits und Bürgerinnen und Bürgern andererseits immer beeinflusst von mehr oder weniger gelungener Kommunikation. Die Polizei hat ihre Handlungsmuster im vergangenen Jahrhundert vielfältig angepasst und ist zunehmend professioneller geworden. 99,85% aller Einsätze verliefen nach einer Sonderauswertung des LKA NRW in 2011 ohne körperliche oder verbale Gewalt gegen die Polizei*. Weiteren Aufschluss wird die aktuell in Zusammenarbeit mit der Universität Kiel betriebene Studie zur "Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte" geben**.

    Im Fokus der Betrachtung muss jeder Einzelfall stehen. In diesem Zusammenhang wurden die Auswirkungen der "Mauer des Schweigens" mit den rechtlichen Hemmnissen der Strafbarkeit nach den Amtsdelikten, Strafverfolgungszwang durch umgehende Erstattung von Strafanzeigen, Zeugnisverweigerungsrechten und disziplinarrechtlichen Konsequenzen deutlich. Der offene Umgang mit Fehlern erfordert ein Klima des Vertrauens in transparente Verfahrensabläufe und objektive Bewertungen und Bearbeitung von Ergebnissen durch Führungskräfte und die politischen Verantwortungsträger.

    Macht- und Gewaltmissbrauch können durch offene und wahrhaftige Kommunikation verhindert werden. Einen Impuls dazu können die Reflexions- Angebote des neuen Bachelor- Studienganges Polizeivollzugsdienst geben.

     

    Link zu Berichten, Projekthomepages, Publikationen, ggf. zu hinterlegende pdfs

    Gewalt im öffentlichen Raum, Lehr- und Studienbrief Band 23, Verlag Deutsche Polizeiliteratur 2017, 40721 Hilden

    Forscher
    Polizei und Gewalt

    Die beiden Vorträge von - Prof. Dr. Carsten Dams, FHöV NRW, Studienort Duisburg, "Die Polizei und das Management der Gewalt im 20....
    Detlef Averdiek-Gröner , Dr. Carsten Dams

  • Erstellt am: 14.06.2018 10:1
    Blitz-Marathon

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.08.2013
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Landesweit abgestimmtes Projekt zur Erforschung der Bekanntheit und Akzeptanz des "Blitz-Marathons" in NRW.

    Die Beteiligung aller Studienorte zur flächendeckenden Erfassung des gesamten Bundeslandes wurde durch Seminarangebote im FM 3 des EJ 2011 in allen Studienorten gewährleistet.

    Die Ergebnisse wurden örtlich ausgewertet und anschließend überregional zusammengeführt.

     

    Link zu Berichten:

    Abschlussbericht, veröffentlicht auf der Homepage der FHöV NRW

    Forscher
    Blitz-Marathon

    Landesweit abgestimmtes Projekt zur Erforschung der Bekanntheit und Akzeptanz des "Blitz-Marathons" in NRW. Die Beteiligung aller...
    Detlef Averdiek-Gröner , Eberhard Krott , Dr. Thomas Naplava

  • Erstellt am: 14.06.2018 10:1 Zuletzt bearbeitet am: 25.09.2018 10:1
    Elektrofahrräder im öffenltichen Straßenverkehr

    Projektzeitraum: 01.09.2012 - 31.08.2017
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Aufgabe des Forschungsprojektes war es,

    insbesondere eine zulassungs- und fahrerlaubnisrechtliche Bewertung der auf dem Markt befindlichen Elektrofahrräder im Lichte der neuen EU-Verordnung Nr. 168/2013 und der inzwischen geänderten nationalen straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften vorzunehmen.

    Daneben sollte auch die Verkehrssicherheit von Elektrofahrrädern und die Auswirkungen des steigenden Anteils an Fahrrädern und Elektrofahrrädern im Besonderen auf die Verkehrsraumgestaltung untersucht werden.

    Schließlich sollten statistische Daten zu den Verkaufszahlen und dem Anteil am Verkehrsaufkommen erhoben werden.

    Von besonderem Interesse war auch die Auswertung der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik.

    Das Projekt ist dabei als Fortschreibung des bereits 2015 abgeschlossenen gleichnamigen Projektes angelegt.

    Der Sättigungsgrad an Fahrrädern in bundesdeutschen Haushalten stagniert seit mehreren Jahren auf einem sehr hohen Niveau von jetzt (2017) über 73 Millionen Zweiräder.

    Der Anteil von Elektrofahrrädern (Pedelecs und E-Bikes) am Gesamtfahrradmarkt ist in den letzten Jahren auf jetzt 17 Prozent gestiegen. Der Zweirad-Industrie-Verband teilt dazu ergänzend mit, dass der Marktanteil der Pedelecs dabei mit 99% weit überwiegt.

    Zulassungs- und fahrerlaubnisrechtlich gelang die Einordnung dieser Pedelecs und E-Bikes in die existierenden relevanten Vorschriften nicht immer problemfrei. Das ist dem neuen Klassenzuschnitt der EU-Verordnung Nr. 168/2013 geschuldet. Die durch die aufgehobene Richtlinie 2002/24/EG notwendig gewordene Besitzstandswahrung macht die ohnehin schon komplexe Rechtssituation nicht einfacher.

    Pedelecs gelten gemeinschaftsrechtlich wie auch nationalrechtlich (weiterhin) als Fahrräder; S-Pedelecs und E-Bike als Kleinkrafträder.

    Die nach Maßgabe der Richtlinie 2002/24/EG getypten Elektrofahrräder behalten ihre rechtliche Zuordnung. Ältere Modelle werden daher (auch) als Mofa oder Leichtmofa eingestuft.

    Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Pedelecs bzw. E-Bikes werden erst seit dem 01.01.2014 bundesweit erfasst. Die Anzahl der verunglückten Pedelec Fahrenden ist im Zeitraum vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2016 um 75,48% gestiegen. Nur in einigen Bundesländern liegt ein seit 2012 fortgeschriebenes Verkehrsunfalllagebild als planerische Grundlage für weitere Maßnahmen der Verkehrssicherheitsarbeit vor.

    Mittlerweile liegen aus unterschiedlichen Staaten Forschungsergebnisse zu den Gefahren bei der Nutzung von E-Bikes und Pedelecs vor. Selbst die Unfallforschung der Versicherer (UDV) konstatiert nunmehr eine höhere Vulnerabilität älterer Elektrofahrrad Fahrender.

    Radwegbenutzungspflicht besteht nur für Fahrräder (auch Pedelecs). Helmpflicht hingegen besteht für diese Fahrzeuge nicht, wohl aber für E-Bikes.

    Elektrofahrräder machen das Mitführen von Anhängern zumeist in Gestalt von Kinderanhängern einfacher. Das Mitführen von Anhängern hinter Pedelecs ist dabei zulassungs- wie auch fahrerlaubnisrechtlich unproblematisch, da es sich um Fahrräder handelt. Auf praktische Schwierigkeiten stößt die Benutzung der Radwege. Hinter S-Pedelecs und E-Bikes in ihrer jeweiligen Ausprägung als Kleinkrafträder oder Leichtkrafträder dürfen jedoch keine Anhänger zum Personentransport genutzt werden.

    Forscher
    Elektrofahrräder im öffenltichen Straßenverkehr

    Aufgabe des Forschungsprojektes war es, insbesondere eine zulassungs- und fahrerlaubnisrechtliche Bewertung der auf dem Markt...
    Joachim Kern , Bernd Huppertz

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1
    Improvement of Civilian Oversight of Internal Security (ICOISS) ) – Case study Germany

    Projektzeitraum: 01.07.2012 - 30.04.2015
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Die Darstellung der Strukturen und Prozesse der innerbehördlichen, gerichtlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Kontrolle der Polizei in Deutschland war Gegenstand der Analyse, die eingebunden war in ein von der EU und dem United Nations Development Programme gefördertes Forschungs- und Beratungsprojekts für die Türkei.

     

    Link zu Berichten, Projekthomepages, Publikationen

    www.civilianoversight.org.tr/Pages/EN/home.html

    www.sivilgozetim.org.tr/Source/Publication/en/03_comp%20governance.p1.pdf

    Forscher
    Improvement of Civilian Oversight of Internal Security (ICOISS) ) – Case study Germany

    Die Darstellung der Strukturen und Prozesse der innerbehördlichen, gerichtlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Kontrolle...
    Dr. Bernhard Frevel , Dr. Frank Braun , Dr. Vanessa Salzmann

  • Urbane Sicherheitskonstruktion und -politik

    Projektzeitraum: 14.03.2012 - 13.03.2013
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    intern. Kooperationsprojekt URBIS

    Forscher
    Urbane Sicherheitskonstruktion und -politik

    intern. Kooperationsprojekt URBIS
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 11:1
    Publikationsprojekt: Häusliche Gewalt

    Projektzeitraum: 14.03.2012 - 13.06.2012
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Erkenntnisse aus der Dunkelfeldforschung zu Ausmaß, Schweregraden, Mustern und Risikofaktoren von häuslicher Gewalt werden vermittelt. Aufgrund der Forschungslage und der gravierenderen Folgen und Schweregrade wird ein zentraler Fokus auf Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen gelegt. Darüber hinaus werden bisherige Erkenntnisse zu häuslicher Gewalt gegenüber Männern und zur geschlechtervergleichenden Betroffenheit durch Gewalt in Paarbeziehungen aufgegriffen und diskutiert. Abschließend werden Risikofaktoren aus Sicht der Forschung reflektiert.

    Die Thematik Gewalt gegen Männer anhand von ausgewählten Studien der letzten Jahre behandelt. Dabei wird auf Gewalterfahrungen im Erwachsenenalter und speziell auf Gewalt in Partnerschaften eingegangen. Die Grenzen der Interpretierbarkeit von Daten aus Prävalenzstudien werden diskutiert. Fallbeispiele aus qualitativen Studien werden angeführt, um auf die Komplexität der Dynamiken in Partnerschaften, in denen Männer Opfer von Gewalt werden, hinzuweisen. Abschließend werden Hinweise für Forschung und Praxis im Zusammenhang mit Männern als Opfer von Gewalt gegeben.

     

    Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist immer noch ein großes Thema in unserer Gesellschaft. Gewalt wirkt nach und beeinträchtigt Kinder und Jugendliche ihr Leben lang. Langzeitstudien haben nachgewiesen, dass das Erleben von Gewalt im Elternhaus bei Jugendlichen und Heranwachsenden häufig zu einer erhöhten Akzeptanz für den Gebrauch von Gewalt als Konfliktlösungsmuster führt. Für Kinder und Jugendliche ist dies ein logischer Schluss: Die erlebte Gewalt im sozialen Umfeld aber auch in Institutionen bzw. über das Internet rechtfertigt die eigene erhöhte Gewalttätigkeit.

     

    Viktimisierungrisiken älterer Menschen in der häuslichen Pflege und berichtet Befunde zu Verbreitung, Phänomenspezifika, Entstehungsbedingungen und Risikofaktoren: Im Rahmen des Aktionsprogramms „Sicher leben im Alter“ wurden Ansätze zur Stärkung der präventiven Potenziale ambulanter Pflegedienste und Pflegekräfte im Hinblick auf Fälle der Misshandlung und Vernachlässigung von Pflegebedürftigen durch pflegende Angehörige entwickelt und erprobt. Erfahrungen bei der Umsetzung sowie resultierende Folgerungen für die Prävention von „Gewalt in der Pflege“ werden erörtert.

    Die sogenannte „Nachstellung“ ist erst seit 2007 (selbstständig) unter Strafe gestellt. Der der Jägersprache entlehnte Begriff der Nachstellung erfasst das systematische Verfolgen und Belästigen eines anderen Menschen, das vornehmlich unter dem englischen Begriff des „Stalking“ diskutiert wird. Die Einführung eines neuen, selbstständigen Straftatbestandes war für erforderlich gehalten worden, um auf diese Weise Strafbarkeitslücken zu schließen und einen besseren Opferschutz zu gewährleisten. (Strafbar war ein stalkendes bzw. nachstellendes Verhalten bislang nur, wenn es sich gleichzeitig in eine andere Deliktskategorie einordnen ließ, wie es z. B. eine Nötigung (§ 240 StGB), Beleidigung (§ 185 StGB), Körperverletzung (§§ 223 ff. StGB), Bedrohung (§ 241), Sachbeschädigung (§ 303 StGB) oder auch das Zuwiderhandeln gegen eine Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz (§ 4 GewSchG) darstellt.

    Die Anwendung des Täter-Opfer-Ausgleichs (TOA), eines alternativen Verfahrens zur Bearbeitung von Straftaten, ist in Fällen von Beziehungsgewalt heftig umstritten. Der Beitrag setzt sich mit den verschiedenen, gegen die Bearbeitung von Fällen häuslicher Gewalt im TOA vorgebrachten Einwände auseinander und berichtet Befunde einer empirischen Untersuchung zur Effizienz des TOA in Fällen häuslicher Gewalt.

    Eine systematische Bestandsaufnahme der Arbeit von Frauenhäusern, Fachdienststellen und deren Zugangsmöglichkeiten soll Versorgungslücken für betroffene Frauen und deren Kinder aufweisen.

    In der aktuellen Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeichnen sich drei Problemkreise ab: Finanzierung der Schutz- und Unterstützungseinrichtungen, unübersichtliche und uneinheitliche Versorgungslandschaften wegen unterschiedlicher Regelungen auf Landes- und kommunaler Ebene und Zugänglichkeit von Beratungs- und Hilfsangeboten für Betroffene.

    Die Polizei trifft ihre Maßnahmen im Rahmen der polizeirechtlichen und strafprozessualen gesetzlichen Vorgaben. Noch im Jahr 1995 wurden die Einsätze aus Anlass der häuslichen Gewalt als „Familienstreitigkeit“ bearbeitet. Nur in herausragenden Fällen wurde von Amts wegen eine Strafanzeige erstattet. Eine nachhaltige Wirkung der polizeilichen Krisenintervention war rechtlich ausgeschlossen.

    Erst mit dem sogenannten Gewaltschutzgesetz und in Nordrhein-Westfalen mit der Ermächtigung zur Wohnungsverweisung und einem bis zu 10 Tagen andauernden Rückkehrverbot (§ 34a PolG NRW) wurde im Jahre 2002 die rechtliche Situation verbessert. Die statistische Erfassung von Straftaten zur verbesserten Analyse der Beziehungsgewalt wurde im Mai 2012 differenziert.

    Nach der Erklärung des Ministerrates der Europäischen Union zur Ächtung der Gewalt gegen Frauen in Bezug zu einem demokratischen Gemeinwesen im Oktober 1993 und den Empfehlungen des Europarates in 2002 zur Entwicklung von Standards, wurden ähnliche Strategien gegen die Gewalt in Paarbeziehungen in Europa entwickelt.

    Eher strafrechtlich zentrierte Strategien wie in England, gegenüber dem Schutzauftrag des Staates folgenden eher gefahrenabwehrenden Strategien wie in Österreich und Deutschland entfalten unterschiedliche Wirkungen und bedürfen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit weiterer Forschung.

     

    Link zu Berichten, Projekthomepages, Publikationen, ggf. zu hinterlegende pdfs

    Häusliche Gewalt, Verlag Polizei & Wissenschaft Frankfurt/ Main, Themenheft 4/2012.

    Forscher
    Publikationsprojekt: Häusliche Gewalt

    Erkenntnisse aus der Dunkelfeldforschung zu Ausmaß, Schweregraden, Mustern und Risikofaktoren von häuslicher Gewalt werden...
    Detlef Averdiek-Gröner , Dr. Eva Kohler , Heike Lütgert

  • Die deutsche Polizei im Dritten Reich. Eine Synthese

    Projektzeitraum: 01.12.2011 - 30.11.2012
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Das beantragte Forschungsvorhaben beabsichtigt erstmals eine Synthese der Forschungen zur deutschen Polizei des Dritten Reichs in Form einer Überblicksdarstellung zu erstellen. Ziel ist es, den gesamten Polizeiapparat des NS-Staates in den Blick zu nehmen und hierdurch seine Funktionsweise besser erklären zu können. Die Frage, welche Rolle die Polizei in dem Gesamtprojekt des Nationalsozialismus spielte, ist bis heute nicht hinreichend geklärt.

    Forscher
    Die deutsche Polizei im Dritten Reich. Eine Synthese

    Das beantragte Forschungsvorhaben beabsichtigt erstmals eine Synthese der Forschungen zur deutschen Polizei des Dritten Reichs in...
    Dr. Carsten Dams

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1
    Urban Manager for Security, Safety and Crisis Management (urbis) – Case study Germany

    Projektzeitraum: 01.12.2011 - 30.04.2014
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Das im Rahmen des Leonardo-Programms geförderte Projekt untersuchte mit einer Delphi-Studie die Bedingungen und nationale Gestaltungskonzepte für das urbane Sicherheitsmanagement. Fragen der Professionalisierung, programmatischen Konzeption und der Anforderungen an die Qualifizierung von Fachleuten für die Sicherheitsarbeit in Kommunen und Polizei werden vergleichend diskutiert.

     

    Link zu Berichten, Projekthomepages, Publikationen, ggf. zu hinterlegende pdfs

    Frevel, Bernhard (2013) Managing urban safety and security in Germany. Institutional responsibility and individual competence. In: Edwards, Adam and Gordon Hughes (eds) (2013): Urban Security in Europe. Special Issue, European Journal of Criminology, 10/3, p. 354-367.

     

    www.urbisproject.eu

    Forscher
    Urban Manager for Security, Safety and Crisis Management (urbis) – Case study Germany

    Das im Rahmen des Leonardo-Programms geförderte Projekt untersuchte mit einer Delphi-Studie die Bedingungen und nationale...
    Dr. Bernhard Frevel

  • Erstellt am: 06.06.2018 11:1 Zuletzt bearbeitet am: 06.06.2018 11:1
    Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt (KoSiPol)

    Projektzeitraum: 01.06.2010 - 30.09.2012
    Forschungszentrum Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Das vom BMBF im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit geförderte Verbundprojekt der FHöV NRW, der Universitäten Münster und Greifswald, der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung sowie des Europäischen Zentrums für Kriminalprävention untersuchte anhand von vier Handlungsfeldern lokaler Sicherheit Akteurskonstellationen, Kooperationsstrukturen und Präventionskonzepte.

    Forscher
    Verweis:
    Kooperative Sicherheitspolitik in der Stadt (KoSiPol)

    Das vom BMBF im Rahmen des Programms Forschung für die zivile Sicherheit geförderte Verbundprojekt der FHöV NRW, der Universitäten...
    Dr. Bernhard Frevel